-
fession" stand abseits von den Ereignissen, von der „sich entfaltenden4" Idee. Zufällig sind uns seine abgerissenen und ungeordneten „pensees" erhalten geblieben, doch ist bis auf unsere Zeit nicht Pascal, sondern Descartes der Beherrscher …
-
folglich ist das individuelle Leben seinem Wesen nach Ruchlosigkeit und enthält aus demselben Grunde die Gefahr höchster Bestrafung - die Gefahr des Todes. So lehrte der erste griechische Philosoph Anaximander. So lehrte auch der letzte gro…
-
ebenso zwingend ist wie für die Menschen. Der Tod ist das natürliche, d. h. der Natur der Dinge entsprechende Ende dessen, was die Geburt zum Anfang hat. Wenn es sich aber so verhält, so unterliegt es bereits keinem Zweifel, daß der einzeln…
-
vor ihm alles gesagt und getan, was erforderlich war. Descartes hat durchaus nicht nur deshalb nicht die Sprache Spinozas gesprochen, weil er Verfolgung durch die Kirche fürchtete, wie Bossuet annahm. Selbst wenn er nichts gefürchtet hätte,…
-
…e, wenn sie sich nicht durch vereinfachte und darum überzeugend erscheinende Konstruktionen in Versuchung führen ließe, allerhand zu sehen bekommen, was viel interessanter und bedeutsamer ist, als die Entwicklungsstufen und die sieh selbst genügende…
-
samste war, sondern durch das, was er gegen seinen eigenen Willen in Erfüllung der Forderungen des Zeitgeistes sagte und tat. Denn dies muß unermüdlich wiederholt werden: unsere Geschichte im allgemeinen und die Geschichte der Philosophie i…
-
Gott mischt sich nicht in unsere Angelegenheiten ein, Gott steht außerhalb von uns, oder besser gesagt, es gibt keinen Gott. Es ist klar, daß Descartes nicht einmal ahnte, was er unternommen hatte, indem er sein de omnibus dubitandum, sein …
-
wie Gott Abraham in Versuchung führte-wie Er ihm befahl, daß er Ihm seinen einzigen Sohn Isaak zum Opfer bringen solle. Aber im letzten Augenblick verhinderte ein Engel die Hand des Vaters an dem Morde, Spinoza hingegen mußte sein furchtbar…
-
die Menschen sind ruchlos, frevelhaft ins freie Sein eingebrochen, und der Fluch des Verbrechens kann von ihnen nicht genommen werden, solange sie ihr Verbrechen nicht eingestehen und ihre Vermessenheit ro/ua;) nicht durch ewige Ergebenheit…
-
nunft und zwang sie, sich der Vernunft zu beugen. In der Bibel ist alles enthalten, was eure Weisen lehrten - so hat er das lux ex Oriente mit jenem lumen naturale „ausgesöhnt", das im Laufe so vieler Jahrhunderte der hellenischen Welt gele…
-
…Weisheit ,,ausgesöhnt", d. h. er hat sich den Anschein gegeben, als könne man durch inspirationsvolle Auslegung Piatos, Aristoteles' und der Stoiker in der antiken Philosophie eine Rechtfertigung der Bibel finden. Die Renaissance - alles bis zu Descar…
-
in seinen frühen Werken und in der „Ethik" er war von Gott seihst dazu verurteilt, Gott zu töten. Die Zeit war reif, der Mensch mußte Gott töten,-wer aber kann Gott so töten, wie jener, der Ihn über alles in der Welt heb gewonnen hat? Oder …
-
betrübt sein dürfe, lehrt seinen Nächsten, ohne sogar zu merken, daß man ihn bei einem Widerspruch ertappen könne - es ist ihm bereits nicht mehr um Widersprüche zu tun!-, daß sie sich vergnügen und lachen und sich all jener Freuden erfreue…
-
…rheiten der Geschichte, sondern Wahrheiten sub specie aeternitatis. 4. Einer der hervorragendsten modernen Philosophen, Henri Bergson, schreibt in seinem ersten Buch: „Le moi, infaillible dans ses constatations immediates, se sent libre et le declare." …
-
…. Man erinnere sich z. B. an Luthers ,,de servo arbitrio", das er in Antwort auf die „diatribae de libero arbitrio" des Erasmus von Rotterdam schrieb. Auch ist es erstaunlich, daß Spinoza in den verschiedenen Perioden seines Lebens verschieden „empfand". Als er…
-
und begrüßte. Oder, wenn man biblische Metaphern nicht fürchtet: Spinoza sprach nicht das, was er wollte, sondern was Gott ihm zu sagen befahl. Es ist bereits einerlei, ob er mit dem, was er den Menschen verkündete, einverstanden oder nicht…
-
lose, sowohl Tugendhafte als auch Lasterhafte treffen. Das ist so, das war so, das wird so sein. Folglich muß es auch so sein, denn das geht aus der Notwendigkeit der göttlichen Natur hervor, und es besteht weder eine Notwendigkeit noch ein…
-
durchsetzt sind, nicht zufällig sind. Die Legende von der ungewöhnlichen Folgerichtigkeit Spinozas hätte man längst vergessen sollen. Sie ist nur dank der äußeren Form seiner Darstellung in die Welt gekommen - die vorgeblich eine mathematis…
-
Vernunft und Wille mit der Vernunft und dem Willen des Menschen ebensowenig gemein habe, als das Sternbild des Hundes mit dem Hund, dem bellenden Säugetier, d. h. Gott könne keinerlei Vernunft und keinerlei Willen besitzen. Dies müsse der M…
-
bilden, als etwas toto coelo sowohl von einer Fläche als auch von einer Linie, sowohl von einem Holzklotz als auch von einem Affen Unterschiedenes aus, stellt an ihn Forderungen, beginnt zu werten, spricht von Idealen usw.? Warum führte er …