Mannheim
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  1. 1876-01-01 · II. (1876) · page 10

    A seine Einzelheiten noch fortgesezt und ergänzt werden konnte, ein weiterer Ausbau desselben״ möglich schien, konnte das Werk nicht aus der Hand gegeben, musste das alte Verbot, die Halacha niederzuschreiben, aufrecht erhalten werden. Desu…

  2. 1876-01-01 · II. (1876) · page 11

    5 der Kenntniss und Kritik der sie verwerfenden Parteien zu entziehen, musste so lange sein volles und unerschütterliches Ansehen behaupten, als noch wesentliche Theile des Gesezes dem Meinungsstreite und der Discussion in den Lehrhäusern u…

  3. 1876-01-01 · II. (1876) · page 12

    …brachte und das Studium derselben aus Schriftwerken schon im 3. Jahrhunderte von einem der angesehensten palästinischen Amoräer, R. Jochanan, empfolen wurde, so war man schon nicht weit davon entfernt, gelegentlich auch halachische Partieen durch …

  4. 1876-01-01 · II. (1876) · page 13

    verbrennen״. Dieser Grandsaz, der als ein Aassprach R. Jochananfs circulirte und, obwohl er durch eine auf den Namen R. Ismaels lautende Auslegung einer Schriftstelle untersttizt wurde, in Palästina gar nicht auch in allen Parallelstellen (…

  5. 1876-01-01 · II. (1876) · page 14

    gekannt war, hatte in Babylonien eine so weitreichende Geltung, dass selbst gegen die Ausfertigung von Briefen halachischen Inhalts Bedenken getragen und Widerspruch erhoben wurde.2) Wenn man nun bei der Zähigkeit, mit der man an dem ererbt…

  6. 1876-01-01 · II. (1876) · page 15

    breite Oeffnung hindurchgeht.3) Dieses Urtheil ist ganz aus der Zeit geschöpft, deren Bild er vor Augen hatte. Es stellte sich die Vergesslichkeit als eine Erscheinung ein, die wegen der Forterhaltung der mündliehen Lehre Besorgnisse errege…

  7. 1876-01-01 · II. (1876) · page 16

    Tfaeile wurde die nun in eine bestimmte Fassung gebrachte Gemara noch einmal in den Lehrversammlungen wiederholt, wobei in zweiter Revision manche Aenderung vorgenommen wurde 4 5). R. Asche galt wegen der von ihm zu Stande gebrachten Sammlu…

  8. 1876-01-01 · II. (1876) · page 17

    11 Lässt sich zwar die Thatsache, dass R. Asche den Riesenbau des b. Talmuds aus dem reichen Lehrmateriale, das die früheren Geschlechter hinterlassen, aufgeführt habe, nicht bezweifeln, so spricht doch der Inhalt des Talmuds, der zu einem …

  9. 1876-01-01 · II. (1876) · page 18

    12 .p . :\ל -י*{;׳'® empfindlicher, als sie hauptsächlich die Unterdrückung der jüdischen Lehrthatigkeit zum Ziele hatte. Die Abhaltung der Lehrversammlungen, zu denen Tausende von Wissbegierigen zusammenströmten, wurde verboten, und, was d…

  10. 1876-01-01 · II. (1876) · page 19

    Die Unmöglichkeit, die tradirte Gesezeskenntniss durch mündliche Ueberlieferung und öffentlichen Vortrag weiter zu erhalten, liess nur den Weg schriftlicher Mittheilung offen, den man, oh er auch von dem so treu bewahrten Herkommen abwich, …

  11. 1876-01-01 · II. (1876) · page 20

    nischen Pbiruz (485) 10) vollends aufgehört, aber die Furcht vor der Wiederkehr der erlittenen Bedrängnisse musste, da der Fanatismus der Magier damit nicht gebrochen war, in den Herzen fortdauern. Man musste jezt mehr als sonst bei Zeiten …

  12. 1876-01-01 · II. (1876) · page 21

    15 eine reformatorische Massregel von unendlicher Tragweite. Das Bewusstsein, dass damit eine rettende That geschehe, der Lehre des Judentums ein neuer Boden des Bestandes geschaffen werde, war auch dafür ein so reicher Ersaz, dass man mit …

  13. 1876-01-01 · II. (1876) · page 22

    16 und birgt sie in weit angelegten Vorratskammern, es schafft den Talmud. Der Talmud ist nicht das Werk eines einzelnen Mannes, er ist die Schöpfung eines ganzen Volkes und kann daher nicht irgend eine Persönlichkeit als dessen Autor und V…

  14. 1876-01-01 · II. (1876) · page 23

    17 und zu durchdenkenJ1), ist die Erhaltung und die Redaction des babylonischen Talmuds in der Gestaltung und Fassung, in der er uns vorliegt, zu verdanken. Sie haben diesem Werke wol nicht seinen Inhalt, aber sie haben ihm seine Form gegeb…

  15. 1876-01-01 · II. (1876) · page 24

    in dem Heimatslande der Saboräer stattgefundenen geschichtlichen Vorgänge vervollständigt wird, wol geeignet, uns in mancher Hinsicht über die Entstehungsgeschichte des bab. Talmuds aufzuklären. Wir können, indem wir das Leben, Leiden und W…

  16. 1876-01-01 · II. (1876) · page 25

    den Wissensstoff zu wiederholen, so gut wie abgeschnitten. Die Methode der Mündlichkeit, welche ohne den persönlichen Verkehr, ohne Vortrag und öftere Wiederholung, ohne lebhafte Discussion und gemeinsame Durchsprechung der im Gedächtnisse …

  17. 1876-01-01 · II. (1876) · page 26

    …ar nicht selbst diesem Kreise eingereiht, er ist, so wie er sich uns in seinen persönlichen Lehren darstellt, noch ganz Amora, aber er ist doch der Schöpfer desselben, indem er die amoräische Richtung, welche in ihm repräsentirt war, nicht mehr …

  18. 1876-01-01 · II. (1876) · page 27

    einer Lehre auf, deren praktische Durchiiirung den Umsturz aller Rechtsordnung und aller religiösen und gesellschaftlichen Einrichtungen, die bisher bestanden hatten, notwendig zur Folge haben musste. Aufhebung der Familie, Abschaffung des …

  19. 1876-01-01 · II. (1876) · page 28

    und erlangte dadurch, dass der damals regierende König, Kobad sich ihr hingah, einen staatsbeherrschenden Einfluss. Mazdak wurde als der erste Mann des Reiches betrachtet und selbst die Mitglieder der königlichen Familie, die diesem Treiben…

  20. 1876-01-01 · II. (1876) · page 29

    2J dieser Zeit. Sie bilden mit Rabbah Jose, dem Rector der Hochschule Pumbadita seit 475 20), der noch gleichzeitig mit R. Abina gewirkt und doch sie alle überlebt hat, die ältere Generation der Saboräer. Die Geschichte hat von den Saboräer…