Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 6 (10.12.1917)
- Date
- 1917-12-10
- Page
- Seite 210 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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. — 210 — i tionspolitik treibe, hoben Zionisten und Nichtzionisten iis l^en Abwehr kämpfen und Bestrebungen um die Wiederbelebung! des Jutentuiu- Jahr und Tug zusammen gearbeitet. Als im Anschlüsse an Soniban-: Vorträge und seine Schrift über die Zukunft der Judfn sich zuerst d:-. Gegensätze süblbar machten, habe ich zur Einigkeit ustd gemeinsamer Weiterarbeit im Zentralverein gemahnt. „Um fein |— des Zentral Vereins — Banner können und sollen alle Juden sich scharen, ohne Unterichied ihrer religiösen und politischen Richtung, xnögen sie^srei sinnig oder rechtgläubig, zionistisch oder nichtzionistisch sein . . . 'sehen Sie mehr auf das, was uns eint, als auf das, was uns trennt. Ob die Juden noch Volk, Nation, Nasse oder nur eine soziale und religiöse Gruppierung sind, ob es möglich sein wird, ein jüdisches Zentrum zu bilden, das nicht bloß den heimatlosen östlichen Juden eine Heimat bereitet, sondern allen Inden der ganzen Welt Vorbild und Hoffnung für die Zukunft sein wird, ob es wahr ist, daß der jüdische Geist zur Zeit heimatlos ist und eine Heimat erst gesunden haben wird, wenn eine reale Heimstätte für das Volk gefunden sein wird, darüber mögen die Meinungen auseinander gehen. Die Zionisten erhoffen es, die Nichtzionisten glauben nicht daran. Aber diese Differenzen dürfen uns in unserer Streitgenossenschaft nicht trennen, nicht dazu bringen, das Banner zu verlassen, das der Zentralverein aufgestellt hat, um die zu sammeln, denen es ernst darum zu tun ist, hier auf dem Boden des deutschen Vaterlandes unsere volle Gleichberechtigung zu erringen. „Wir wollen . . . vereint marschieren, wenn auch in weiter Ferne die Wege auseinander gehen *) ..." 3. Leider haben sich diese meine Wünsche nicht erfüllt Die Gegensätze haben sich verschärft. Sie haben in der Versammlung vom 30. März 1313 zu der meinem Fassungsentwurf im wesentlichen entsprechenden Resolution geführt, in der der Zentralverein erklärte, daß wir die deutsche. Judenfrage nicht international lösen, und von dem deutschen Zionisten, der ein deutsches Nationalgefühl, leugne, lief* nur als Gast in fremdem Wirtsvolke und national n u r als Jude fühle, uns trennen müßten?) III. . Während ich der Hoffnung Ausdruck gegeben habe, daß wir un» nickt von vielen werden zu trennen brancken. und eine lange Strecke, vielleicht den ganzen Weg. mit der Mehrzahl der Zionisten werden zusanimengehen können, während ick eine Erklärung unserer Zionisten j erwartete, daß sie auch d e u t s ch - national und sich nicht als bloße Gäste in Deutschland fühlten, soll nach Auslassung der Zionisten durck die Resolution zwischen ihnen und den Zentralvereinlern ^das Tischtuch zerschnitten lind der Bruch geschaffen sein. „Hie Nationaljude. .hie Asiimilant ist jetzt die Losung, die von ihnen geprägt ist. Prüfen wir die Schlagworte. Sind die Juden eine besondere Nation (Volk Rasse), sind wir jüdischen Deutschen jüdisch - national oder deutsch '> .Im reittschen «eichlg. x. R) I«l2. «eite «05. ') .I. T. ,:ii3. Sette