Mannheim
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19161920
  1. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 156 · Babylon - Bagdad

    156 Stadt Harun-al-Raschids. Nur das leise Brausen des schnellfließenden Stromes murmelt, beruhigend und erregend zugleich, von traumhafter Schönheit, von geheimnisvoller Pracht, von Genuß und Reichtum. Doch das alles ist nur ein Bild, das …

  2. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 157 · Babylon - Bagdad

    157 wohnen die meisten Christen der Stadt, wie auch ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung. . Dieses Viertel zieht sich halbkreisförmig um den Mittelpunkt der Stadt, den Basar. Sein Zugang von Süden, mit Erdpech unbeholfen asphaltiert, b…

  3. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 158 · Babylon - Bagdad

    158 der Volksbildung zu tun; ja, sie mußten danach streben, den Einfluß, den etwa das unter britischer Herrschaft stehende Indien auf den Irak, und besonders auf Bagdad haben konnte, soviel wie möglich zurückzudrängen. Da sie ihm nichts auc…

  4. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 159 · Babylon - Bagdad

    …ens tätig gewesen. (Schluß folgt.) Chawe Aus den Erzählungen Tewjes des Milchhändlers von Scholem Alejchem .Deutsch von Alexander Eliasberg „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich" — heißt es im Psalm; was Gott tut ist gut; das heißt: es m u ß gut sein; ver…

  5. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 160 · Chawe

    160 habe ich verspielt, auf ewig verloren* Wer weiß, ob meine Augen sie je wiedersehen werden ... Höchstens auf der andern "Welt, nach hundertundzwanzig Jahren ... Spreche ich von ihr, ich meine von Hödel, so kann ich auch heute noch nicht …

  6. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 161 · Chawe

    161 bekommt, außer dem christlichen Dorfvorsteher Anton Poperilo, dem Dorfschreiber Chwedjko Galagan, einem großen Kerl mit langen Locken und Schaftstiefeln, und dem Popen, ausgelöscht sei sein Name und sein Gedächtnis! Seinen Namen will ic…

  7. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 162 · Chawe

    162 Sage ich: „Ich gratuliere zu dieser Bekanntschaft 1 Ein netter Bursche, dieser Chwedjko!" Sagt sie mir: „Kennst du ihn denn überhaupt? Weißt du, was für ein Mensch er ist!* Sage ich: „Was für ein Mensch er ist, weiß ich nicht, denn sein…

  8. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 163 · Chawe

    163 es erklärt wird, warum sich die Menschen selbst eingeteilt haben in Juden und Christen, Herren und Knechte, Reiche und Arme? . . ." — „Halt", sag ich ihr, „halt! Du gehst zu weit!" Und ich versuche ihr zu erklären, daß alles noch seit d…

  9. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 164 · Chawe

    164 „Wart eine Weile, Tewje," sagt er mir, „hast du denn keine Zeit? Ich habe dir etwas zu sagen!" — „Wenn es etwas Gutes ist," sag ich, „so hab ich nichts dagegen; wenn es aber nichts Gutes ist, so wollen wir es doch lieber auf ein anderes…

  10. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 165 · Chawe

    165 sage ich, „sollst du mit mir jetzt lieber nicht sprechen, denn jedes Wort, das du sagst, ist mir wie ein Tropfen Gift und wie ein Dolchstoß ins Herz, Und wenn du mir wirklich ein so guter Freund bist, wie du sagst, so bitte ich dich nur…

  11. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 166 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    166' SfreifHchter über jüdische Religion und Wissenschaft 6. Die ethischen und die historischen Motive der Religion Von Hermann Cohen Gegen die ethische Begründung der Religion regt sich immerfort in allen Lagern eine Gegnerschaft, die in ihren Gründen …

  12. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 167 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    167 Die moderne Kultur ist daher dem Problem der Religion gegenüber mit immer mehr reifender Bestimmtheit zu'deren ethischer Begründung vorgeschritten, welche in allen Religionen und in allen Zeitaltern als ein Richtweg gedient hat Immer un…

  13. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 168 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    168 wird der nationale Hochmut und Dünkel eingedämmt durch diese Zurückführung er Nation auf ihren Ursprung in Sklaverei und Fremdherrschaft. Es ist wahrlich ein hohes ethisches Wahrzeichen des jüdischen Nationalbewußtseins, wie es nur dies…

  14. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 169 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    …e religiösen Vorschriften, dio Rechte hingegen (Mischpatim), die allgemein sittlichen, rechtlichen Gesetze. So hat auch Maimonides den Unterschied bestimmt, und durch das gesamte jüdische Schrifttum geht die Richtung auf diese Unterscheidung von Zere…

  15. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 170 · Soziologische Tagebuchblätter

    170 Soziologische Tagebudiblätter Von Dr. Franz 0 p penheimer 4 Gespräch mit dem sehr intelligenten Dr. J., der Rußland sehr genau studiert hat und auch die o st jüdische Frage aus eigener Anschauung kennt, über die Möglichkeiten der Assimi…

  16. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 171 · Soziologische Tagebuchblätter

    171 die Maske de« Nationalismus, der in der Tat gleichaltrig mit dem Kapitalismus ist. Das ist denn wohl auch, um das Prinzip auf einen uns besonders interessanten Fall anzuwenden, die Hauptursache, warum der Antisemitismus, der im agrarisc…

  17. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 172 · Soziologische Tagebuchblätter

    …zu den Stadtverwaltungen in den vier Gouvernementshauptstädten im österreichischen Okkupationsgebiet, Lublin, Petrikau, Radom und Kie 1 ce, bieten sowohl hinsichtlich der Gestaltung des polnisch-jüdischen Verhältnisses als auch in bezug auf die …

  18. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 173 · Aus dem österreichischen Okkupationsgebiet

    173 Im assimilatorisch - polonisatoriechen Lager mag diese Haltung der Polen peinliche Empfindungen ausgelöst haben, allein in den weiten Schichten der volkstreuen jüdischen Bevölkerung hat das offene Spiel der Polen nichts weniger als vers…

  19. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 174 · Aus dem österreichischen Okkupationsgebiet

    …er Übersetzung vorlegt*), sind eine literarische Merkwürdigkeit Die Aufsätze sind Äußerungen des Schriftstellers aus •) Achad Ha am. Am Scheidewege. J-Bd., 2. Aull. 1913, 2. Bd. 191B; Preis des Bandes 4 M.; zusammen 7.50 M. Haam einem Zeitraum von meh…

  20. 1916-12-25 · Heft 6 (25.12.1916) · p. Seite 175 · Achad Haam [Rezension]

    175 indischen Gegenwart. Was der Sammlung den Charakter der Geschlossenheit und Einheitlichkeit gibt, ist die Persönlichkeit des Autors mit ihrer in den bewegten Strömungen und wechselnden Ereignissen des jüdischen Lebens unerschütterlichen…