Mannheim
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  1. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 99

    …Zions, seines Tempels und seines Dienstes bezüglichen Stellen grundsätzlich entstellt, — alles Reformen, welche, wie R. Akiba Eger, das Hamburger Rabbinat, der auch hier sehr weitblickende R• Moses S.ofer erkannten, ja, selbst die Vertreter der radik…

  2. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 100

    …ger Neuerungen in recht verführischen Worten darzutun. Indessen hatteR.AkibaEger bereits vorher (Adar 1818) sich mit R. Moses Sofer, dem eifrigsten Kämpfer für die Wahrung der Tradition, wie später mit den meisten Grossrabbinern Deutschlands und Oeste…

  3. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 101

    …che wieder anordnete (§ 6 des Weimarschen Edikts von 1823) und sich mehrere in ihrem Gewissen verletzte Hausväter an ß. Akiba Eger dieserhalb gewandt hatten, beruhigte sie dieser mit der festen Zuversicht auf die Gerechtigkeit und Toleranz der ßegier…

  4. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 102

    …derung durch die weisen, rationellen Massnahmen und die lieberhafte, rastlose Tätigkeit des greisen Menschenfreundes R. Akiba Eger. Seine umsichtige Fürsorge für eine geregelte Lebensweise der Armen, sein einflussreicher, echt jüdischer Appell an die…

  5. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 103

    …kanntlich die Krankheit in den meisten Fällen beseitigt wird.“ Infolge dieses Berichtes zeichnete der preussische König Friedrich Wilhelm III. ß. Akiba Eger durch das auch in der Staatszeitung veröffentlichte Kabinetschreiben vom 5. September aus, in welchem de…

  6. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 104

    41 fest 5592“ (1831) bekanntgeben131). Danach durfte, um die durch das Zusammensein vieler Menschen gesteigerte Gefahr zu meiden, nur die Hälfte der Synagogenplätze besetzt werden, indem nach Bestimmung des Loses die Inhaber der ungeraden P…

  7. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 105

    nidre-Gebet ausgelöscht und ausnahmsweise vor dem Neila-Gebet wieder angezündet (16)33י). Im Gemeindehause, als der Centralstelle aller Synagogen, hielten sich abwechselnd zwei Aerzte auf, die, gemäss der eindringlichsten Mahnung E. Akiba E…

  8. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 106

    …aller geschäftlichen Beziehungen mit dem Nachbarlande völlig brach legte, verschlossen waren. Infolgedessen sah sich R. Akiba Eger veranlasst, wie öfters in früheren Zeiten, zu Gunsten seiner Gemeinde, in einem, in klassischem Hebräisch abgefassten S…

  9. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 107

    44 der Oberrabbiner Eiger in dieser Hinsicht tun und lassen wird, — heisst es daselbst — ist mein Wille“. Doch stellte er die Bedingung, dass zwei Dritteile der Summe zu Gunsten des Krankenhauses verwendet werden. Ausserdem gab er ihm mündl…

  10. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 108

    … in ihrem Bezirke gelegenen Wohltätigkeitsanstalt zu haben glaubte, wandte sich, nach vergeblichen Verhandlungen mit B. Akiba Eger, beschwerdeführend an die Begierung, indem sie in sehr heftiger und unvorsichtiger Weise die Anstaltseinrichtung und Ve…

  11. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 109

    …anke (gegen einen Jahresbeitrag von 100 Tlrn.) unweigerlich, soweit es der Raum nur zuliess, aufzunehmen, antwortete R. Akiba Eger (28. September) in so energischer, selbstbewusster Sprache, wie man es seiner sanften, bescheidenen Natur kaum zugetrau…

  12. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 110

    …ge und Liebestätigkeit bewährte 143). Diese innige Liebe zu Religion und Religionsgenossen und ihre Betätigung erhob R. Akiba Eger aber auch, wie alle hervorragenden Vertreter des talmudisch-traditionellen Judenthums144), zu einer festen Stütze des P…

  13. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 111

    …zügigkeit wurde Prof. Dr. Berliner), des RJecheskel Landau (s.Kohut, Geschichte der deutschen Juden, S. 757) und des R. Moses Sofer, העובר על מצות כבוד המלך הוא) 191 ה״ס הו״מ כמי שלא הניח תפלין) und namentlich den Auszug seiner patriotischen Rede ib. …

  14. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 112

    49 dieses Gesetz von den Juden Posens mit grossem Jubel aufgenommen. Bald nach dem Erlass der Instruktionen führte ß. A. Eger (am 1. Februar 1834) vor zahlreicher Versammlung in der Synagoge in längerer ßede seiner Gemeinde die Pflicht der …

  15. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 113

    50 er, der stets zu den treuesten und gehorsamsten Dienern des Königs zu gehören strebte, den Priestersegen auf ihn herab, gab unter haggadischer Auslegung der Psalmenverse 61, 7—8 den Wünschen für ein hohes [Alter des treue Liebe bewährend…

  16. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 114

    …t ihrem Seelsorger in einem Saale, in welchem ein Prachtexemplar des neuen Judengesetzes auf rotem Sammetkissen lag, R. Akiba Eger wie auch den Repräsentanten vom Regierungsrat das Naturalisationspatent überreicht wurde und beim Gabelfrühstück die Gr…

  17. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 115

    52 Jahren seines arbeitsreichen Lebens eine äusserst rührige Tätigkeit. Wir sehen ihn in regem Verkehr mit Behörden und Gerichten, um die Sache der Religion, der Humanität wie (früher) auch der spezifisch-jüdischen Rechtsnorm zu vertreten15…

  18. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 116

    … durch Approbation zugesicherten Rechte gekürzt und wandten sich beschwerdeführend nicht nur an ihn, sondern auch an R. Moses Sofer 156). R. Akiba Eger jedoch wie sein Schwiegersohn verpflichteten die Wilnaer Unternehmer nur zu dem Aufkauf der noch vo…

  19. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 117

    …u Gunsten seines bestochenen Sohnes Salomo Eger bevorzuge. Der gerade durch seine Unbestechlichkeit hervorleuchtende R. Akiba Eger versicherte darauf tiefgekränkt, dass er diese niedrige, die Ehre der Thora entwürdigende Verdächtigung nie vergessen k…

  20. 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 118

    …sichtsrat genehmigen würde, sonst aber an würdige Gelehrte ratenweise ausgezahlt werden sollten 161). Wie wenig aber R. Akiba Eger nach Menschengunst und Ruhm buhlte, wie es ihm vielmehr ausschliesslich um das Wohlgefallen seines Schöpfers zu tun war…