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118 heitskämpfer, ob Leninisten oder Pazifisten, für die Abschaffung ihrer Volks- und Sprachgemeinschaft. Hier aber zeigt sich eine Besonderheit der jüdischen Situation. Nur den Juden bewegt in den verschiedensten Abwandlungen das eigentüml…
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119 auf Schritt und Tritt mit dem allgemein-menschlichen den Ausgleich zu finden hat. Dies alles besagt nicht, dass der Jude von Natur aus eine besondere geistige Struktur habe, vielmehr, dass die Verhältnisse, in welche er als denkendes un…
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120 für den allmenschlichen Zweck die Bewahrung des jüdischen Bewusstseins ist. Man könnte freilich einwenden, dass auch das Wirgefühl des Katholiken über viele Völker und Sprachen reicht, schliesslich auch das Wirgefühl des Esperantisten o…
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121 einen ursprünglichen Mittelpunkt. In ihm sammelt sich alles geistige Schwergewicht, so wie alle Energien von ihm ausgehen. Der jüdische Mensch hat aber nicht nur einen Mittelpunkt; er lässt sich nicht durch einen Kreis symbolisieren. Au…
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122 Viele, die nach der Geschlossenheit kreishaften Lebens verlangen, treiben den Pulsschlag des einen Herzens so sehr an, dass sie den des anderen nicht mehr zu hören vermeinen. Es ist darum auch kein Einwand gegen die elliptische Situatio…
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…klichkeit ist, sondern, wenn ich so sagen darf, auch ein Programm. —«»— Aus den Anfängen unsrer Schriftübertragung. Von MARTIN BUBER. Der folgende Aufsatz ist Franz Rosenzweig, dem frühverstorbenen Mitarbeiter an der neuen Bibelübersetzung gewidmet. D.…
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…lt der Gegenwart eingestellt werden will, neu, nämlich in seiner Ursprünglichkeit erneut; warum — und wie. Als nun 1923 Franz Rosenzweig, mit der Übertragung von Gedichten Jehuda Halevis beschäftigt, sich häufig an mich um Rat wandte, und wir bald dazu gel…
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…, als eigenes Werk. Dieser Brief eines durchaus deutschstämmigen Christen1) mutete mich wie ein Zeichen an. Ich las ihn Franz Rosenzweig vor und fügte hinzu, ich sei geneigt auf den Vorschlag einzugehen, aber nur, wenn er, Rosenzweig, mitmache. Ich merkte,…
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126 erwiesen, dass Luthers „Altes Testament" in alle Dauer ein herrliches Gebild blieb, aber schon heute keine Übertragung der Schrift mehr war. Nun übernahm ich es, eine Verdeutschung des ersten Kapitels der Genesis nach meiner Auffassung …
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…rieben, „wird ja wahrscheinlich nur die der gründlichen Muse (Diotima und Xanthippe in einer Person) sein, wie Ihre bei Jehuda Halevi. Aber das ist, wie Sie ja aus diesem Beispiel sehen, nichts Kleines." „Seine Rolle" ist, obgleich er auch später bei de…
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128 deutschung der Schrift versuchen müsste, von der Geschriebenheit des Wortes auf seine ursprüngliche und in jeder echten Vorlesung wieder laut werdende Gesprochenheit zurückzusehen. Daraus ergab sich, dass der Text der Übertragung in nat…
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129 soll. Wenn z. B. gesagt werden soll, dass der Gottesbote dem Bileam auf eben die Art gegenübertritt, wie Bileam seiner Eselin gegenübergetreten ist, so geschieht das dadurch, dass in beiden Fällen immer wieder dieselben (zum Teil recht …
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130 seits". Aber in Wahrheit hatten wir einander bekehrt. 5. Rosenzweig hatte richtig erkannt, dass für mich eine der wesentlichen Aufgaben der Schriftübertragung „das Aufgraben des hebräischen Gehalts des einzelnen Worts" war. Ich war im L…
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131 meinsames Erringen folgte, innerhalb dessen mitunter nicht mehr auszuforschen war, was dem Denken des einen, was dem des andern entstammte. — Als ich Rosenzweig das Buch „Im Anfang" (in der ersten Fassung) gesandt hatte, erhielt ich von…
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…dreiviertel Jahr schon macht die Uhr ticktack, seit zuerst wir schmeckten dieser Arbeit Schmack, Von den Siebzig bis zu Raschi und R'dak, Neuere dazu, Jud', Christ, ein ganzer Sack, — zurufts uns aus zwei Jahrtausenden: chasak! Zwar auch mächtig …
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…be Posuk unsres Psak, manche harte Nuss auf unser kritisch „knack!", wir einander rufen uns: w'nischasak! Von Professor SAMUEL KRAUSS, Wien. Bei der Hochzeit eines jüdischen Paares sehen wir zunächst etwas, was nicht anders als »grosse Aufmachung« bezei…
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134 wie man es heute noch tausendfältig macht, viel eher etwas, was uns an das Himmelsdach über unseren Köpfen gemahnen kann, ein Schirm auch, der vor Sonnenglut und Regenguss schützen soll. Für die aufgeworfenen Fragen findet man nirgends …
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135 setzen soll. Wenn das der Fall ist, wozu noch die Chuppa? Und welche neue Symbolik hat man für sie gefunden? Gar keine! Jenes Alleinsein begründet übrigens der Talmud damit, dass der Mann die Gelegenheit habe, über die natürliche Schamh…
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136 Die Männer der Aggada haben sich nun in der Weise auch das Paradies des ersten Menschenpaares .ausgemalt, und mit Recht, denn das von Gott geschaffene Paradies musste doch zumindest so schön sein, wie das von Menschenhand geschaffene, w…
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137 legen. Es kam nämlich vor, dass manchmal die Braut aus einem Nachbar- oder noch fernerem Orte geholt wurde, und so soll die Strasse aufgespritzt worden sein. Aber davon kann nicht die Rede sein, denn »aufspritzen« ist was anderes und »d…