Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 47)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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48 wollen, da kommen die Tage des Unglücks, nnd er wirft sich voll aufrichtiger Reue in seine Arme. Die Sänger Zions verlassen den geheiligten Boden und hängen ihre Harfen weinend an den Weiden und Strömen BabelI auf. Und als die Sieger ihney zuriefen: ״Singet unS den Gesang Zions", antworteten sie: ״Wie könnten wir die Gesänge des Herrn auf einem fremden Boden singen?" Dies ist Poesie, die stets eine Saite in den Herzen aller Menschen nnd aller Zeiten wird vibriren machen. Dies ist Poesie der Menschheit! Ja, wenn der große lyrische Dichter der Römer, von dem Onintilian sagt: lyriconim fere 801ns legi dignus, wenn Horaz, nachdem er Pyrrha, Chloö, Lydia, MäcenaS nnd Augnstns besungen, zu ernsteren Betrachtungen sich wendet, zu seinen ״carmina.non prius audita“, die er dem ״profanum vulgus“ nicht mittheilen will — ist eS nicht, als ahmte er die Psalmen oder den Prediger nach, wenn er singt: , Est ut vi 10 vir latius ordinet Arbusta sulcis; hic generosior Descendat i!> campuin petitor Moribus liic, meliorqae tama Contenddt; illi turba clientiuin _ _ Sit majorr.aequa lege necessitas Sortitur insignes et iinos: Omne capax movet urna noinen "). ") Mag der in breiteren Furchen, als Andere Baumreihen pflanzen, dieser ein edlerer Bewerber, niedergehen ins Marsfeld, - *• Dieser durch Sitten und Ruf im Vorrang Wetteifern, jenen größere Klientenschaoir Umgeben: gleich löst uns die Nothwendigkeit Den Hohen, wie den Niedern, alle Namen umfaffet die Schicksalsurne.