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— §6 Weise aufgefaßt werden, entweder als ein Zirkel oder als die Bahn, die ein geworfener Körper beschreibt, also als eine Fahrt nach einem unbekannten Ziele. Für diese letzte Möglichkeit sprach keine bekannte Analogie, aber für den Kreisg…
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67 Ich sah alle die Thaten, die unter der Sonne geschehen, und siehe, Alles war Eitelkeit und vergebene Jagd nach dem Wind. Was gekrümmet, kann nicht gerichtet werden, Und was fehlt, wird nicht ersetzt auf Erden. Ich sprach mit meinem Herze…
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68 sich das Leben sauer und sammelt für Erben, die ihm nie einen Gedanken schenken werden. Macht bringt kein Glück» aber der Machtlose ist noch weit unglücklicher, unterdrückt und gemartert von denen, die nicht durch seine Thräneu gerührt w…
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69 führen, noch zu denen, die sie zur Verzweiflung bringen. Er befreit sich von seiner Schwermuth, indem er ihr ab und zu «inen fast cynijchen Ansdruck verleiht. Ihm fehlte wohl keineswegs Herz oder Hochsinn, besonders aber besaß er einen ü…
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70 Frommheit und allzu großer Weltlichkeit einzuhalten, das eine Princip festhalten, ohne deshalb das andre aus seiner Hand schlüpfen zu lassen. Renan hat mit Recht bemerkt, daß der Dichter des Hiob, obgleich er im Innersten weit religiöser…
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71 sonders nach dem Tode so zahlreicher Blutzeugen, weil sie Gott nicht verlassen wollten, mußte dieser Gedanke nothwendig aufgegeben werden, und da man die Ueberzeugung von der übergreifenden Macht der ewigen Gerechtigkeit nicht fahren las…
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72 misch einsichtsvolle Männer, wie Olinde, Rodrigues, Eichthal und Jsaac Pereire. Künstler wie der Komponist Fölicien David und der Dichter Heine schlossen sich ihnen an. Als der Liberalismus entsteht, wird Manin dessen Held in Italien, Bö…
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…t ein Ungläubiger und nur Kraft des Namens Salomo hat sein kleines Buch die Nachwelt erreicht. Es liebt ein Element von Voltaire in seiner Natur, in seiner Schrift ein Funke vom Spott Candide's über die Lehre von der besten aller möglichen Welten. …
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74 sehen wir jüdische Rationalisten und Denker sich damit beschäftigen, die Umwälzung in der Geschichte des Menschengeistes vorzubereiten, welche die Renaissance bezeichnet. Sie begründen die Bibelauslegung, die nach und nach eine befreiend…
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75 KohÄet, wenn ich eins zum andern lege, um die Rechnung abzuschließen. Was meine Seele suchte, das fand ich nicht. Einen Menschen fand ich unter Tausend, aber ein Weib habe ich unter allen nicht gefunden. — Doch sieh! Ich habe gefunden, d…
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76 Toten ein. Denn wer wird ausgenommen? Die Lebenden haben wenigstens Hoffnung. Ein lebender Hund hat es besser als ein toter Löwe. Die Lebenden wissen, daß sie sterben werden, aber die Toten wissen nicht das Geringste. Für sie giebt es ke…
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77 Der letzte Akt, mit dem Die seltsam wechselnde Geschichte schließt; Ist zweite Kindheit, gänzliches Vergessen Ohne Augen, ohne Zahn, Geschmack und alles. Kohslet's Schilderung des Alters übertrifft weit diese Verse; seine Ergüsse sind in…
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78 „Und entferne Mißmut aus deinem Sinn und schone deinen Körper vor Anstrengung, denn Zugend und Manneskraft geht schnell dahin. „Und denk an dein Weib in den Tagen deiner Manneskraft, ehe die schlimmen Tage kommen und die Jahre eintreffen…
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79 (Genieße also das Leben), „denn die Silberschnur springt und die Goldvase zerbricht, und der Krug bricht am Brunnen und das Rad rollt in die Cisterne und der Staub kehrt zur Erde zurück und wird, was er zuvor gewesen, und der Geist kehrt…
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80 Dinge" (34, 2, 3, 5). Auch er räth hin und wieder das Leben zu genießen auf Grund seiner Kürze und der Ungewißheit, wann der Tod kommt. Auch er giebt praktische, nützliche Winke ohne höhern Schwung. Im Uebrigen ist er jedoch Kohelets pol…
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81 Spur von auch noch so ferner und flüchtiger Einwirkung vom Kulturleben des alten Griechenlands? In jedem Falle würde er, falls er die antike Kultur kannte, keine principielleUeberzeuguna dagegen aufzustellen haben, und es find seine Abkö…
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82 Sonst vermöchte der Verfasser-durch die Schilderung der Sitten jener Zeit den Gedanken nicht aus einen ganz bestimmten Zeitpunkt zu leiten. Was man aus der Schilderung ersieht, ist Folgendes: Judäa war nicht länger ein selbstständiges Re…
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83 einfach genug, aber seine Sprache legt ihm Hindernisse in den Weg, diese hebräische Sprache, die zur Philosophie ziemlich ungeeignet war. Deshalb geht er stets von neuem seinen Gedanken nach, bessert aus, verbessert, bessert nach; deshal…
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lUbev die inneren Ursachen der Dlnthe «nd des Verfalls in der Geschichte der Inden. Von M. Güdemann. Bernays, den ich als meinen einstigen Lehrer hoch verehre, macht in seinen nachgelassenen Aufzeichnungen für eine Würdigung von Gibbon's „G…
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85 itt Wirklichkeit bestellt war. Diese allerdings nicht wenig befremdende Wahrnehmung hat Bernays zu der angeführten Bemerkung veranlaßt. Sie ist auch für die geschichtliche Betrachtung des Judenthums von Wichtigkeit. Wir haben eine durcha…