Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 6 (10.12.1917)
- Date
- 1917-12-10
- Page
- Seite 203 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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— 203 — an sich schon ein hohes Verdienst, auch abgesehen von seinem Ausgange. Groß was der Sieg seiner Waffen, größer noch war der Sieg' feiner Seele. In! seiner Weisheit und in seiner Gottesfurcht stellte er alles, was er erkescht hatte, in den Dienst des Göttlichen. Viele Feldherren verstehen zu siegen, aber nicht alle Sieger verstehen, den Sieg zu benützen; er verstand beides. Erhebend ist e^ zu lesen, wie er. der siegende Held, „in jenen Tagen" seine Siege die Lanipen auf dem Leuchter anzündete, damit sie im Tempel leuchteten". Keinen Triumphzug veranstaltete er, seinen Ruhmestitel erstrebte er, nur das heilige Licht entzündete er. Makkabäerfest wetden die zur Erinnerung an eingesetzten Gedenktage genannt; Chanukkah, Weihefest, ist der Name. Welche abgeklärte.Weisheit ist in dieser Bezeichnung enthalten. Nicht der Sieg über die Feinde, nicht der Ruhm de Ziel der Kämpfer; die Weihe des entweihten des bedrohten Judentums waren die makkabäischen Kriegsziele. Heilig war das' Ideal, für das er kämpfte, heilig die Mittel, mit denen er kämpfte, heilig auch das Ziel, das er als Siegess reis erkor. Wenn wir Licht die Weisheit des Israels vor Erlöschen nicht auf das Verwar. — Im Talmud Nicht Siegesfest, nicht den -klassischen Kampf s Liegers waren das Tempels, die Rettung. die Weihelichter artzünöen, strahlt uns aus deren starken Helden entgegen. Er wollte das Licht bewahren und bekunden, daß sein Kriegsziel gängliche, sondern auf das Göttliche gerichtet wird darüber gestritten, ob die Anzahl der Lichtcsr während der Festes Woche zunehmen dder abnehmen soll. Israels Lehre hat entschieden, daß das zunehmende Licht das Wahrzeichen des Festes sein soll; diese leligionsgeietzliche Entscheidung ist aus dem Geiste der Makkabäer heraus geboren. s.Mchr Licht" war und ist in Israel zum Wahrwort geworden. „Mehls Licht" nach innen.und nach außen zu verbreiten, war stets die Bestsmmung des Judentums. Gewiß gab es auch Zeiten, IN denen äußere Drangsale düstere Nacht über uns ausbreiteten und das Licht abnahni; kaum war aber die Nacht geschwunden, da leuchtete von neuem das Licht der reinen Erkenntnis und der lauteren Gottesfurcht. 'Noch heute strahlt das Judentum in demselben Lichte, wie einst „in jenen Tagen", es wird leuchten und leuchtsn. ämmer Heller und Heller — so verheißen unsere Propheten —, bis! die ganze Welt vom Lichte Gottes verklärt sein wird. , Wie „in jenest Tagen" der Krieg bis zur Tisnipelweihe 3l/2 Jahre dauerte, so sind ajuch „ch unserer Zeit" bis jetzj 3V£ Jahre vorllbergegangen, seitdem die Khiegssackcl in die Nationen geschleudert wurde. Unter schweren Geburt^wehen will und soll sich die Welt verjüngen und erneuern; no,h sino die Würfel des Krieges nicht gefallen; nicht prophezeien wollers wir,!wie die einzelnen Völkcjaus dem Weltkriege hervorgehen werden. Nur das eine wissen isoir, daß e i n hohes Kriegsziel allen Völkern vorschwebt. In den Porten «Mehr Licht"