Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- [1] (1898)
- Article
- Alexanders Zug nach dem Lebensquell
- Date
- 1898-01-01
- Page
- 119 (sequence 11)
- Language
- German
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119 So singt der große Lyriker Hafts: „Fernerhin aufsuchte des Lebens Quell Alexander — er hat ihn nicht gekostet: Wir, wir kosten ihn im Vaterland Bei der Schenke grauem Guardiane". (Daumer, Hafis No. 120 S. 138.) In einem anderen Liede heißt es: „Kein Lebenswasser schenket Man einery Jskander: Durch Kraft und Gold erreichet Man dies nimmermehr". <S. v. Rosenzweig-Schwanau, der Divan des Hafis II, S. 3.) Hierher gehört auch der Vergleich: „Welch' ein Abstand! Chisers Wasser Fließet in des Dunkels Schooß; Und der Urquell meines Wassers Sind die Worte: „Gott ist groß!" (Das. HI. S. 93.) Wahrscheinlich hat auch das persische Sprichwort: Iso1i68uitzi zindegi dar täriki ast, d. h. der Quell des Lebens ist in der Finsterniß, die Legende zur Voraussetzung. Nach den persischen Berichten der Legende gehen wir zu den arabischen über. Obwohl Muhammed auf das Drängen seiner ungläubigen Feinde einiges von den Thaten Dsulkarneins vortrug, so fehlt doch gerade die Episode von dem Zuge nach dem Lebensquell. Es heißt in der 18. Sure Vers 82 ff. nur, daß er bis zum Untergange der Sonne vordrang und fand, daß sie sich in einem trüben Quell tauche, in dessen Nähe Leute waren. Dann gelang es ihm, den Aufgang der Sonne zu erreichen und er fand, daß sie über einem Volke aufging, dem Gott keinen Schutz dagegen gegeben hatte. Ferner rückte er zwischen die zwei Wälle, hinter welchen Leute wohnten, die