Mannheim
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  1. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 203

    — 203 — an sich schon ein hohes Verdienst, auch abgesehen von seinem Ausgange. Groß was der Sieg seiner Waffen, größer noch war der Sieg' feiner Seele. In! seiner Weisheit und in seiner Gottesfurcht stellte er alles, was er erkescht hatte, …

  2. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 204

    — 204 - kann dieses hohe Ziel am besten gekennzeichnet werden,. „Mehr Licht", damit eine so finstere Rächt uns nicht mehr umdüstare, wie sie seht auf unserem Erdball lastet; aus dem Wege soll alles geräumt werden, das zu neuen kriegerischen…

  3. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 205

    205 — Cin Brief. Berljin, d^n 25.. Januar 1917. Hochgeehrter Herr Doktor! Auf dem Heimwege fielen mir wesentliche Punkto ein, die bei unserer Unterredung merörtert geblieben sind, andererseits ist Unwichtiges in dey Voidergrund gekommen, fa…

  4. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 206

    — 206 — werden Wirtschaftlich vielfach boykottiert, aus ganzes Industrien hinausgedrängt. in den Lstmarken zwischen Deutschen utld Polen zerrieben. Ter deutschnationale Handlungsgehilfenverband leitet sein« bei Juden angestellten Anhänger z…

  5. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 207

    I Welt, namentlick nur wirken und parli mente notwendig, bnfj lunser Inden geschlossen hin eg 7. Wir müssen a l parteipolitischen >Stell nationale und TüdiiH es das Zentrum tut. riiches Zentrum schaff, vertreten sind. Muß jüdische Parteien,…

  6. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 208

    208 — ob das Einzelindividuum seine vaterländischen Pflichten erfüllt. In dem Augenblicke, wo wir behaupten, daß wir unseren Emanzipationskampf damit beginnen müssen, daß wir in kultueller (nicht kultureller) und ritueller Beziehung Reforme…

  7. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 209

    — 209 — Glaube und fieimat. *) 3on (Oelj. slustizrat Dr. Eugen Fuchs, In seinem Aussg Jrage aufgeworfen, ganisationen denkbar sitzen. Er gedenkt ö jüdischen Glaubens Wartung, das deutsch, …

  8. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 210

    . — 210 — i tionspolitik treibe, hoben Zionisten und Nichtzionisten iis l^en Abwehr kämpfen und Bestrebungen um die Wiederbelebung! des Jutentuiu- Jahr und Tug zusammen gearbeitet. Als im Anschlüsse an Soniban-: Vorträge und seine Schrift ü…

  9. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 211

    — 211 — national, sind wir nur Gäste in fremdem Wirtsvolke, sind wir, wenn wir nicht national-jü risch fühlen, Assimilantkn? Ich habe mich ük er diese Schlagworte schon wiederholt') geäußert. 1. Ich identifiznre die Begriffe Volk und Nation…

  10. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 212

    — 212 - jüDtfcf)cn—Station gelten könnten. Wir sprechen nicht hebräisch«), für uns ist Palästina nicht unser Geburtsland, die Wiege unserer Kindheit, nicht die Grabstätte unserer Eltern; ich kenne es nicht und es ist nicht einmal das Land m…

  11. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 213

    — 213 — Was Achad Haatn doi] sagen, ohne Verstand! and deutsch und suhle jüdish (1878),, der Mißerfolg meiner Habilitations- und Anstellungsbemühungen, mir mein Judentum zum vollen Bewußtseih brachte. Ich bin frühzeitig in die Abwehrbewegun…

  12. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 214

    — 214 — werde, mag er Jude oder Christ sein, und daß ich nicht in allererster Reihe zu dem mich hingezogen fühlen würde, der nicht Deutscher, aber Jude ist. So wie ich. wenn die Erdteile gegenelnanderstetzen, mich auf die Seite der Europäer…

  13. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 215

    brechen, die Ericheinungen heißt, oas eine preisHeben bessere, sondern weil es dos tentni» bis in den Gr!und st jüdischen Geistes und j jüdischen Herze US, jüdischen Gemüts und jüdischen Familiensinns cjmsgeben, wenn es und dos ondere lafie…

  14. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 216

    — 216 - und der Nahrung". Ta lag der Gedanke nahe, ihnen ein neuSs Ideal, eine neue Heimat zu geben. Für die dortige Glaubensnotl erichien ein Heil nur aus der Umsiedlung zu erwachsen. Judenstaast öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte,…

  15. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 217

    richten, was sie sogen oder denken, so werden wir entweder Narren oder Schurken werden. Tabei ist es gleichgültig, ob uns der Radaue.ntife:n:tisr.-.u? der Waffe od der wissenßchaft'ich verbrähncke Antisemitismus des Katheders gegenübersteht…

  16. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 218

    … Staat ist Inda unter, gegangen lind als Volk in alle Winde zerstreut, io daß ein jüdisches NatioLaibewnsttsei» bei der grasten Masse der Westjuden'ganz und gor niw selbst bei denen erlo'chen war, die gute Juden fein wollte» und ai fein glaubte». …

  17. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 219

    — 219 — i \ schwächen, wenn sie den nationalen Gedanken in den Vordergrund stellen, wenn sie aus dem „ Lotte des Buchs" ein leibhaftiges' Wald- und Wiesenvolk machen. D^r Gedanke, in Palästina eine öffentlich-, rcchllich gesicherte Heimstät…

  18. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 220

    — 22(J treiben zu^ können. die sich in die bestehenden Organisationen nicht einfügen wollen und die. weil sie in der Bewegung nicht stehen, durch seichten individuellen Rationalismus die Judenfrage lösen zu können glauben, die in ihrer Naiv…

  19. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 221

    — 221 — Die Kaffe. Bo» Professor Or Franz Oppenheimer (Berlin). Der Begriff der Rasse ist einer der vielfältigsten und deshalb' gefährlichsten der ganzen Soziologie. Er lieg…

  20. 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 222

    — 222 — Als Typus der ersten Hauptart: Rasse als Anfang, wollen wir den Grafen Gobineau. als Vertreter der zweiten Hauptart. erste Unterart: Rasse als dauerhaftes Endprodukt einer langen .Zuchtwahl. Rasse als veränderliches Endprodukt einer…