Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- II. (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Tfaeile wurde die nun in eine bestimmte Fassung gebrachte Gemara noch einmal in den Lehrversammlungen wiederholt, wobei in zweiter Revision manche Aenderung vorgenommen wurde 4 5). R. Asche galt wegen der von ihm zu Stande gebrachten Sammlung der zerstreuten und nur im Munde der Schüler lebenden Discussionen als der eigentliehe Verfasser der Gemara und wurde darum mit Moses, dem Gesezeslehrer des Pentateuchs, und R. Juda L, dem Sammler der Mischna, in einen Rang gestellt, gleich ihnen als der Schöpfer eines neuen Lehrgebietes jüdischen Wissens betrachtet 6). 4) Bab. bat. 157b אטד רבינא ט ד,דודא ק מ א דר, אשי אמר לן ראשון קנר. מ ח דודא כהרא דר׳ אשי אמר לן יחלוקו. Das Wort מהדורא bedeutet ״Wiederholung“ (vonד.דר ״zurückkehren, nach etwas suchen, es wiederholen“) und erhält hier seinen specielien Begriff ״Wiederholung des Gelernten“ durch das zu dem Stammworte hinzuzudenkende על הלמוד. Man vergleiche die Ausdrucksweise .מד.דר אשמעהתד (Berachot 13b) מהדר תלמודו Berachot 38b und Parallelst. Pesach. 68b). Jizchaki zu Spr. 24,31 (und daher Buxtorf sv. חזר) hat den Ausspruch כל מי שאינו חוזר על תלמודו מתחלה משכח ראשי פרקים vgl. Abot di R. Nathane.24 שב ולא חזר לאחריו Diese Auslegung der betreffenden Schriftstelle variirt im Midrasch z. St. und in Elia sutta c. 16. Die zweite Wiederholung der Mischna, die R. Juda I. vorgenommen, wird j. Sab. I, 1 מחזורה תגיינא (derselbe Ausdruck auch j. Jebamot 1, 2) genannt, welche Bezeichnung mit מהדורא בתרא, wie R. Asche’s gleiches Werk hinsichtlich der Gemara genannt wird, völlig übereinstimmt. Nach Asaria del Rossi (Meor Euajim ed. Mantua 185a ed. Cassel S. 48b) soll im Talmud an mehreren Stellen von der zweiten Recension R. Asche’s die Rede sein ומזה גם כן מצינו בשלהי פ; מי שמת ובכמה דו כתי ר׳ אשי מה דור א קמא אמר לן הכי ומהדורא בתדא אמד לן הכי. In unseren Texten lässt sich jedoch eine zweite Stelle nicht nachweisen. Es wird nur noch berichtet, dass er den Wunsch aussprach, vor seinem Tode noch sein ganzes Wissen in’s Gedächtniss zurückrufen zu können (ואהדדי לתלמודאי Moed kat. 28a) Von dem Fleiss R. Asche’s spricht auch Rabina I. (Baba meziah 75 b, כי׳ש מר דטריד בגירסיה משתלי.) 5) Dem Ausspruche des Palästinensers Hillel b. Vales: ״Von den Tagen Mosis bis zu den Tagen R. Jehuda’s I. finden wir nicht Lehre und Ansehen in;einer Person vereint“ sezt ein Späterer die Bemerkung hinzu: ״So sage ich auch: Seit den Tagen R. Juda’s I. bis zu den Tagen R. Asche’s finden wir nicht Lehre und Ansehen in einer Person vereint.“ (Gitin 59a Synh. 36a). Der Autor dieses Sazes ist zweifelhaft. Ada b. Ahaba, der in Synh. 1. c. als solcher erscheint, ist hier chronologisch unmöglich, es ist sicherlieh Acha b. Raba, wie er an der andern Stelle heisst und wie Scherira (ed. Mainz S. 36) und Nissim (Clavis 2 b) lesen, der in den lezten Jahren R. Asche’s (416—418) Schulhaupt von Pumbedita war.