Mannheim
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19261929
  1. 1927-01-01 · Heft 3 · page 107

    wissen Wahnvorstellungen, die intellektuell nicht faßbar sind, "Nachwirkungen aus frühmenschlicher Urzeit zu sehen, so können wir dies aufnehmen und zur Weiterführung der Theorie darauf hinweisen, daß jene nach innen verlagerten Organe viel…

  2. 1927-01-01 · Heft 3 · page 108

    HUGO BERGMANN DER PHYSIKER WHITE HE AD Gärung und Unruhe charakterisiert den gegenwärtigen Zustand der Physik. Die Wissenschaft, deren Fundamente so sicher schienen, daß diese Sicherheit die bewußte oder unbewußte Grundlage der Weltanschauu…

  3. 1927-01-01 · Heft 3 · page 109

    …wo die Bewegung von Boole, Baynes, Jevons, \ enn ausgegangen ist und wo sie durch das gemeinsame Werk von Whitehead und Bertrand Russell, die dreibändigen ,,Principia Mathematiea44 (1910-1913) ihren Höhepunkt erreichte. Es ist eine dreibändige logische Gru…

  4. 1927-01-01 · Heft 3 · page 110

    nebenbei gesagt, auch die Bestrebungen nach einer Weltsprache zurück, und sie sollte, um ihren Zweck zu erfüllen, genaue und scharfumrissene Bedeutungen haben, wie die mathematischen Zeichen. Um so unverständlicher ist es, wenn die Esperant…

  5. 1927-01-01 · Heft 3 · page 111

    Einzeltatsache unmöglich. Dieser Glaube aber ist Erbe der Antike. Die neue Zeit hat ihm aber ein wichtiges Element hinzugefügt: die Beobachtung. \V hitehead geht in seiner Erforschung des historischen Ursprungs dieser neuen geistigen Tatsac…

  6. 1927-01-01 · Heft 3 · page 112

    aber sie verwandelte ihn mit jener Zwiespältigkeit und Inkonsequenz, welche unsere ganze Zeit charakterisiert, in ein großes Als-Ob. Ihren Todesstoß erhielt nach Whiteheads Überzeugung die mechanistisch-materialistische Weltanschauung durch…

  7. 1927-01-01 · Heft 3 · page 113

    zwei heterogene Dinge: ein physikalisches Weltbild, ein Modell, das sich der Physiker macht, um die Welt zu verstehen und mathematisch zu beherrschen und die Konkretheit der erlebten Tatsachen, Farben und Klänge. Diese Farben und Klänge ßin…

  8. 1927-01-01 · Heft 3 · page 114

    Er glaubt, die quantitative Physik durch eine „qualitative organische" ersetzen zu können und sieht nicht, daß gerade hierin der große entscheidende Wert der Physik beßteht, daß sie alles auf Größe und Messung zurückführt. Darum ist sie gan…

  9. 1927-01-01 · Heft 3 · page 115

    diese Allverbundenheit reicher, wie in einem Brennpunkte konzentrierter, zum Ausdruck und diese Allverbundenheit, diese Anwesenheit Gottes in jeder Kreatur ist der absolute und göttliche Maßstab, mit welchem Whitehead Werk und Fortschritt m…

  10. 1927-01-01 · Heft 3 · page 116

    HANS EHRENBERG AMT Ein Rundbrief Alles in allem, meine Freunde, das Amt ist es, das uns in Gefahr bringt und ßich zwischen uns schiebe…

  11. 1927-01-01 · Heft 3 · page 117

    Ordnung. Man kann aus zwei Sprachen, aus der kündenden Zunge und der wissenden Rede, nur dann eine Sprache machen, wenn man beide Sprachen reden läßt und das eine Mal die geistige Rede geistlich künden, das andere Mal die geistliche Kündung…

  12. 1927-01-01 · Heft 3 · page 118

    ten Himmelshöhen des Glaubens, aus denen die Gewässer tränkend und segnend herniederströmen, auf daß Leben grüne und Geschöpf blühe. Das Amt stirbt im Glauben; d. h. das Blut des Amtes wird für den Glauben vergossen. Das Blut am Kreuze ist …

  13. 1927-01-01 · Heft 3 · page 119

    es nur um der Huren willen, die Betschwestern werden. Wir brauchen sie ebenso, wie wir die Kritik am Pfaffentum des profanen Amtes, die Kritik an der Polizei, brauchen. Im Pfaffentum will das Amt seine Lebenslinie nicht einhalten und sein L…

  14. 1927-01-01 · Heft 3 · page 120

    Mit einer Paraphrase, Freunde, sei geschlossen: Das Amt entbehrt des heilig-heillosen hellen Tageslichtes, und sein Dasein spielt sich hinter der Lebensbühne ab. Nicht unverschalt liegt es vor Gottes Angesicht. Aber Gott schaut durch die Er…

  15. 1927-01-01 · Heft 4 · page 1

    LEO SCHESTOW KINDER UND STIEFKINDER DER ZEIT (Das historische Los Spinozas) Et audivi vocem Domini dicentis: quem mittam? et quis ibit nobis? Et dixi: ecce ego, mitte me. Et dixit: Vade et diees populo huic: Audite audiente9 et nolite intel…

  16. 1927-01-01 · Heft 4 · page 2

    Namen er auch nicht zu erfahren suchte, die ihn aber unumschränkt beherrschte, trieb ihn unaufhaltsam zu dem einen Ziel: um jeden Preis das Geheimnis aus unserem Leben zu verbannen. Die Wahrheit, sagt er, sei nur in dem enthalten, was klar …

  17. 1927-01-01 · Heft 4 · page 3

    Leben, die Menschen vom Geheimnis und von den geheimnisvollen Kräften zu befreien, die alles in ihrerGewalt hielten. Abhängigkeit-selbst von einem allervollkommensten Wesen - erschien ihm unerträglich drückend und qualvoll. Er vertraute nur…

  18. 1927-01-01 · Heft 4 · page 4

    nachdenke! Insbesondre in Anbetracht jener sorglosen Selbstsicherheit oder, wenn man will, jener naiven Vertrauensseligkeit, mit der sie ausgesprochen wurden, und die, nebenbei bemerkt, klare und deutliche Urteile stets begleitet, ut unusqu…

  19. 1927-01-01 · Heft 4 · page 5

    lieh Dinge, die wachen Menschen als übernatürlich erscheinen. Vielleicht ist das somnambule Denken nützlich, ja sogar sehr nützlich. So nützlich es aber auch sein mag, so darf sich doch die Philosophie auf jeden Fall - selbst wenn sich hera…

  20. 1927-01-01 · Heft 4 · page 6

    liehen Angelegenheiten nicht einzumischen: noli tangere circulos nostros. So freudig und begeistert lehrte, dem Geiste seiner Zeit ergeben, Descartes. So lehrten nach Descartes und vor ihm auch viele andere hervorragende Männer des 16. und …