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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 118

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 118)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486271--0863-3487224
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55 Pflegerin und lebensweise Gefährtin, durch den Tod entrissen15®). Von diesem, ihn tief niederbeugenden Schlage konnte er sich nicht wieder erholen. Zu Beginn des Jahres 1837 wurde er bettlägerig und liess (am 24. März) in Gegenwart des Richters, der ihn körperlich krank, aber geistig gesund fand, sein eigenhändig unterzeichnetes, gerichtliches Testament niederschreiben. Die geringen Habseligkeiten des selbstlosen, nur den Idealen lebenden Rabbi, bestehend meist in Büchern160), Silberzeug und Gerätschäften, sollten danach für den Gesamtpreis von 2000 Tlrn. den beiden ältesten Söhnen und ihren drei Schwestern, Rodisch, vereh. Schiff, Gitel, vereh. Kornfeld, und Rifko, vereh. Birnbaum, überlassen und diese Summe den vier noch minderjährigen Kindern, Beile, Jittchen, Bunim und David, nach ihrer Grossjährigkeit oder Verheiratung ausgezahlt werden. Auch bestimmte er darin betreffs der Latzschen Anstalt, dass die von ihm gewährten Zuschüsse in Höhe von mehreren hundert Talern nur dann diesem Stift bleiben sollten, wenn die Regierung den von ihm vorgeschlagenen Verwaltungs- und Aufsichtsrat genehmigen würde, sonst aber an würdige Gelehrte ratenweise ausgezahlt werden sollten 161). Wie wenig aber R. Akiba Eger nach Menschengunst und Ruhm buhlte, wie es ihm vielmehr ausschliesslich um das Wohlgefallen seines Schöpfers zu tun war, zeigten seine letztwilligen, in dem fast gleichzeitig abgefassten Familientestament niedergelegten Bestimmungen in charakteristischer Weise. Dasselbe, ein treuer Spiegel seines jüdisch-frommen, humanen und anspruehlosen Wesens, bestimmte, 1) dass das Posener Rabbinat nach seinem Tode innerhalb vier Wochen durch einen hervorragenden תלמיד חבם wiederbesetzt werden sollte, 2) dass sein Tod seinen Schülern und Genossen durch die Zeitung bekannt gegeben werden solle mit der Bitte, im Sterbejahre täglich, dann an jedem Jahrzeitstage einen Mischnah-Abschnitt für sein Seelenheil ,59) Ihre Grabschrift lautet: פ״ג האשה הצדקת מרת ברענדעל בת הגאב״ד דק״ק סאממער םה1' יהושע פייבדמן סג״ל היא הרבנית אשת אב"ד דפת ק ׳ק פאזען מהז' עקיבא נ״י גפטדד, זגקבדה בשיבה טובה מם ג' דחוהמ״פ תקצ״ו. 160) Seine reiche Bibliothek kam später nach Altona. 161) Dieses Testament befindet sich in den erwähnten Akten des Posener Staatsarchivs C. XVIII, 56.

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