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19131914
  1. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 145 · Sprachadel

    144 Dr. Nathan Birnbaum, SprachadeL erlauben, warum sie nicht dieselben Sünden sollten begehen dürfen, die die anderen ebenso begehen? Inwiefer…

  2. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 146 · Sprachadel

    Dr. Nathan Birnbaum, Sprachadel 145 in gewissen inneren Beziehungen stehe. Ich meine diejenigen, die nicht nur fühlen, daß Judentum mehr al…

  3. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 147 · Jerusalem

    146 Scholem Asch, Jerusalem. Jerusalem. Von Scholem Asch. (Schluß.) Dies alles war möglich, weil die Juden nie nach einer großen Weltherrschaft verlangten. Die wahre Erlösung war nicht gekommen. Die Erlösung durch Esra und Nehemia konnte de…

  4. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 148 · Jerusalem

    …haben sie mit nichts, außer mit Zynismus — und zwar ohne den Geist des Griechentums — bereichert; — kann man Virgil mit Homer vergleichen? Wie manche wollen, findet man bei ihnen originelle Malerei (Pompeji) — aber man vergleiche doch die pompej…

  5. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 149 · Jerusalem

    148 Scholem Asch, Jerusalem. da genügten ihm die Spielereien der kindlichen Phantasie nicht mehr: Er begann das Wesen, das Geheimnis von Allem zu suchen und konnte keinen anderen Weg finden als den der Idee Gottes, des Gottes Abrahams. In j…

  6. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 150 · Jerusalem

    …en Form einen Weltglauben. Vielleicht — wenn in jener Zeit an der Spitze des Volkes ein Prophet mit so weitem Blick wie Jesaja oder ein Hillel gestanden hätte oder, wenn die heidnische Welt zur Zeit Jesajas für das Verständnis der jüdischen Ethik…

  7. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 151 · Jerusalem

    150 Scholem Asch, Jerusalem den Arianismus, an und ging erst später aus politischen Gründen zum Katholizismus über. So erstreckte das „göttliche Jerusalem", unter dem Schleier einer fremden Form, seine Herrschaft über die Welt und gab ihr d…

  8. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 152 · Jerusalem

    …aube entwickelte sich. Der Gott, den Israel mit sich ins babylonische Exil führte, war nicht der universelle Gott eines Jesaja. (Jesajas Worte hatten im jüdischen Volke keinen Halt.) Der jüdische Gott vor dem babylonischen Exil hatte noch nicht d…

  9. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 153 · Jerusalem

    …eschaffen, das äußerliche, die Vorbereitung der Heidenwelt zum Verständnis der Idee von einem lebendigen Gotte wird von Alexandria aus verbreitet . . . Und mit dem Falle des menschlichen Jerusalems geht das göttliche noch keineswegs unter. „Gott hat …

  10. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 154 · Jerusalem

    …Welt hinein — sei es durch getaufte Juden, Judenstämmlinge oder durch wahre, fromme Juden (Beaconsfield, Marx, Ehrlich, Hermann Cohen, Spinoza, Heine, Cremieux oder Israels). In allen, den Ganz- und Halbgetauften, den Treuen, in den nur von Juden Stamme…

  11. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 155 · Jerusalem

    154 Scholem Asch, Jerusalem, sie für die gerechte Sache kämpfte und ihren Anteil zum Reichtum der Welt gefügt hat Die Nacktheit begnügte sich nicht mit der bloßen Idee des göttlichen Jerusalems — sie sucht auch ein menschliches zu bauen. Ge…

  12. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 156 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    B. Borochow, Alljüdische Probleme und der Sozialismus. 155 Alljüdische Probleme und der Sozialismus. Von B. Borochow* Es ist leider selbstverständlich, daß die alljüdischen Probleme vorwiegend von journalistischer Seite und aluf die übliche…

  13. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 157 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    …tungen der jüdisch-bürgerlichen Kulturkritik kann der jüdische Sozialismus nur zu wenig profitieren. Von Achad-Haam und Hillel Zeitlin ganz abgesehen, die der sozialistischen Weltanschauung gänzlich fremd sind, bleibt auch Mathias Achers Gedankenwelt mit…

  14. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 158 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    B. Borochow, Alljüdische Probleme und der Sozialismus. 157 Klassenbewußtseins" diene. Dieser banale „Grundsatz" befriedigt aber heutzutage nicht einmal die einfältigsten Gemüter. Deswegen haben sich einige Journalisten bequemen müssen, der …

  15. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 159 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    158 B, Borochow, All jüdische Probleme und der Sozialismus, dieses innerlichen Streites eine Kluft zwischen den beiden Hauptteilen der Nation konstruieren. Es bedeutet eine gefährliche Übertreibung des Acherschen Standpunktes, wenn man dem …

  16. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 160 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    B. Borochow, Alljüdische Probleme und der Sozialismus. 159 zwei Jahrtausenden tot; nur in Palästina lebte es, und nur dort wird es zu einem neuen Leben erwachen. Ich gebe gerne zu, daß diese Schemata nicht mit allen Details und Schattierung…

  17. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 161 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    160 B. Borochow, Alljüdische Probleme und der Sozialismus, Wir setzen voraus, daß das Judentum eine Kollektivität, einen kontinuierlichen, in Raum und Zeit einheitlichen Organismus vorstellt, dessen organischer Zusammenhang zwar mangelhaft,…

  18. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 162 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    B. Borochow, Alljüdische Probleme und der Sozialismus, 161 Hebel des Fortschrittes, auch im jüdischen Volke. Niemand, dem die Sache der jüdischen Zukunft teuer ist, darf der sozialistischen Arbeiterbewegung fernbleiben. Allerdings kann die …

  19. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 163 · Alljüdische Probleme und der Sozialismus

    162 W, Kaplun-Kogan, Geschichte der Juden usw Deutlichkeit gezeigt Das ganze bewußte und unbewußte Tun und Wollen der jüdischen Massen ist in der Neuzeit von dem Streben beherrscht, neue Entwicklungsmöglichkeiten zu erringen. Alles, was wir…

  20. 1913-06-15 · Heft 3 (15.6.1913) · p. Seite 164 · Geschichte der Juden in Russland und Polen

    W. Kaplun-Kogan, Geschichte der Juden usw. 163 sehen Regierung gegen die Juden gibt und uns sehr wenig von dem eigentlichen Leben der russischen Juden erzählt Es ist alleidings unbestreitbar, daß Rechtlosigkeit und grausame Unterdrückung de…