Mannheim
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19071914
  1. 1911-10-01 · 10 (10.1911) · p. Seite 12

    ... — 12 — ' - III. Verhältnismässig stärkere Hinneigung zu Aberglauben und Zauberei. IV. Inhalt der Sittlicbkeitsvorschriften. 1. Stärkere Betonung des Glaubens als des sittlichen Handelns. 2. Einzelne Anwendungsgebiete sittlichen Verhalte…

  2. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. [Seite]

    Es wird gebeten, das Blatt in Umlanf zn setzen. Weitere Abdrücke versendet auf Wunsch unentgeltlich der Verband der Deutschon Jaden Berlin W. 85, Potsdamerstr. 45. Ho. 11. ( Juni 1912. Korrespondenz-Blatt des Verbandes der Deutschen luden h…

  3. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 2

    …r AmOB 3,2 „Nur euch habe ich erkannt aus allen Geschlechtern der Erde, darum ahnde ich an euch alle eure Sünden"; oder Jeremia 11,4 „Höret auf meine Stimme und handelt in allem so, wie ich es euch gebiete, so ■werdet ihr mir zugehören als Volk un…

  4. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 3

    …asser populärer ethischer Schriften knüpften an diese Gedankenkreise an und suchten sie weiter zu verbreiten. So findet Jehuda ha-Levi (im Kusari I 95), der mit besonderer Liebe die bedeutsame Stellung Israels zeichnet, ihre innere Begründung in der Tats…

  5. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 4

    Stammvater seiner leiblichen Nachkommenschaft, sondern der Vater aller Menschen, die den Weg der Tagend wählen, Abraham ist somit, schreibt Maimonidesj an den Proselyten Obadja, nicht weniger dein Vater als der meinige; - er ist der Vater a…

  6. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 5

    die innige, unauflösliche Verbindung von Religion und Sittlichkeit zu erzielen. Es war eben die Botschaft vom Sittlichhandeln als dem erhabensten Gottesdienst, die zu verkünden Israel erwählt ward, und durch sie gerade wurde die Schranke de…

  7. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 6

    seinem innersten Kern in jener alten Lehre angebaut und ausgebildet war und längst praktisch verwirklicht wurde. Auf Grund dieser Formel erhöht sich uns nun die Ueberzeugung von der religionsbildenden Kraft des Glaubens an die „Erwählung Is…

  8. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 7

    ist, in Unabhängigkeit Welt und Dasein zu werten, dass es die Einsicht in den Wert und in die sieghafte Gewalt der Gedanken ist, als deren Träger man sich fühlt, umsomehr festigt sich die Erkenntnis, dass diese Lehre fdr uns eine Energieque…

  9. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 8

    I I ' - 8 - machenden Glaubens ist damit vermieden, die Ausschliesslichkeit der Erwählung lässt die Vorstellung einer Ausschliesslichkeit des Heils nicht zu, ganz abgesehen davon, dass im Mittelpunkt der jüdischen Gedanken überhaupt nicht d…

  10. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 9

    …te unter diesen sieht einen Juden. Vielleicht sind wir deshalb noch immer die grossen Ungekannten auf Erden. Allerdings Heinrich von Treitschke hat einmal behauptet, wir Juden hätten die merkwürdige Eigenschaft, uns zu multiplizieren; wenn irgendwo zwanzig von un…

  11. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 10

    Aber wenn wir so auch seit jeher in der Opposition sind, so treten wir doch den anderen Religionen mit bereitwilliger Anerkennung ihrer Bedeutung gegenüber. Unsere Geschichte schon hat uns die Toleranz gelehrt, und zwar nicht blosä die, die…

  12. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 11

    - 11 — fragenreich und übriglassend. Zu der Bibel kam dann die mündliche Lehre, der Talmud, und auch Beine Art ist es, dass er nie und nirgends fertig ist. Dasselbe sehen wir im Mittelalter. In ihm ist eine Besonderheit die Fülle von Kommen…

  13. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 12

    Mann un3 mit dem Antlitz des Philosophen an, des Menschen, der trotz allem über den Dingen bleibt, über den ärmlichen, kümmerlichen Dingen, und mit eigenen Gedanken nach Anfang und Ende von allem fragt — ein Mensch, den das Leben zu Boden b…

  14. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 13

    - 13 - er das für sich tue. Es kann nicht heissen: Kirche und ülaubensselbständigkeit, sondern, nur: Kirche oder Glaubensselbständigkeit. "Weil wir diese Selbständigkeit seit altera haben, darum haben wir keine Kirche bilden können, sondern…

  15. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 14

    — 14 — Gesichter auf Erden, und, wie ein Wort unserer Weisen sagt: „Gott hat sie alle geprägt". Es können nicht alle in derselben Weise sehen und denken und glauben, und der Fortschritt der Zeiten besteht ja nicht so sehr in dem Gleichmache…

  16. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 15

    …ie wir führen, eine Sondertümelei, oder ist sie nicht vielmehr die Sache der Menschheit, die Sache der kommenden Taget! Leopold von Ranke hat es ausgesprochen: „Das Ghrösste, was dem Menschen begegnen kann, ist es wohl, in der eigenen Sache die allgemeine z…

  17. 1912-06-01 · 11 (6.1912) · p. Seite 16

    Wie ist die wahre liebe zu Gott beschaffen? Die Liebe zu Gott muss Btark und mächtig sein, so dass der Mensch mit seiner ganzen Seele in Liebe Gott angehört. Diese Liebe zu Gott muss so tief in ihm wurzeln, dass ihn die Sehnsucht nach Gott …

  18. 1912-10-01 · 12 (10.1912) · p. [Seite]

    fEs wird gebeten, das Blatt in Umlauf zu setzen, sendet auf Wunsch unentgeltlich der Verband der Deutschen Jaden, Berlin Vf. 85. Potsdamerstr. 46. Tlo. 12. Oktober 1912. Korrespondenz-Blatt des Verbandes der Deutseben luden herausgegeben vo…

  19. 1912-10-01 · 12 (10.1912) · p. Seite 2

    "Wiedergaben des gegnerischen Standpunktes, gegen den angekämpft wird*), hier und da werden auch gegen den Verband Aeusserungen und Anträge, die von anderen herrühren und vom Verband weder veranlasst noch gebilligt sind, ins Feld geführt, s…

  20. 1912-10-01 · 12 (10.1912) · p. Seite 3

    Es wäre nicht ohne Interesse, wenn Herr Rabbiner Dr. Münk-Berlin, der in den letzten Jahren wiederholt — wenn auch nur in einzelnen Angelegenheiten und unter Vorbehalt — mit Kenntnis der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen…