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106 diese Continuität des Geistes, welche in der unsäglich reichen Litteratur des Judenthums ihren schöpferischen Ausdruck findet, und — obgleich in sehr verschiedenen Richtungen, doch fast allezeit die gleiche Energie der Fortbewegung bewä…
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107 dies mein Angedenken von Geschlecht zu Geschlecht". Ebenso wird parallel mit dem Namen Gottes sein Angedenken genannt (Ps. 135, 13) und der Prophet Hosea (12, 6) sagt: „Und der Ewige ist der Gott der Heerschaaren, Ewiger ist sein Angede…
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108 sich zusammenhängenden Geiste göttlicher Offenbarung einer sittlichen Weltordnung erfüllt. Und diese ist es ja, die wir auch heute Abend feiern; mit Recht sagt unsere Hagada: „Jedermann ist verpflichtet, sich selbst zu betrachten, als o…
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Alexanders Zug nach dem Kedensqnell. Eine Episode aus dem Alexanderroman. Von August Wünsche. Züge Alexanders des Großen durch Asien und das nordöstliche Afrika fesselten die Phantasie des Alterthums wie des Mitt…
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110 in manchen tritt an die Stelle sein Zug nach dem Paradiese. In dem griechischen Volksbuche des Pseudo-Kallisthenes, dessen Anfänge wahrscheinlich in die Zeit der Ptolemäerherrschaft fallen*), das aber unter den byzantinischen Kaisern de…
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111 „Das Land, welches Du betrittst, o Alexander, gehört Gott allein; kehre um, Elender, denn das Land der Seligen wirst Du nicht betreten können. Kehre also um und gieb Dir keine Mühe!" Zitternd und bebend gehorchte Alexander der Stimme de…
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112 An erster Stelle kommt Firdüsis' berühmtes Heldenepos Schühname in Betracht. Alexander, oder, wie hier sein Name lautet: Jskender Dsulkarnein, erscheint als der Sohn der Nahid, der Tochter des Königs Filiquus von Rum*) und des persische…
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113 Chidher zu ihm Derselbe wird als Haupt der Großen jener Gemeinde und später als Prophet bezeichnet. Alexander spricht zu ihm: „Wenn wir das Lebenswasser in unsere Gewalt bringen, so wollen wir dort lange verweilen, um ihm Verehrung zu e…
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114 wie schon Ethe bemerkt, läßt sich nicht Nachweisen, woher der Verfasser diese Angaben geschöpft hat, in Mohl's Ausgabe des SchühnLme kommen sie nicht vor, ebenso wenig finden sie sich bei anderen orientalischen Schriftstellern. Chidher …
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115 Schrift, und eben jenes in ihm befindliche Wasser gleicht dem seelenmehrenden Sinnesgehalt." Der Greis giebt Alexander nun genauere Kunde über die Lage der Lebensquelle und die von ihr ausgehenden Wirkungen. Das Reich der Finsternisse, …
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116 und Leib. Darauf trinkt er von dem Wasser und erreicht dadurch die Unsterblichkeit. Ebenso tränkt und wäscht er in dem Quell sein weißes Roß. Dann besteigt er dasselbe, immer den Blick auf den Quell geheftet, damit er, wenn sich sein He…
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117 einen mitgenommenen Fisch vergessen hat, der durch das Wasser des Lebensqnells wieder lebendig wird und durch ein Rinnsal ins offene Meer hineinschwimmt. Der getrocknete Fisch ist ein Zug der späteren Legende. Alexander bleibt ganz auße…
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…uf der Reise zugebracht, da theilt sich plötzlich der Weg vor ihm in zwei Wege, in einen schmalen und in einen breiten. Aristoteles zieht ganz einsam, mit einer Lampe in der Hand, den schmalen, während Alexander mit seinem Heere den breiten einschlägt…
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119 So singt der große Lyriker Hafts: „Fernerhin aufsuchte des Lebens Quell Alexander — er hat ihn nicht gekostet: Wir, wir kosten ihn im Vaterland Bei der Schenke grauem Guardiane". (Daumer, Hafis No. 120 S. 138.) In einem anderen Liede he…
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120 kein Wort verstanden und die als Unheilstifter galten. Es war das Volk der Jadschudsch und Madschudsch (Gog und Magog der Bibel, vergl. Ezech. 38 u. 39). Er führte gegen dasselbe zwischen zwei Bergabhängen eine Mauer von Eisen auf und l…
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121 Finsterniß hat, in welche weder Mensch noch Dschan*) eintritt, und wir vermuthen, daß der Quell in dieser Finsterniß sich befinde." Dsulkarnein versammelte daraus die Weisen und Schriftgelehrten dieser Erde und diejenigen, welche die Ze…
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122 von sich giebt, sollen die Irrenden darauf zugehen." Chidher marschierte voraus und rückte vorwärts, während Dsulkarnein sich lagerte. Chidher stieß auf eineu Wadi, in dem er den Quell vermuthete. Es kam ihm dies in dem Sinn, als er am …
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123 sterblichkeit," erwiderte Alexander. Die Pforte öffnete sich, und ein Wächter, der, nach seinem Aussehen zu urtheilen, reichlich von dem Franke der Unsterblichkeit genossen hatte, führte ihn ein. Alexander erblickte ein altes Gemäuer, i…
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124 Pesikta de Rab Kahana 74 a b und Midrasch zu Leviticus 27 b. Da richtet der König Alexander die Frage an die Weisen, wie er in das Land der Finsternis in Afrika gelangen könne und er erhält zur Antwort: „Laß lybische Esel kommen, welche…
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125 gleichkommen. Doch Chidher ertheilt ihm den Rath, eine kleine Hand voll Staub zu nehmen, welche den Stein aufwiegen werde. Alexander befolgt den Rath und es geschieht so. Da erkennt er, daß er trotz all seiner Größe und Macht nur Staub …