Mannheim
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  1. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 11

    Wenn wir heute übersehen, daß nicht einmal ein Drittel der in Frage kommenden jungen Menschen von den zionistischen Bestreibungen/ einer für Palästina geeigneten Erstausbildung und der Beruf »Umschichtung erfaßt werden, so liegen unsere Aul…

  2. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 12

    Wicklung des Kartells drüben geglaubt, zumal die Führung drüben selbst diesen ölauben vom Kartell forderte» Wir sehen aber seit einem Jahre nichts, was daraufhin deutet, daß man versucht hat, jener Schwierigkeiten Herr zu werden, jener Symp…

  3. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 13

    tagung 1934, haben es aber abgelehnt, in Form einer Resolution dazu Stellung zu nehmen. Das Interesse und die Sorge um das gesamte KJV. veranlaßten uns, diese Diskussion zu führen. Aber wir wollten nicht in die Verhältnisse des palästinensi…

  4. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 14

    'anderswo nicht gestellt werden oder deren Durchführung sonst nicht geschieht ,und aus irgendeinem Grunde unmöglich ist? Ich glaube, letztere Frage auf jeden Fall, auch wenn ich eine Entscheidung mehr von der gefühlsmäßigen Seite abhängig m…

  5. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 15

    pflichtung, mehr Verantwortung zu übernehmen, sondern es erleichtert einem oftmals die Führung« Nicht dies ist der Ausdruck einer starken Führung, daß sie seit Jahren nur einem Gremium, nämlich dem Geschäftsführenden Ausschuß, verantwortlic…

  6. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 16

    Schau die heutige Situation ist mit einem einheitlichen Kartell nicht mehr recht vereinbar. Ein revisionistischer Bundesbruder kann in Basel oder Paris an leitender Stelle im Kartell tätig gewesen sein, in Palästina muß er gemäß dem Beschlu…

  7. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 17

    die zu kämpfen, gegen die sie schon so lange kämpfen, als sie zionistisch -denken können". Mögen bei vielen Ausgetretenen alte Ressentiments mitsprechen, diese Deutung ist unrichtig, wenn es nur einen „Gerechten" gibt, auf den diese Deutung…

  8. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 18

    Entstehung und Entwicklung des K. J. V/ Von Bbr. Walter Gross (Fortsetzung) V, Nachdem dergestalt die Sezession des „rechten Flügels", der „Ringkämpfer", wie man sie wohl im Scherz genannt hatte, erfolgt war, bot das KJV. ein erheblich verä…

  9. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 19

    …esp. Formen zu übernehmen und zu entwickeln. Die Krise wurde offenbar durch zwei JSt.-Aufsätze von Gerhard Holdheim und Erich Cohn. Sie glaubten beide, dem Kartell die Todesdiagnose stellen zu müssen. Nun wo der Zionismus „salonfähig", Weizmann in Be…

  10. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 20

    …isen hätte; am Anfang des politischen Zionismus steht ein Mann, der ganz sicher als ein solcher bezeichnet werden kann: Theodor Herzl. Aber dieses Heroen-Ideal nahm die Blau-Weiß-Führerschaft nicht aus jüdischem Bereich; und vor allen Dingen konnte es i…

  11. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 21

    in der Jugend jedes Gefühl individueller Verantwortlichkeit, gewöhnte ihr die eigene Entscheidung ab und machte sie hilflos und ungeschickt für alles, was zu dem Leben des Bundes nicht in Beziehung stand. Das KJV. hatte gerade auf Gehorsam …

  12. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 22

    heraus zu dem Gedanken kamen, die entstandenen Gegensätze durch eine Fusion zu beheben« An sich war der Gedanke einer Verbindung mit dem Blau-Weiß schon früher einmal aufgetaucht; Bileski hatte schon im April 1920 im JSt. etwas derartiges p…

  13. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 23

    notwendig, sie so gründlich als möglich zu beseitigen. Es gäbe überhaupt nur eine einzige Möglichkeit dazu, eben die Fusion» Und dann begannen die Kämpfe im Kartell, beispiellos heftig und langwierig. Der Ruder-VJSt. leistete energischen Wi…

  14. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 24

    eintraten. Nach scharfen Kämpfen, dramatischen Spannungen, quälendem Hin und Her war endlich die Einigung grundsätzlich erreicht«. Eine neue Epoche in der Geschichte der zionistischen Jugendbewegung Deutschlands schien zu beginnen. Aber nun…

  15. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 25

    allein „mechanisches Fabrikat" in Wahrheit dargestellt hätte« konnte ihnen nichts gelegen sein; sie hatten die „organische Fusion" gewollt, Sie waren auch bereit gewesen, sie durchzuführen. Jetzt versagte sich der Partner» Es war nichts and…

  16. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 26

    …n Form als im Inhalt, gemacht, Mendele war der große Stilist der Prosa. Bialik war der große Stilist in der Poesie. Und Achad Haam war der große Architekt der geschlossenen jüdischen Weltanschauung. Diese Welt hatte Niveau, und dies war gut — aber es…

  17. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 27

    für sich jetzt eine neue Denkkategorie erobern: den Zeitbegriff der Gegenwart» Die hebräische Literatur, die bis nun ausschließlich Themata jüdischen Inhalts behandelte, sollte jetzt das allgemein Menschliche in den Mittelpunkt der Betracht…

  18. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 28

    … die Vielseitigkeit des literarischen Schaffens Perez* gibt es in der westeuropäischen Literatur nur noch ein Beispiel: Hermann Bahr. Für die Unstetigkeit und für das literarische Vagabundentum gibt es ebenfalls nur eine Parallele: Waldemar Bonseis. Ei…

  19. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 29

    …durch den Tod verloren. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Präsidium des K. J. V. Buchbesprechungen Alex Bein: Theodor Herzt, Biographie (Fiba-Verlag, Wien 1934, 736 S.) Es gibt vielleicht zu denken, daß erst 30 Jahre nach Herzls…

  20. 1935-06-01 · Heft 4 (Juni 1935) · page 30

    ganz persönliche Verknüpfung mit den großen politischen Erfolgen des Zionismus in der Kriegs- und Nachkriegszeit herzustellen und ihnen bewußt zu machen, daß nur die Einsetzung der eigenen Persönlichkeit in der jüdischen Arbeit die Sache zu…