Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 65)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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61 des Äenschen zu läutern und es dem wahren Leben zuzuführen; (ähnlich dem Ausfprnch: לצרף הבריות נתנו). — Glaube aber nicht, führt 91• Elieser fort, daß die Lehre veränderlich und beweglich sei, wie jener Stachel in der Willkühr des Ackermannes: nein, sie ist fest, wie ״der Nagel" in der Wand. Die Lehre ist nicht der Veränderung unterworfen. Oder meinst du, daß sie, mit Nägeln in den Wänden verglichen, wie diese mit der Zeit gelockert werde, daß also die Lehre veralten könne: so belehret dich der Ausdruck נטועים, daß sie eingeschlagen ist wie Planzen (von ונטע. Wie diese, je länger in der Erde desto tiefer Wurzeln -fassen, sich vermehren und ausbreiten, also auch die Lehre, die als Wahrheit mit der Zeit nur wächst, immer tiefer erfaßt, immer weiter verbreitet wird. — Bei solch' geistiger Ausfasiung kommt es aber auf Einzelheiten wenig an. Mögen immerhin die Einen dieser, die Andern jener Meinung fein ׳, gründen sie sich ans Vernunft und Glauben so gelten beide als wohlgefällig vor Gott und ein Geist, der göttliche, wehet in ihnen (אלו ואלו דברי אלהים ת״ט). In diesem Sinne fährt R. Elieser fort: ״Männer der Versammlung", das sind die Weisen, die in Schaaren getheilt zusammen weilen; die ©tuen Erklären für unrein, die Anderen stk^rein; die Einen verbieten, die Anderen erlaubeit; die Eilten erklären Etwas für untauglich, die Anderen für tauglich. Niln dürfte aber Jemand klagen: Wie soll ich Torah lernen? Woran soll ich mich halten? Darum heißt cs, fährt 9t. Elieser fort, ״Alle sind von einem Hirten gegeben." Ein Gott hat sie gegeben, ein Volkslehrer (Mose) sie verkündet, der Ewige redete alle hiese Worte. (Exod. 20). — Wie immer der Geist des ehrlichen Forschers den Sinn des Wortes erwittelt,ו also ist Gott wohlgefällig. — Freilich ist dies nicht auf Bequemlichkeit angefangen, heißt es weiter, du