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19161920
  1. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 116 · Das Judentum in Ägypten

    116 nach heutigen wissenschaftlichen Gesetzen nicht an, aus einer bloßen sprachlichen Einheitsgrundform, dem sogenannten semitischen Trilitteralismus, eine Einheit der Menschenart abzuleiten. Zerbricht aber anthropologisch der Begriff der s…

  2. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 117 · Das Judentum in Ägypten

    117 Dabei durchdrang das jüdische Element gleichmäßig alle Berufe, die bäuerlichen wie die handwerklichen und kaufmännischen, nicht minder die akademischen", und selbst in Heerführerstellen sind Juden zu finden, die sich als Feldherren ausz…

  3. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 118 · Das Judentum in Ägypten

    …milien, die aus Mischehen oder getauften Juden beständen, in sich berge. Ägypten und vorab seine Hauptstädte, Kairo und Alexandria-, mit ihrem internationalen Völkergemisch sind das schärfste Spiegelbild dieser Wahrheiten. Sind schon die spanisch-por…

  4. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 119 · Das Judentum in Ägypten

    119 Mit der britischen Schutzherrsehaft veränderten sich die Verhältnisse von Grund aus. In dem Streben, dem englischen Regiment eine zuverlässige Rückendeckung'zu schaffen, bevorzugte C r o m e r einseitig das müslimische Element, was um s…

  5. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 120 · Das Judentum in Ägypten

    120 blüte begründete, durch das Gesetz vom 7. März 1908 im wesentlichen darauf hinauslief, die Anstalt noch mehr als bisher zum organisatorischen Zentrum des müslimischen Ordens und damit der allislamischen Bewegung', deren volkstümliche Sc…

  6. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 121 · Das Judentum in Ägypten

    121 Kapitalismus erst unter französischer, ' dann britischer Führungins Nilreich war das Ende der primitiven Naturalwirtschaft besiegelt, und nun wurde dem Bauern nicht nur ein unbeweglicher, in barem Geld zu zahlender und dem Erntewechsel …

  7. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 122 · Das Judentum in Ägypten

    122 auf einen Turnus von 7 bis 10 Jahren gewählt werden sollten, und gab damit der jungägyptischen Opposition unmittelbar einen Anreiz und die Waffe in die Hand, unbeliebte und auf strenges Recht haltende Briten aus ihrem Amt herauszuärgern…

  8. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 123 · Ein Mahnruf

    123 was die einzelnen trennt. Klar tritt heraus, was dem anderen mangelt, dem eigenen Besitz zuwider, worin er abweicht und widerspricht, anders geartet, gegensätzlich veranlagt. Besonderheiten und Unterschiede prägen in Schärfe sich aus. U…

  9. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 124 · Ein Mahnruf

    124 erwerben und so zu besitzen. Wir hören vielleicht zu oft von der zersetzenden Wirkung, die unsere Umgebung von uns erfährt, als daß wir die fremden Einflüsse wahrnähmen, die in Wahrheit unseren Bestand durchdringen und auflösen. Längst …

  10. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 125 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    …ottesbenennung „der Herr44. Diese Abwechslung im Gebrauch der Gottesbezeichnungen, die schon den Alten, .wie z. B. auch Tertullian, aufgefallen ist, kann nun nicht so erklärt werden, daß „Gott44 in denjenigen Partien der Erzählung gewählt sei, ") So …

  11. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 126 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    126 in denen von der allgemeinen Weltgeschichte gesprochen werde, während Jahve („der Herr*4) gebraucht werde, wo es sich um die Anbahnung der speziellen Heilsgeschichte handle14). Denn dies ist schon nicht in der Geschichte von Kain und Ab…

  12. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 127 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    127 flüssen und in bezug auf die Weglegung der Quellen von der mosaischen Zeit ihre Grenzen. Denn es dürfen nicht, wie es jetzt in vielen Büchern über die Geschichte Israels geschieht, die alten Materialien vergessen werden, auf die, wie de…

  13. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 128 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    12S hat, aber nunmehr wird es Zeit* daß sie auch die ü b e r e i n s t i m m e n - den Bestandteile derselben ins Auge faßt und würdigt. Dies ist aber um so mehr die Pflicht der Forschung, als die übereinstimmenden Momente der Quellenberich…

  14. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 129 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    129 bericht aus mehreren Quellen geschöpft ist, leistet uns auch einen zweiten positiven Dienst. Denn was könnte man behaupten, wenn der Bericht z. B, über Abraham eine ganz einheitliche Masse bildete? Man könnte sagen, daß dieser Bericht e…

  15. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 130 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    130 sonders auch die Szene, in der der Stammvater dieses Volkes um einen Platz zu einem Begräbnis für seine Frau förmlich betteln muß (23, 1 ff.)! Wie ganz anders würde das Lebensbild des ersten Patriarchen aussehen, wenn es von seinem Volk…

  16. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 131 · Der Geschichtsquellenwert der althebräischen Literatur

    131 neigung zu seiner aus Phönizien stammenden Gemahlin Isebel den Baalskult einführte, als eine neue und allergrößte Verirrung gekennzeichnet (lf>, 8t usw.). Wie scharf an Blick und Wort waren diese Geschichtschreiber Israels überhaupt, we…

  17. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 132 · Palästinas Untergang

    132 was für Palästina das wichtigste war: die politische Einheit zwischen Ägypten, Palastina und Syrien blieb gewahrt. Dennoch begann hier ein neuer. Zeitabschnitt für Palästina. Mit der Eroberung des Orients durch die Griechen war ein Zusa…

  18. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 133 · Palästinas Untergang

    133 ließen diesen mit solcher Urgewalt sich aufstemmen, daß Syrien, ohnedies durch Rom behindert, die Juden nicht nur gewähren lassen mußte, sondern Palästina auch endgültig verlor. Das verschwindend kleine, politisch so ohnmächtige Völklei…

  19. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 134 · Tagebuchblätter aus der Flüchtlingszeit

    134 aus grobem, grauem Zeug, das Kfippchen fadenscheinig, die Wangen rauh, die Hände schwielig. Ein verbauerter, jüdischer Fuhrmann aus der östlichen Karpathengegend. * Warum kommen Sie denn nicht/wenn man Sie vorladet? Sie sind der Eisenba…

  20. 1916-12-10 · Heft 5 (10.12.1916) · p. Seite 135 · Tagebuchblätter aus der Flüchtlingszeit

    135 harten Zeilen betreute, dafe seine Frau sie pflegte und ernährte, dai> die ganze Familie ihr karges Brot mit ihnen teilte - das ist ihm alles so ganz selbstverständlich. Und schon geht er schweren Schrittes hinaus, daß das Zimmer dröhnt…