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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 117

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 117)
Language
German
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54 zogen habe. Als er infolgedessen dieselbe ausdrücklich nochmals erneuerte (Ende 1835), wagten sie ihm vorzuwerfen, dass er die Wilnaer, die auch seine דינהות aufgenommen hatten, zu Gunsten seines bestochenen Sohnes Salomo Eger bevorzuge. Der gerade durch seine Unbestechlichkeit hervorleuchtende R. Akiba Eger versicherte darauf tiefgekränkt, dass er diese niedrige, die Ehre der Thora entwürdigende Verdächtigung nie vergessen könne. In Wirklichkeit nahmen später die beiden hochangesehenen Brüder, in deren Besitz die Slawiter Druckerei war, ein grauerregendes, tragisches Ende157). Wie vereinzelt aber solche Ehrenkränkungen und wie allgemein die tiefwurzelnde Verehrung für R. Akiba Eger war, zeigte sich bald darauf in der glänzendsten Weise, als er gelegentlich seiner Rückreise von der Hochzeit seines Sohnes Samuel zu Minsk genötigt wurde, einen fünftägigen Aufenthalt in Warschau zu nehmen. Hier musste er bei glänzender Strassenillumination, umgeben von vierundzwanzig Ehrenbedienten aus der Elite der Gemeinde und doppelten, miltärischen Wachen, welche vor dem Eingänge seines Hauses wie seines Zimmers postiert waren, während eine vieltausendköpfige Menge vor seinem Hause Tag und Nacht seines Segens harrte, und bei der Abreise mit einem Ehrengefolge von 400 Kaleschen, wahrhaft fürstliche Huldigungen entgegenehmen 158). Diese Warschauer Ovationen zu Ehren der in ihm verkörperten Thora waren aber auch der letzte Lichtpunkt im Leben unsres Gaon. Kurze Zeit darauf, am 19♦ Nissan 1836, wurde ihm seine Gattin Brendel, seine stets hingebungsvolle 157) Als ein ihnen verwandter Trunkenbold sich in der Synagoge er״ hängt hatte und sie fälschlich dieser Untat beschuldigt wurden, musste der eine Bruder, über 70 Jahre alt, unter Spiessruten bluten, der andere in Sibirien den Rest seiner Tage vertrauern. Von der grossartigen Druckerei und dem berühmten Reichtum blieb keine Spur zurück. Siehe Orient 1846, Seite 776 und Rabbinovicz, מאמר על הדפשת התלמד, Seite 116— 118: דפוס ובשנתוודע הדבר להמדפים מסלאמיטא כי נאסר.ווילנא והוראדנא.. משנת תקצ״ה עד הרי"ד עליו הדפסת הש״ם אשר היה בדעתו לשוב להתחיל בו בא בקובלנא לפני הרבנים המסכימיס .... והנה עמדו שני הצדדים לדין בעיר הוראדנא... דפוס סלאוויטא אצל הרב ר' שמואל אבא . . שפירא .. ונדפס בשנת תקצ״ה ... ובשנת תקצ״ן.. . ופגעה בהם קללת ת" ה הגאון מאה״ג מוה' עקיבא איגד שאתרי שזיכה הגאון ז״ל ובגו הגאון מו״ה שלמה אבד״ק קאליש את מדפיסי ווילנא ואסר להמדפיס מסלאריטא להדפיס ענת ע״ז הרב מסלאוויטא ובניו עזות כי לקח ר' שלמה שוחד ממדפיסי נוילנא וע״י זה הטה את לב אביו לעמוד לימינם וביזצא בדברים כאלה עד שאמר הגאון רע״א עלבוני מהול להם אבל עלבון התורה אין בידי למהול ונכוו בגחלתו.. . ל8י Siehe die Biographien von Kämpf, Bleichrode und Schreiber.

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