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  1. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 28 · Das neue polnische Schulgesetz und die Juden

    26 wcsen zugestanden hätte. Alle polnischen Politiker lehnen eine Anerkennung der polnischen Juden als besondere Nationalität schroff ab. Selbst die äußerste sozialdemokratische Linke, die bei Wahlen gelegentlich Kompromisse mit dem Jüdisch…

  2. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 29 · Das neue polnische Schulgesetz und die Juden

    29 A n t w o r t : Diese Frage kann ich nicht beantworten, da ich nicht ermächtigt bin, über den Standpunkt der polnischen Behörden zu diesen Fragen etwas zu verlautbaren. Ich kann nur erklären, daß die polnischen Herren sofort bereit waren…

  3. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 30 · Das neue polnische Schulgesetz und die Juden

    30 zweigen vorzubereiten. Sehr viel wird davon abhängen, ob die polnische Schulverwaltung sich auf dem Gebiete des jüdischen Schulwesens von wirklich, geeigneten Persönlichkeiten aus den Kreisen des polnischen Judentums beraten läßt. Davon …

  4. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 31 · Das Schulwesen in Polen und die Juden

    31 deutsche Nationalität einen künstlichen Zwiespalt hineingetragen hat. In der Praxis ist die Einrichtung von deutschen Schulen dadurch wesentlich erschwert worden, weil es bei der kleinen Anzahl der Deutschen in Polen nicht leicht sein wi…

  5. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 32 · Das Schulwesen in Polen und die Juden

    32 _._.__ muß sich zwangsweise polonisieren lassen, es sei denn, daß er sich entschließen wird, sein KLad in eine solche deutsche Schule zu schicken, wo ein Jude als Lehrer grundsätzlich nicht zugelassen ist und wa selbstverständlich die jü…

  6. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 33 · Das Schulwesen in Polen und die Juden

    33 thenen, Weißrussen, Litauern usw., zugute kommen, die außerhalb des. jetzigen Königreichs in dichten Massen zusamraenwohnen. Aber auch diesen Nationalitäten gegenüber hat man die beleidigende Zurücksetzung begangen: man hat ihre national…

  7. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 34 · Das Schulwesen in Polen und die Juden

    34 Polen aliein die Entscheidung inne, wiederum werden die Juden nicht gehört. Dann ist es nicht einmal sicher, daß selbst in den jüdischen Religionsschulen die allgemeinen Fächer in der jüdischen Muttersprache und von jüdischen Lehrern unt…

  8. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 35 · Zur Lage der Juden in Oberost

    35 vertretene Judenpolitik. Die damit verfolgten Absichten liegen klar zutage. Die Errichtung eines besonderen jüdischen Referats und das damit zum Ausdruck gelangte Bestreben, Sonderwünschen, soweit sie berechtigt sind, in möglichst weitem…

  9. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 36 · Zur Lage der Juden in Oberost

    36 andere denn Grabesstimmung, und ein Spaziergang durch die Hauptstraßen der Stadt an den herrlichen Tagen und Abenden der letzten Wochen läßt das gerade Gegenteil erkennen. Kein Einsichtiger wird leugnen wollen, daß Not und Elend, Hunger …

  10. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 37 · Die neuhebräische Literatur

    37 Die neuheforäiscfoe Literatur Von Leo Rosenberg, Berlin X^^OjXas ist des Ostjuden Starke? Der Geist. Im Bereich der realen F^Sf^M Lebenserscheinungen geknechtet und ni…

  11. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 38 · Die neuhebräische Literatur

    36 forschung (Jehuda ibn Chajug und Jona ibn Gannach) an. Die neue Epoche findet in dem sprachgewaltigen Werke des Maimonides (1135 bis 1204) und in der innig-kraftvollen, duftreichen Poesie des „Goldenen Zeitalters" auf der pyräneischen Ha…

  12. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 39 · Die neuhebräische Literatur

    S, L Rappaport im Lemberg (1790—1867), der hervorragende Denker und Hegeljünger Nachman Krochmal (Brody 1790—1845), Dr. Izcli&k Erter (Przemysl 1790—1842) und Meir Letterls (1804—1875); in Italien Izchak Solomo Reggi…

  13. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 40 · Die neuhebräische Literatur

    …inem Jahrzehnt einging, erscheint die „Hazefira44 noch heute in der polnischen Metropole. Ein anderer Haschachor-Kämpe, Elieser Ben-Jehuda (durch seinen „Thesaurus Totius Hebraitatis44 auch in der deutschen Gelehrtenwe.lt wohlbekannt), der im genannten Organ…

  14. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 41 · Die neuhebräische Literatur

    41 zeitgenössischer Meister der humoristischen Novelle ist Mordechai David Brandstätter (geb. 1854 im gaiizischen Städtchen B r i e g e 1, lebt noch heute als „kaiserlicher Rat" im Taniow). Seine Humoresken und Genrebilder aus dem-damaligen…

  15. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 42 · Die neuhebräische Literatur

    …t. Als die bedeutendsten Dichter dieser jüngsten Schaffensperiode sind Chajim Nachman. Bialik, S. Schnßur, Jakob Cahau, Saul Tschernichowski, David Schimono witz und Jakob Steinberg zu nennen; als Prosaiker von klassischer Bedeutung J. L. Perez und der jungver…

  16. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 43 · Galuth

    43 Galuth Von Viktor Ch. Arlosoroff, Berlin ^W(fSene ruhende Stunde M||r Erscheint uns, wie Gottheit, nie. CgMSS Immer tönt inder Runde, Wie eine kiagcnvle Wunde, Blutige Melodie. Nur vergoldete Ruhe Webt uns die schaffende Zeit. Aus der Ve…

  17. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 44 · In eigener Sache

    44 Jüdischen Monatshefte41 verfallen. Wie, das wird nicht klar. Klar wird überhaupt nichts als die Behauptung, unser Blatt bezeichne sich erstens zu unrecht „als offenen Sprechsaal für jedermann", vertrete zweitens „eine Politik der religiö…

  18. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 45 · In eigener Sache

    45 Herrn Dr. jur. Emil Ernst Schweitzer glaube ich psychologisch durchaus zu «verstehen: was aber die Schriftleitung eines so inständigen Blattes, wie „Das Freie Wort" dazu veranlaßt haben mag, als Sancho Pansa dieses Windmühlenrittere zu a…

  19. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 46 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    …m diesem genialsten Übersetzer unserer Bibel immerdar verpflichtet ist Wenn nun anders es ferner unbestreitbar ist, daß Moses Mendelssohn durch seine deutsche Übersetzung des Pentateuch und der Psalmen unser modernes religiöses Leben von Deutschland aus für…

  20. 1917-10-25 · Heft 2 (25.10.1917) · p. Seite 47 · Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft

    47 Wir wollen hier nur in dieser ausschließlichen Berufungauf den gnädigen Gott die alttestamentliche Kraft des Glaubens an eleu Gott kenntlich machen, der sich offenbart hat als „barmherzig und gnädig, langmütig und groß an Liebe und Treue…