Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 100)
- Language
- German
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37 ואור נגה im Bunde mit dem Vater der Reform in Oesterreich, dem Arader Rabbiner Aron Chorin, Verfasser des קנאת אמת, die Gesetzmässigkeit der Hamburger Neuerungen in recht verführischen Worten darzutun. Indessen hatteR.AkibaEger bereits vorher (Adar 1818) sich mit R. Moses Sofer, dem eifrigsten Kämpfer für die Wahrung der Tradition, wie später mit den meisten Grossrabbinern Deutschlands und Oesterreichs in Verbindung gesetzt, um die Gesetz- Widrigkeit des Aussprechens des Tetragramms, des Orgelspiels, des deutschen Gebetes in der Synagoge und der Streichung der die Erlösung betreffenden Gebete klarzulegen123). Eine weit eingehendere Begutachtung und Verurteilung erfuhren die drei letztgenannten, sowie die übrigen Hamburger Reformen, zugleich unter Aufdeckung aller Mängel und Widersprüche des אור נגה, durch R. Moses Sofer im folgenden Jahre, als R. Akiba Eger diesem die Libermannsehen Gutachten mit der wiederholten, auch von R. M 0 r d c c 11 a i Bane t und dem Hamburger Rabbinat unterstützten Bitte, dieselben zu widerlegen, eingesandt hatte. R. A. Eger, der diese Widerlegungen in Rawitsch empfing124), sorgte auch für sofortige Verbreitung derselben und schlug die Einberufung einer österreichischen Rabbinerversammlung vor, welche einmütig die erwähnten Neuerungen als schwere Verletzungen des Religionsgesetzes erklären sollte, was jedoch nicht zu stände kam. Für Deutschland zunächst galten die auf Veranlassung des Senats durch das Hamburger Rabbinat von den ersten Rabbinen des Westens, Ostens und Südens eingeforderten, in אלה דברי הברית veröffentlichten Gutachten, in deren Mitte (Nr. 10) auch das von R. Akiba. Eger am 27. Teweth 1819 abgegebene hervorragte. In diesem125) den drei Grund verboten des Hamburger Rabbinat s begeistert zustimmenden, durchaus volkstümlich gehaltenen Gut- .מלבן ענד. Vgl. auch Grätz, Geschichte der Juden XI S. 421, Anm. 1. Ueber die Taufe aller Nachkommen des Aron Chorin s. הוט המשולש I, S. 17, Anm•; über den gleichfalls getauften Sohn des Israel Jakobson s. Berliner, Zur Lehr’ und Wehr über und gegen die christliche Orgel im jüdischen Gottesdienst. 123) 192 ה״ם חו״מ. 124) S. היט המשולש I S. 18 b, das Schreiben des R. A. E. an R. Moses Sofer vom 26. Schewat 1819 von Rawitsch aus. 125) Die Ausstellungen Grätz’ (S• 426) gegen den unschönen, holprigen Stil der Gutachten gelten keineswegs gegenüber R. A. Eger.