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86 — Juden so zu sagen bezahlen ließen. Warum auch nicht? Die Juden brauchten sich nur tausen zu lassen und waren von allen Beschwerden befreit. Niemand wird hiernach bestreiten, daß die Geschichte der Juden im Mittelalter nur eine Geschich…
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87 unseren eigenen Augen, so doch jedenfalls für die christliche Welt ein religiöser und nur ein religiöser Faktor, und deshalb darf man behaupten, daß auch die jüdische Geschichte der Gegenwart, wir mögen wollen oder nicht, eine religiöse,…
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88 I. Wer einmal die Mondsichel durch ein Teleskop betrachtet hat, der wird in der Nähe des inneren Randes, aber durch , den Schatten davon getrennt, vereinzelte Helle Punkte wahrgenommen haben. Dies sind nach der Erklärung der Astronomen B…
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89 ein König in Israel, jeder that, was er wollte." Wie man die Vorzüge, die man selbst nicht besitzt, bei Anderen am meisten schätzt, so zollt anch ein Volk denjenigen seiner Koryphäen die größte Verehrung, welche die ihm im Allgemeinen an…
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90 nicht entfernt so große Gemeinden gegeben, wie z. B. die unsrige oder andere jüdische Gemeinden der Gegenwart. Es hat kaum so große Städte gegeben. Dies erklärt sich leicht. Die Ritter saßen mit zahlreichen Reisigen auf den Burgen, deren…
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91 in der neueren Zeit haben sich die Verhältnisse in den jüdischen Gemeinden consolidirt, und daß der Anstoß dazu nicht von diesen selbst, sondern von den Regierungen ausgegangen ist, kann leider nicht in Abrede gestellt werden. Im Mittela…
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92 Geschichte überhaupt das Interesse haben, daß es wahr sei, das ist gewiß wahr, denn es ist menschlich, so menschlich, daß wir, wie . ein geschickter Bildhauer einen Torso im Geiste seines Schöpfers zu ergänzen vermag, so auch jene Famili…
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93 — Gebot das vierte geworden, aber das ist nur eine Verschiebung, keine Verbesserung. Ebenso wurden in Israel ein für alle Male die Grundlagen der Erziehung befestigt. „Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und lasse nicht …
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94 dann, wie der König in schnell aufwallendem Zorn den reichen Mann zum Tode verurtheilt, ihm zuzurufen: Du selbst bist dieser Mann, der du dich nicht scheutest, Urija in den Tod zu schicken, und dir sein Weib anzueignen. Ich darf aber ein…
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95 einem sittlichen Eheleben nitb überhaupt von einem sittlichen Verkehr der beiden Geschlechter machen. Dagegen dürfen wir, ohne uns der Uebertreibung schuldig zu machen, behaupten: Der jüdische Frauendienst war ein Theil des Gottesdienste…
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96 la femme“, welches bereits in dem Ausspruch des Midrasch : „Alles kommt von der Frau" vorgebildet ist, findet in der Geschichte der Juden mannigfache Bestäügung. Damit glaube ich genügend dargethan zu haben, daß das Familienleben eine de…
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97 geschichtlichen Thatsachm aus den Kops stellen, wenn man jetzt wiederum behauptet, daß der Druck es gewesen sei, welcher das Judenthum erhalten hat. Das gerade Gegentheil ist das Richtige. Selbst ein geringes Maß von Luft und Licht genüg…
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98 ließ ihnen gern Ländereien zum Anbau von Henna, Indigo und anderen Gewächsen anweisen. Kein Geringerer, als Thomas v. Aqniuo, der Lieblingsphilosoph des jetzigen Papstes, giebt den Juden in Italien das Zeugniß, daß sie ihren Unterhalt du…
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99 Studien haften an kleinen Gesichtspunkten, der Minhag feiert Triumphe, und vollends die Sittenzustände zeigen das Bild traurigster Verkommenheit. Zu den vorhin erwähnten hebräischen Worten, von denen ich sagte, daß sie jeder Jude kenne, …
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100 Umschwung aufgetaucht sind, so überwiegt doch bei Weitem das Gute, das im Laufe dieses Jahrhunderts in unserer Mitte hervorgetreten ist. Wir haben erst jetzt wieder eine jüdische Wissenschaft, welche an die Leistungen der spanischarabis…
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Ans einer Tischrede am Kxeder-Adend von M. Lazarus. Das Judenthum beruht außer seinem dogmatischen (theologischen) und sittlichen Gehalt aus Geschichte; aber es hat nicht blos, es ist Geschichte; nicht Geschichte, die man blos erzählt oder …
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102 Erscheinung zur Idee der Unendlichkeit, aus der jene fließt, emporheben. Dagegen die Feste als historische wenden sich an Gott, nicht blos als den allmächtigen Schöpfer und Ordner des Naturlaufes, sondern an Gott als den Gründer und Geb…
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103 jocht und seiner freien Selbständigkeit beraubt wird. Viele Völker sind daran völlig zu Grunde gegangen; von den Siegern beherrscht, zur Frohne herabgedrückt, welche jedes eigene Streben ertödtet, haben sie mit der Zeit ihre Eigenart An…
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104 historische Ereigniß gleichsam als ein göttliches Experiment hingestellt werden soll; damit ist die ganz außerordentliche Eigenart des Vorganges gekennzeichnet und die hohe völkerpsychologische Bedeutung der Thatsache ahnungsvoll ersaßt…
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105 6. 15). „Also," sagt Gott bei der ersten Sendung zum Moses, „also sprich zu den Kindern Israels: der Ewige, der Gott Eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jacobs^ sendet mich zu Euch." Sie kannten ihn also, sie wußten von ihm; sie,…