Mannheim
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  1. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 42

    42 die Menschen im Frieden unter dem Weinstock und dem Feigenbäume sitzen und die Erde voll sein wird von der Erkenntniß Gottes, wie die Meere voll sind von Wasser. Das Buch Hiob weiht uns in die Geheimnisse,der Vorsehung und der göttlichen…

  2. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 43

    48 wollen, da kommen die Tage des Unglücks, nnd er wirft sich voll aufrichtiger Reue in seine Arme. Die Sänger Zions verlassen den geheiligten Boden und hängen ihre Harfen weinend an den Weiden und Strömen BabelI auf. Und als die Sieger ihn…

  3. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 44

    Ich halte hier inne. Ich hätte Ihnen gern noch Einiges von der chaldäischen und der syrischen Literatur 'gesagt, von denen die Eine ganz jüdisch und die Andere ganz christlich, während die Eine wie die Andere eine Dienerin der hebräischen L…

  4. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 45

    …n. Dem entsprechend beruht der Glaube an seine Lehre nicht auf Wundern, sondern auf eigener Wahrnehmung des Volkes, wie MaimonideS, Absch. ״Jessode Hatorah“ (Grundlagen der Lehre), 8, 1 lehrt: ״Israel glaubte nicht an die Lehre Mose'S, wegen der Wund…

  5. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 46

    46 t eine andere Religionsrichtnng, die das Wunder zu ihrem Ausgangspunkte nimmt, drückt sich Maimonides hier und im Folgenden: so ausführlich und so betonend aus, um im §. 3 zu erklären, warum ein falscher Prophet, sollte e…

  6. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 47

    47 thnm keinen bevorzugten Stand der Lehrer. DaS Lehramt war nicht Privilegium. War auch der Stamm Levi, waren besonders die Ahroniden zu Rose'S Zeiten znm Lehren vorzüglich geeignet befunden, so sagt doch Mose selbst (4 B- 11, 29): ״Wollte…

  7. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 48

    48 pheten später als Lehrer in den Vordergrund traten. Die Prophetenjünger aber gehörten allen Stammen, Familien und BerusSarten an; keine äußere Schranke war gejogen, nur det Geist war es, der sie mehr oder minder zu Propheten befähigte. A…

  8. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 49

    <o Talmuds: ״Drei fronen giebt e*, bte frone deSPriestetr« thumS, sie, gehört dem Hauke Lhrons; die fröne der Herrschaft, sie gehört dem Hause David; bi« frone der Lehre, wer sie sich aneignen will, komme und erwerbe sie«)." — ES konnte sic…

  9. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 50

    00 (4, 7) die Lehre «eder zum Erwerb erniedrigen noch jut Befriedigung des Ehrgeizemißbrauchen dürfen. Di« Lehrer standen mitten im Volke ohne irgend einen Ansprach, und ragten nur durch Seist und Misten hervor. Und fv wie Jeder lehren durf…

  10. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 51

    01 schlecht war vom Lernen nicht ausgeschlossen; es heißt vielmehr (5 B. SK. 31, 10 — 12): ״Je nach 7 Jahren im Erlaßjahre . . . lies diese Lehre vor ganz Israel... versammle das Volk, Männer, Frauen »nd Kinder .. Und so hielten eS auch die…

  11. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 52

    Dogmatik schwärmen, so»den! in ibrer Anmaßung darin dm Ton angeben und alle diejenigm vom JudenthM auSschließen möchten, welche nicht genau der Anschauung und der Norm folgen, die sie als die einzig wabre ermittelt zu haben wähnen. indem si…

  12. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 53

    bfffetiren die Ansichten über die Art der Vergeltung. Vgl. AFbo, ,.Ikkarim“ '1 u. 2. — Ebenso wurde die Lehr- und Denkfreiheit in den Entscheidungen der praktischen Gesetzesübung streng gewahrt. Zwar galt zur Zeit des Tempels in zweifelhaft…

  13. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 54

    14 Diese» rationelle Princip, weder der Autorität eine» Einzelnen, noch irgend einem Wunder, noch auch einer prophetischen Stimme einen Einfluß auf die SesetzeSentscheidung zu gestatten, sondern streng nach den.Hermeneutischen Regeln und de…

  14. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 55

    tief R. ®liefet: ״Vom Himmel herab möge meine Anficht bewiesen werden!" Und eine Stimme (קול ra) vom Himmel ließ sich vernehmen: ״Was streitet ihr mit R- Elieser, dessen AuSspruch in Allem maßgebend ist?" Da richtete R. Josua sich aus und r…

  15. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 56

    -6 sich beruhen läßt und in den inner« Kern dringt, der muß darin gerade mit leuchtender Klarheit das au-ge« sprachen« Princip der streng rationellen Entscheidung finden "). Es findet hier eine Steigerung der Wunder Statt; der Baum rückt vo…

  16. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 57

    % Aushören der Prophetie , Prophetenstelle vertrat, für Ht. Elieser ejntreten. Aber R. Josua steht auf seinen Füßen (עסד על רגליו), läßt sich feinen Standpunkt nicht verrückest und ruft: Der Himmel hat selbst sich seiner Einmischung in das …

  17. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 58

    SB mit der Torah dem Menschengeiste anheimgegeben sei, ähnlich dem Ausspruch bei Bestimmung des Kalenders und der Feste, wo es heißt (״ :(ר*ה כ*ד ופיתDie Feste, meine Feste, von mir anerkannt, wie ihr sie ansetzet, solltet ihr auch irren" (…

  18. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 59

    denn Großes hiermit gesagt sei? — Erinnern wir unS aber, daß es zweierlei Meinungen gab, daß die Samaiten (בית שמאי) für Einschränkung der Lehrfreiheit waren und meinten, man solle nur einen weisen, bescheidenen Men» schen unterrichten, die…

  19. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 60

    60 Kinder das Verdienstliche der Forschung in der Lehre einprägen: so wird es einleuchten, daß nicht nur R. Josua,, sondern jeder Einsichtsvolle diesen Ausspruch köstlich sinden muß. Weiter heißt es, predigte R. Elieser ben Asarja: Die Tora…

  20. 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 61

    61 des Äenschen zu läutern und es dem wahren Leben zuzuführen; (ähnlich dem Ausfprnch: לצרף הבריות נתנו). — Glaube aber nicht, führt 91• Elieser fort, daß die Lehre veränderlich und beweglich sei, wie jener Stachel in der Willkühr des Acker…