Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1917-1918
- Issue
- Heft 2 (25.10.1917)
- Article
- Galuth
- Date
- 1917-10-25
- Page
- Seite 43 (sequence 1)
- Language
- German
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43 Galuth Von Viktor Ch. Arlosoroff, Berlin ^W(fSene ruhende Stunde M||r Erscheint uns, wie Gottheit, nie. CgMSS Immer tönt inder Runde, Wie eine kiagcnvle Wunde, Blutige Melodie. Nur vergoldete Ruhe Webt uns die schaffende Zeit. Aus der Vergangenheit Truhe? Reicht sie uns staubgraue Schuhe Und ein verblichenes Kleid. „Wandern*4 sagt Woge zu Wogen, Sterbend in sprühendem Schaum. So sind Geschlechter verflogen, Wie blaßrote Woiken zogen In einem lichtblauen Traum. Zu amethystenen Thronen Hat sich die Seele befreit. Durch einen Kampf mit Dämonen Blinkten wie Kraft unsre Kronen Ewiger Geistigkeit. In eigener Sache Von Professor Dr. Franz Oppen heimer, Berlin SlT^fSerr Dr. jur. Emil Ernst Schweitzer, Breslau, hat in dcr'Numaf^OTu mer ^er *u ^ran^urt aerscheinenden Zeitschrift SlC^dö „Das freie Wort'4 einen Aufsatz veröffentlicht, der den schönen und langen Titel trägt: „Die nationalistisch-klerikalen Strömungen des Judentums und ihre Gefahren für die Gewissensfreiheit der deutschen Juden1'. Darin werden zunächst dem Zionismus schwere Vorwürfe gemacht, gegea die er sich selbst verteidigen mag, wenn es ihm der Mühe lohnt: er soll nicht nur „weite Kreise der deutschen Judenheit den Bestrebungen für eine politisch-kulturelle Fortentwicklung in Deutschland entzogen", sondern sogar „offen mit dem ganzen Eifer von Renegaten für die konservativ-klerikalen Elemente Partei genommen haben'4. Dazu komme nun als neue Gefahr, der „jüdische Klerikalismus, gegen den niemand aufzutreten wagt". Diesem jüdischen Kierikalismus sind nun, davon ist Herr Dr. jur. Emil Ernst Schweitzer im tiefsten durchdrungen — und ist jederzeit bereit, den Beweis der Wahrheit dafür anzutreten — auch die „Neuen