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wärtigen wir uns den Vorgang, der beim Aufnehmen des Gedichts im Hörer geschieht! Im Hörer, nicht im Leser, denn nur im konkreten Schall hat das Wort seine volle sinnliche Existenz. Denken wir uns zunächst den Menschen, der das Gedicht höre…
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Das Gedicht in unserer Welt zu realisieren ist jeweils Amt des Hörers, wie es einmal Amt des Dichters w ar. Insofern ist der Dichter nur der erste Hörer, und hat er in Zeichen das Gehörte festgehalten, so mag Hörer nach Hörer ihm im Amt der…
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mächtiger als die abstrakte Darstellung, die eine begriffliche Betrachtung wie die unsere einzig von ihm geben kann, ist ihnen eingetan wie Gottes Bild und Gleichnis dem Menschen. Vermessen wäre es auch, den getrübten Abbildern des Urbildes…
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Der zweite, der wesentlich subjektive Prozeß setzt zumindest etwas später als der erste ein, sobald nämlich die ersten Gestaltqualitäten des Gedichts deutlich werden: er antwortet ihnen mit Lust oder Unlust, Zustimmung oder Ablehnung, Genuß…
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Aber ein solches rigoroses Verdrängen alles antwortenden Empfindens würde vielleicht mehr vom Aufbau ablenken, als dies Empfinden selber, das mit natürlicher Notwendigkeit sich einstellen wird. Reißt es die Seele nicht in sich hinein, bleib…
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nicht nur um theoretischer Klärung willen, wichtig, sich auf den wirklichen Vorgang zu besinnen. Wenn der Dichter im Schaffen einen Hörer denkt, so möchte es scheinen, als vergegenwärtige er sich die subjektive Wirkung des Wortes auf diesen…
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psychologischer Notwendigkeit annimmt, davon kann das Gedicht nicht unabhängig sein; welchen Wert aber die mit dem Wort eingebrachten Assoziationen, der in der Wortfolge erzeugte Rhythmus für die Gedichtgestalt haben, ist damit noch keinesw…
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Die Verwirklichung des Gedichts, die das wahre Hören bedeutet, erscheint uns also zugleich als ein Bildungsprozeß am Hörer. Was geschieht nun. wenn das Gedicht endet, und die Elemente, die in seine Realisierung eingegangen waren, wieder aus…
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ihn gestaltet, in die Einigkeit aller Elemente des tragischen Gedichts miteinander auf, denn sie sind einig in dem Einen, daß sie die Ordnung des Gedichts tragen und erfüllen; als seine Glieder harmonieren sie, eben im Kampf. Es bleibt, wen…
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sondere Wesen, das er im Gedicht hatte, aufgeben. Aber, wenn der Hörer ein wahrer Hörer gewesen ist, so bleibt dem Gedanken auch dann noch etwas von der Bewährung, die ihm im Gedicht eigen war, anhaften; der Bewährung: daß er nicht nur als …
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EBERHARD GRISEBACH DIE GRUNDENTSCHEIDUNG DES EXISTENTIELLEN DENKENS UND IHRE KRITIK AntivoTt an Hermann Herrigel In der Bekämpfung der Absolutheitsansprüche, die die Verantwortung in Gegenwart und Gemeinschaft gefährden, stimmen unsere Arbe…
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und im Ausgangspunkt unseres Denkens, sondern grundsätzlich stehen wir gegeneinander, denn das kritische Denken greift das neue existentielle Denken in seiner Grundentscheidung und deshalb auch in allen seinen Ergebnissen an. Es ist also du…
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dient, muß die kritische Philosophie in der Unterredung aushalten. Sie erhält ja jetzt die schwierige und ernste Aufgabe, diese anscheinend unangreifbare Position der gläubigen Erkenntnis als Selbsttäuschung und Selbstmißverständnis des exi…
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sition geschieht aphoristisch. „Die Wirklichkeit steht nicht am Ende, sondern am Anfang der Erkenntnis. Sie wird nicht von der schöpferischen Vernunft erst erschaffen, sondern als Schöpfung erkannt.44 „Von der Welt als von einer Schöpfung s…
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… die Erfassung der Ausgangsposition haben sich viele existentielle Denker schon bemüht. Wir müßten bis zu Heraklit oder Aristoteles zurückgehen. Sie erinnern selbst mit \achdruck an die Seholastik des Mittelalters. Die Ansätze bei Montaigne und Pascal…
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Paradox wirkt sich also in jeder Bestimmung seines Wesens aus. Aus der Sorge um diese kausal bedingte Existenz gewinnt er sein eigenes Verhältnis zu den Dingen, die er als besondere zuhandene Dinge mit seinen Willen szwecken verknüpft. Sie …
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die erbauliche Kraft solcher Wahrheit bleibt fraglieh. Denn selbst die größte Energie solcher Selbstbesinnung und Gotteserkenntnis führt den existentiellen Denker konsequent in die unheimliche Einsamkeit des Vereinzelten, in welcher das in …
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die Voraussetzung einer Lösung und Erlösung in der Vorwegnahme der Existenz und ihres Grundes. Diese Problematik ist eine kunstvolle Dialektik, aus allen Prinzipien des menschlichen Wesens zusammengesetzt. In dem so einfach erscheinenden Ge…
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Der Mensch ist es, der seine Existenz als Sehender in der Gestalt des Gebunden- und vielfach Geängstetseins vorausschaut. Gottes Wirkung ist schon der Gestalt und Struktur eingefügt und zugesprochen. Die angeblich von außen wirkende Ursache…
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Mensch fest und gut vorbereitet auf dem Boden seiner Grundentscheidung, denn er hat in dieser problematischen Gestalt seine Eigentlichkeit angeblich schon in einem freilich systematisch fundierten Glauben gewonnen. Der Kritik zeigt sich die…