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19161920
  1. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 48 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    46 fordert nicht minder auch Anerkennung der geschichtlichen Konsequenzen seiner Umwälzung für die gesamte Kultur und insbesondere für den Staat. Außer der aUgememqn Beeinflussung der geistigen Kultur fühlen wir uns mit Luther geistesverwan…

  2. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 49 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    49 Hoffnungen in unserem Herzen tragend mit derselben Innigkeit, mit der wir für unser Seelenheil sorgen, ftir den Fortbestand unseres heiligen Glaubens und für^eine Sicherung im Staate und im Volksleben. Es gibt zu denken, daß der moderne …

  3. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 50 · Deutschland [Nachricht]

    …jFJjn] Deutschland In der Nr. 21 unserer Monats-, hefte brachten wir die Nachricht von der Ernennung des Herrn Leutnant Hermann Struck zum Dezernenten für jüdische- Angelegenheit beim Oberbefehlshaber Ost. Diese Ernennung gab dem antisemitischen 'Reichst…

  4. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. [Seite] · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    …litik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal Im Monat unter Mitwirkung von Geh. Reg.~Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander BSesbcrg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Jusiizr&t Dr. Eugen Fuchs Prof. Dr. Franz Oppenheimer ciif iittttiif t…

  5. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 52 · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    52 hat Ewald die Geschichte der Juden gesehrieben, und in neuerer Zeit Wellhausen, Wäre nun Graetz nicht der Historiker geworden, so war er vollkommen ausgerüstet zum biblischen Exegeten. Während aber bei Wellhausen die Bibelkritik das Fund…

  6. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 53 · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    53 großen Vorbereitungsaufgaben für die Konstruktion des Historikers imsern Graetz trotz seiner Fehlgriffe in manchen Einzelheiten als ein leuchtendes Vorbild der Geschichtsforschung hinstellen. Unsere Dankbarkeit muß daher auch eine ungewö…

  7. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 54 · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    54 mütige Äusserung, daß dieser Historiker unserer Vergangenheit nicht weise genug vorgesorgt zu haben scheint für unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Nicht nur für unsere politische und kulturelle Gegenwart insbesondere im deutschen Lande…

  8. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 55 · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    55 wissenschaftliches Urteil dürften nun aber Geiger und F r a n k e 1 in inniger Harmonie als geistige Zentren vereinigt dastehen in unserer Pietät. Nicht nur die Pflege der Wissenschaft und die wissenschaftliche Leistung vereinigt sie, so…

  9. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 56 · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    56 hanges mit dem Weltganzenu für die „Organisation" de« Judentums. Dieses Zusammenhanges sich immer „bewußt zu sein" sei die Aufgabe. So fordern wir denn gar nichts dem Geiste unseres Gefeierten Fremdes, wenn wir theoretisch wie praktisch …

  10. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 57 · Zur Jahrhundertfeier unseres Graetz

    …e man bekämpfen, mit aller sachlichen Heftigkeit, aber man mußte ihn immer lieb haben. Seine Seele war eine Zionsseele. Heinrich Graetz Von Dr. Max Freudentbai, Nürnberg en Meister grüßen wir zum hundertsten Geburtstage in den Höhen der Unsterblichkeit mi…

  11. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 58 · Heinrich Graetz

    …erricht in Cheder und Talmudschule. Nichtjüdische Bildung eignete er sich wie einst der Schöpfer der jüdischen Neuzeit, Moses Mendelssohn, und die meisten jener Übergangsperiode wahllos und gierig als Autodidakt an. Auch bei ihm ging . es nach dem talmudisc…

  12. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 59 · Heinrich Graetz

    59 seine ersten literarischen Arbeiten lieferte. Im selben Jahre 1853, in welchem er "jene Berufung erhielt, erschien der erste Band des großen Werkes, das ihn fortan als den Meister der jüdischen Geschichte erweisen sollte, Band IV der Ges…

  13. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 60 · Heinrich Graetz

    60 Geschick in der äußeren Form das Wissenschaftliche zugrunde zu legen, ohne die Darstellung zu überladen, verstand mit vielem Geschmack seine Forschungen in moderne Worte zu kleiden, und sein feuriges Temperament, sein gerader, unbeugsame…

  14. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 61 · Heinrich Graetz

    61 heilige Land mit eigenen Augen gesehen. Graetz war eine zu unbeugsame, freiheitliche Natur, als daß er sich irgendwie in das Joch einer Partei oder Richtung hätte zwingen lassen. Wie sein Volk, das sich trotz Not und Tod nicht hatte nied…

  15. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 62 · Graetz und das Ostjudentum

    62 ist, die Kluft zwischen Ost- und Westjuden, welche, durch geschichtliche Ursachen . erzeugt, in der Verschiedenheit des Entwicklungsganges, unter den Einflüssen der Umgebung gegründet, durch die Wirkungen der bürgerlichen Emanzipation un…

  16. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 63 · Graetz und das Ostjudentum

    63 in der Periode des Niedergangs während der zweiten Hälfte des 17. und im 18. Jahrhundert3), und ganz episodenhaft einzelne Züge aus der Geschichte des 19. Jahrhunderts, der Zeit des Großherzogtums Warschau, dem Anteil der Juden an den po…

  17. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 64 · Graetz und das Ostjudentum

    …schildert hat, denn sie waren ihm nichts ' als „unberechtigte11 Abirrungen von der geraden Straße des Rabbinismus. Auch Jakob Frank und der von ihm ausgehenden Strömung brachte Graetz, so meisterhaft viele Teile seiner über dieses Thema handelnden Spc…

  18. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 65 · Graetz und das Ostjudentum

    65 religiösen Strömungen mit ihren verschiedenartigen Ausläufern im Osten, aber auch das Verhältnis der Ostjudenheit zu dem weltlichen Wissen boten den herkömmlichen Anschauungen eiftes tief im westjüdischen Milieu wurzelnden Geistes zuviel…

  19. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 66 · Graetz und das Ostjudentum

    …runglimpfungen ansehen, sondern lediglich als Verkennung der Tatsachen. Denn Graetz ist sichtlich bemüht, den Ton eines Salomon Maimon, aus dem der Haß des enttäuschten Sclbsterlebnisses nur zu deutlich spricht, zu vermeiden und verurteilt dessen gewollt…

  20. 1917-11-10 · Heft 3-4 (10.11.1917) · p. Seite 67 · Graetz und das Ostjudentum

    67 ling Isachar Falkensohn Behr und Abba G1 o s k, der nicht verdient hat, von Chamisso besungen zu werden —, solche abenteuerlichen Gestalten drängten sich an Mendelssohn und brachten ihn in üblen Geruch. Die meisten derselben hatten nicht…