Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Volume
- 6 (1912)
- Issue
- 12 (10.1912)
- Date
- 1912-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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fEs wird gebeten, das Blatt in Umlauf zu setzen, sendet auf Wunsch unentgeltlich der Verband der Deutschen Jaden, Berlin Vf. 85. Potsdamerstr. 46. Tlo. 12. Oktober 1912. Korrespondenz-Blatt des Verbandes der Deutseben luden herausgegeben von dessen Generalsekretär Dr. Max J. Loewenthal-Berlin. , ^■■^M i _____——■_L ______---..... .- —I -■ Durch Aufnahme eines Aufsatzes in dieses Blatt übernimmt der Verband nicht die Vertretung Jeder darin enthaltenen Meinungsäusserung oder Anregung. . Der Nachdruck aller Artikel ist gestattet.--- * ■ Die Separatisten und der Verband der Deutschen Juden von Felix Makower. Herr Provinzialrabbiner Dr. Cahn-Fulda hat einem früheren Bach, in welchem er „die Verbände" angriff, neuerdings ein anderes Buch folgen lassen, in dessen erstem Teil er den Verband der Deutschen Juden, insbesondere dessen Tätigkeit anlässlich des preussischen Volksschulgesetzes, behandelt, und in dessen drei anderen Teilen er — allerdings unter Einstreuung einzelner Bemerkungen allgemeinerer Art — sich gegen die mittelparteiliche und die liberale Auffassung des Judentums und einige ihrer Wortführer wendet. Da der Verband der Deutschen Juden satzungsgemäss sich nicht in den Kampf der verschiedenen religiösen Auffassungen vom Judentum zu mischen hat, sondern die gemeinsamen Interessen aller vertritt, die sich — gleichgültig, ob nach Meinung eines anderen zu Recht oder zu Unrecht — als Juden bezeichnen, so interessiert den Verband nicht jene Polemik gegen bestimmte religiöse Meinungen; daher ist auf die drei letzten Teile der Cahnschen Schrift hier nicht einzugehen. Dagegen kann der erste Teil jener Schrift nicht ohne Erwiderung bleiben, denn — wie aus einem empfehlenden Rundschreiben der Herren Biberfeld, Münk-Berlin und Lange zu entnehmen ist — stellt sich ein, wenngleich eng umgrenzter, Kreis von Personen auf den Boden jener Schrift und versucht ihre Verbreitung als Kampfmittel gegen den Verband. Das Buch enthält zahlreiche Wiederholungen, und in den Einzelheiten der Beweisführung finden sich mehrfach rechtliche Irrtümer und nicht immer genaue