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291 Ehemann traf ein. Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne um Mittag; hinter ihm kamen viele Älteste von ehrbarem Aussehen. Der junge Rabbi bat die Männer, sich hinzusetzen, und sie nahmen an einem Tisch Platz. Er sprach zu ihnen: Meine G…
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292 welches das Gefühl der Fremdheit innerhalb der christlichen Kultur tür den Wankelmütigen bildet. Er glaubt nicht heimisch zu sein und so sich geben zu können in"der modernen Kultur, wenn er es nicht auch in der religiös-christlichen ist…
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293 bleibt dabei eine belanglose Frage: seit der Welteroberung des Christentums hat die Geschichte einen beherrschenden christlichen Charakter. Diesen Gedanken hat auch der Jude unbedingt anzuerkennen; er wird ihm durch seine ganze schon el…
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294 Hier sind wir an dem Punkte angelangt, um die Berechtigung; dieses Scheins' der Fremdheit, der den Juden in der modernen Welt, sofern sie christlich sei, überfüllt: als ob diese christliche Weit eine durchaus selbständig» Schöpfung der …
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295 Kein Zweifel. Eine Neuorientierung: des jüdisch-politischen Lebens bereitet sich vor, und als erstes Zeichen begrüßen wir (las Streben aller ernsten Elemente nach der endlichen Schaffung einer a u t o r i - t a t i v e n Oos a in t o r …
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…auchbare und dauerhafte Waffe im jüdischen Daseinskampf. Dr. Sigbert Feuchtwanger (Münchens Wihtacr Sammelbuch 1. Band, Wilna 1010 (jiddisch) (Zum Besten der Wilnaer Kinderheim e) Auch wir Juden haben unsere Kriegsliteratur. Nur erzählt sie nich…
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… Gesamtheit. Die aufgescheuchten Judenmassen, die, von -grausamer Hand ihrer Heimstätte beraubt, auf der von Kowno nach Wilna führenden Chaussee ihr Leid daherschleppen, — was sind sie anders, als Manifestationen des ewigen Judenschicksals? Oder…
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…olitik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal Im Monat unter Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prot Dr. Hermann Cohen / Alexander Eliasberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Justizrat Dr. Eugen Fuchs . Dr. Franz Oppenheimer «miiiiiiiiiiniiiiii…
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300': Die österreichische Nationalitätenfrage und die Juden Von Dr. H.Jtadisch, Wien I. Einen wesentlichen, noch ungelösten Teil der Judenfrage bildet die Klärung des Verhältnisses der Juden zu den anderen Nationen. Eine besondere Aufmerksa…
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301 Boykott zur wirtschaftlichen Verelendung auch unseres Kleinbürgertums und Proletariats. Der Weltkrieg aber hat nicht nur viele alte Anschauungen über die sozialen Probleme und die Judenfrage als irrig gezeigt, sondern auch die Auffassun…
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302 Das hier auszugsweise zitierte Krakauer Programm zeigt den Weg, die Reibungsflächen der verschiedenen Nationalitäten des Donaureiches zu vermindern, jeder einzelnen und speziell auch der jüdischen durch Ausgestaltung der israelitischen …
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303 hat das Donaureich nach außen gelähmt, er ist aber ein ebenso unjüdisches als undemokratisches und unösterreichisches Prinzip. 1. Unjüdisch, weil es der jüdischen Ethik — dem Kerne unserer Religion — die als letztes Glied der menschlich…
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304 Gerade dsr Weltkrieg hat bewiesen, daß sie an Bedeutung hinter der polnißch-ruthenischen, ungarischen, südslawischen und rumänischen Frage weit zurücksteht Die letzten vor Kriegsausbruch geführten nicht parlamentarischen deutsch-tschech…
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305 den Sudetenländern hat sich die Richtigkeit dieser Auffassung ebenso gezeigt, wie in Galizien, Bukowina und Ungarn. Die Juden Böhmens, Muhrena und Schlesiens waren Jahrzehnte lang Nachläufer der deutschen und tschechischen Chauvinisten …
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306 dürfnisse der jüdischen Massen — die eine national-soziale Politik fordern — in einen doktrinären Nur-Nationalismus verfallen würden. Der jüdische Nationalismus muß vielmehr vom sozialen Geiste durchdrungen sein und seine Vertreter dürf…
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307 gesehene Parteiführer oder als angesehene Rechtsanwälte oder auch als Repräsentanten der jüdischen Kultusgemeinde. Und trotz der drängenden Notwendigkeit konnte ich die Frage nicht unterlassen, wie viele Juden denn überhaupt in Reims wo…
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308 anlagung hat den Juden von jeher zum Mittler aller Werte vorzüglich geeignet gemacht; der Jude war noch stets der Händler, der Kaufmann, der Verhändler par exellence. Die Wirtschaftsgeschichte des jüdischen Stammes ist die Geschichte de…
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309 richtung, und immer schneller wurde all das verbraucht, die Mode und ihre Launen ließen solche Käufe sich noch viel schneller häufen als der ]lastende Verbrauch. — Und wiederum: Vermittler war von alters her der Jude, er war der Händler…
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310 nämlich sämtlich die wirre Unordnung unseres Wirtschaftslebens beseitigen, wieder geregelte, geschlossene Bahnen des Daseins schaffen wollen und werden, und daß sie damit den Mittler teilweise hinausdrängen, überflüssig machen wollen un…
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311 deutete aber für den Juden noch allermeist den Ausschluß. Das Kartell, der Zusammenschluß, so sagte man, ist die moderne Zunft. Noch ist der Jude gern darin gesehen, solange es zusammengefügt, aufgerichtet, ausgebaut werden muß. Noch si…