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— 50 — erhielt sie hierzu von der Behörde keine Erlaubnis. Da fügte es ein besonderer Zufall, daß der Sultan eben an einem jüdischen Gaukler Wohlgefallen fand7 der den Mut hatte, sich vom Großherrn die Herstellung der Synagoge als Gnade zu …
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— 51 — Stadt so sehr, daß man über den Künstler den Juden vergaß. Bei einem großen in der Stadt dem Schah zu Ehren veranstalteten Feste war auch Jekutiel als Tänzer zugegen; durch die Anwesenheit des Herrschers zu den außerordentlichsten Pr…
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— 52 — war dieser verschwunden. Verzweifelt flehte er zu Gott und durchsprengte rufend den Wald nach allen Richtungen, bis er endlich seinen Gebieter fand und mit dem Brote den halb Verhungerten erquickte. Am siebenten Tage endlich wurden d…
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… auch bei ernsten Anlässen, wie bei Sehn dt2) zu lesen ist: „die zu handeln keine Gelegenheit oder Mittel haben, nehmen allerhand vor, sogar, daß sich auch einige bey Christlichen Leichen zu musiciren und Trauer-singen bestellen lassen, wie dann Mon…
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— 54 — füllten einen Raum, der Wohn-, Schlaf- und Kochstube zugleich und der kaum vier Ellen lang und breit war. Der Mann spielte Geige, die Frau schlug ein mit Glöckchen behangenes Tamburin, ein Knabe marterte eine Klarinette, daß sie die …
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…wir, was der mehrfach zitierte Bericht von der Winzenheimer Hochzeit aus dem Jahre 1857 darüber zu sagen weiß: „Er (der Chasan) wird jetzt (während des Mahles) zur Unterhaltung die vorzüglichsten Stücke seines Kepertoirs anstimmen, wofür ihm eine…
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…h von ungeeigneten Elementen, zu groß wurde, verbot es 1737 die Amsterdamer Gemeinde ganz, daß künftighin ein „Baß" dem Chasan „zuhalde". Trotzdem finden wir 1796 dort den gelehrten Meyer Kornick als „Baß" angestellt.2) Feste Anstellung gab es ab…
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— 57 — und wirkten nicht bloß beim Gottesdienst mit, sondern traten auch manchmal anderweit in der Öffentlichkeit auf. Die Leistungen dieser Chöre dürften zum Teil selbst höheren Ansprüchen Genüge geleistet haben, da wir in einzelnen Fällen…
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— 58 — wohl auch, daß sich an Sonnabenden oder an Feiertagen ein fremder Sänger mit seiner Truppe in der großen Synagoge hören ließ. Das war nun ein hoher Genuß, dessen man sich nicht genug erfreuen konnte. Diesen Sängern, die aus Russisch …
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…t Jahre später (1717) weiß Sehudt3) aus Frankfurt von den Meschorerim nichts zu berichten, er sagt nur von dem dortigen Chasan: „Das meiste Oren oder Beten in der Schule verrichtet im Nahmen aller der in der Sing-Kunst im allergeringsten nicht er…
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— 60 - Baruch scheamar zur Erscheinung. Hierüber berichtet schon der 1500 geborene Ant. Margaritha:1) „zu Regenspurg vnd auch anderswo, haben sie den gebrauch, das sie dieß gebett in summerszeit eine gantze stunde lang syngen, wie ich denn …
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— 61 — Das anschaulichste Bild von der Sangweise der alten Chasanniin aber gewinnen wir ans einer Schilderung des Königsberger Konsistorialrats Hennig, der 1797 Schlesien und Sachsen bereiste, und seine Reise in Briefen beschrieben hat.1) A…
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…dern manchmal begleiteten sie ihren Gesang — auch beim Gottesdienst — mit einem wirklichen Instrumente. (Schluß folgt.) Ignaz Bernstein Gustav Tuch Fast gleichzeitig sind uns im Januar d. J. zwei Männer entrissen worden, deren einem die Wissenschaft der j…
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… Der Haupt wert der neuen Bibelausgabe liegt selbstverständlich in ihrem illustrativen Teil. Und hier hat der Verlag in E. M. Lilien eine Kraft gewonnen, deren Urwüchsigkeit und Charakter anläge für eine künstlerische Bibelausstattung wie geschaffen is…
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— 64 — schreiten noch jetzt die Fellachen in gestreiftem Oberkleid heran, das bei den Juden der ganzen Welt sich in Form des Gebetmantels erhalten hat. Und wie vor Jahrtausenden, so sitzen auch jetzt noch die unreinen Aussätzigen in den Str…
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…allerweltlichsten Weisen ein. Das reinweltliche Lied hingegen zog sich in die Tiefe des ungebildeten Volkes zurück. Der Chasan und der Marschalek blieben nicht die einzigen Sänger des Ghetto. Das, was der hebräischen Dichtung in deutschen und sla…
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— 66 — die andere aus einem Volksliede, welches die unbefriedigte Liebessehnsucht eines jüdischen Mädchens zum Ausdruck bringt: Nägelech ün Röselech — wachsen in Gurten, Ch'ob g'wolt a Kalle1) wem — Is mir nit geruten. — Als Brody, der zwei…
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…und 18. Jahrhunderts ein Ehrenplatz gebührt, liegt in der Nähe der beiden Hochburgen der galizischen Haskala, Brody und Tarnopol. Der erste Apostel der galizischen Haskala, Mendel Levin, ein Zeitgenosse und Freund Mendelssohns, entstammte einer Zba…
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— 68 — Da beschloß er, anfangs der 50er Jahre, sein poetisches Talent auszuüben und seine Gedichte in jüdisch-deutscher Sprache und hebräischer Übersetzung öffentlich — zunächst wohl nur in exklusiven Kreisen von eingewanderten Maskilim1) —…
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nahegestanden, liebte er es, in den unteren, armen Volkskreisen zu verkehren. Von seinem oft bedeutenden, versteht sich, wie gewonnenen, so zerronnenen Einkommen machte er den edelsten Gebrauch. Es kam vor, daß er an einem Abende 50 bis 60 …