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19161920
  1. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 136 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    136 glauben durch: Das Leid ist nicht die Vergeltung der Sünde. Mit diesem Opportunismus hätte der" Mensch nicht als Mitmensch, hätte die Nächstenliebe nicht entdeckt werden können. Die Propheten erhüben sich zu der eigenartigen prometheisc…

  2. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 137 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    …as tiefste tragische Drama sein. Die jüdischen Exegeten haben früh in diesem Knecht Gottes das Volk Israel erkannt. Von Raschi hätte es auch Luther gelernt haben können. Die neuere Bibelforschung verdient nun das höchste Lob dafür, daß sie von de…

  3. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 138 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    …die Hoffnung Israels für seine geschichtliche Zukunft bis an „das Ende der Tage". Soziologische Tagebuchblätier Von Dr. Franz Oppenheimer 3 Aus einem Brief an einen Freund Hochverehrter Freund! Wollen Sie mir gestatten zu sagen, daß Sie das Problem nach mei…

  4. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 139 · Soziologische Tagebuchblätter

    139 namentlich durch Albrecht Wirth) handelt es sich im Gegenteil um relativ schnell, in wenigen Generationen erworbene Eigenschaften: als Beispiel wird namentlich auf die Yankees, die Buren und die weißen Australier verwiesen. Die Präsumpt…

  5. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 140 · Die polnische Judenverfassung

    140 Religionsgemeinschaft ist und die sich nicht aus* polnischen Staatsbürgern jüdischen Glaubens zusammensetzt, bleibt das. Organisationsgesetz immer noch mindestens ein Wagnis. Es wird alles davon abhängen, ob es gelingen wird, die vom Ge…

  6. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 141 · Die polnische Judenverfassung

    141 Auch bei den Bestimmungen, die über die Stellung der Rabbiner handeln (§§ 49 ff.), ist die Freiheit der Einzelgemeinden durchaus nicht gewahrt. Zum Rabbineramt dürfen nur solche Personen zugelassen werden, die nach dem Zeugnis eines vom…

  7. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 142 · Die polnische Judenverfassung

    142 binenvahl allein ist von der Wahl in Kurien Abstand genommen; eine Verhältniswahl kommt, da nur eine Person zu wählep ist, hierbei nicht in Betracht. Daß in einem Staatsgesetz der Staatsbehörde Aufsichtsrechte gewiehert werden, ist selb…

  8. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. [Seite] · Juden und Deutsche in der Bukowina

    …litik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal im Monat unter Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander Eliasberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Justizrai Dr. Eugen Fuchs Dr. Franz Oppenheimer iMfHNfMHHIMtlHIIIIIII…

  9. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 144 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    144 wie der Statthalter für Galizien. Die Verhältnisse waren freilich ungleich verwickelter, denn die Bevölkerung dieses Landes stellte sich national und konfessionell noch gemischter dar als die Galiziens. f Nach der Volkszählung von 1911 …

  10. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 145 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    145 dritten ihre Amtsbrüder ruthenischer Nationalitat, den vierten alle weltlichen rumänischen Großgrundbesitzer, den fünften die polnischen und armenischen Großgrundbesitzer, den sechsten alle übrigen Besitzer landtäflicher Güter, deren 'J…

  11. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 146 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    146 auf dorn gänzlich unhaltbaren Boden der Staatsbürger „mosaischen Glaubens44 steht, die Verhältnisse des Westens einfach auf die des Ostens tibertragend. In Österreich ist der Seelsorger Matrikenführer. Wird ein Kind z. B. in der katholi…

  12. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 147 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    147 sacben und Verhältnisse zu ändern. So zeigten denn auch schon die ersten nach der neuen Wahlordnung durchgeführten allgemeinen Wahlen in den Bukowiner Landtag die volle Erbärmlichkeit des sogenannten deutschen Wahlkatasters, in dem Deut…

  13. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 148 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    …es Land unter österreichischer Herrschaft wieder der Friedensarbeit zugeführt werden so IL — Der bekannte Soziologe Dr. Eugen Ehrlich, Professor an der Universität Czemowitz, hat nach einer überaus gründlichen und scharfsinnigen Erörterung der österreic…

  14. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 149 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    …g deutscher Beamter imd Bürger erhielt vor allem Czernpwitz, aber auch Sereth, Suczawa, Radautz, Gurahumora, Kimpolung, Dorna Watra, lauter jetzt weltgeschichtlich bekannte Ortschaften der Bukowina, einen deutschen Anstrich. Die deutschen Bürger haben…

  15. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 150 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    … auch ihr freundschaftliches Verhältnis zu den Juden, in denen sie ihren natürlichsten Bundesgenossen erblickten, trotz allerhand Reibungen auf nationalpolitischem und volkswirtschaftlichem Gebiet. Und an dieser Auffassimg änderte wohl auch der Krie…

  16. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 151 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    151 keine „Assiniilationsjuden" und „Judenliberale'*. Wir stehen nach wie vor auf dem Boden der nüchternen Tatsachenwelt, der nackten Wirklichkeit, der objektiven klaren Erkenntnis, die alle Verschleierungskünste verschmäht, weil wir solche…

  17. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 152 · Juden und Deutsche in der Bukowina

    152 nicht, sondern nur die großen allgemeinen Gesichtspunkte, die zusammenhängenden Massen. Die einzelne Ausnahme besitzt den Anspruch, toleriert zu werden und im übrigen die Freiheit, sich dieser oder jener Gruppe anzuschließen. Auf solche…

  18. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 153 · Die jiddische Schule in Warschau

    153 schulen waren ja nur Cheder oder russische Volksschulen anerkannt. Daher war Unterricht im Lesen und Schreiben verboten, Schreibzeug und Bücher durften in den Kinderheimen nicht geführt werden. Jetzt allmählich werden auch die Kinderhei…

  19. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 154 · Die jiddische Schule in Warschau

    154 künde, Zeichnen, Gesang und Handfertigkeit, insgesamt 22 Stunden gelehrt werden, Bei der ersten Klasse kommt noch Hebräisch (mit der Religion) und jüdische Geschichte hinzu. Gesamtzahl 35 Stunden. Bei der zweiten und dritten Klasse noch…

  20. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 155 · Babylon - Bagdad

    … 000 in Bagdad. Der Rest lebt in Hillen, Diwanije, Kufa, in Keffel, der Grabstätte des Propheten Ezechiel, und bis nach Basra hinunter zerstreut. Kiffel ist nach dem Vorbilde der islamitischen Pilgerstätten zu einem jüdischen Wallfahrtsort gewor…