Mannheim
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  1. 1866-01-01 · 1866 · page 103

    …einmal in einem deutlichen Beispiel, was wir, hätte ein günstigeres Geschick über den Schriften der älteren Schüler des Aristoteles gewaltet, wohl noch in vielen anderen Fällen erkennen würden: dass stoische und peripatetische Ethik in ihren Hauptsätz…

  2. 1866-01-01 · 1866 · page 104

    102 Familie zum Gefühl für die Menschheit sich erweitern*, als das erstere von dem letzteren ersticken lassen. Das theophrastische Fragment hingegen liefert eine Parallele, wie man treffender sie nicht wünschen kann, da es um den Mittelpunk…

  3. 1866-01-01 · 1866 · page 105

    103 Thier, nach Aristoteles' Ausdruck*) cganz und ohne Fehl* sei. Auf diesen anerkannten Grundsatz fassend, dass jeder Leibesfehler das Thier zum O…

  4. 1866-01-01 · 1866 · page 106

    104 welches allen lebenden Wesen auf das Leben zustellt, der Dankespflicht für die göttlichen, bereits empfangenen Wohlthaten entledigen können (Z. 327—332). Sollen endlich neue positive oder negative Gnadenerweisungen durch die Darbringung…

  5. 1866-01-01 · 1866 · page 107

    105 cirende geschichtliche Bedeutung haben; nicht die Gottesverehrung des Peripatos, sondern den Cultus der gewöhnlichen griechischen Tempelbesucher mit seinen lauteren und unlauteren Motiven hat er im Auge gehabt; und je deutlicher diesen …

  6. 1866-01-01 · 1866 · page 108

    106 dass er, um das biblische Sühnopfer in der peripatetischen Classification unterzubringen, Theophrastos' xccxwv anox^onii (Z. 318) zu einer Befreiung von dem sittlichen cUeber der Sündenschuld umdeutete; dem Ausleger des Theophrastos hin…

  7. 1866-01-01 · 1866 · page 109

    107 bewusstsein noch im öffentlichen Cultus eine den älteren Opfern ebenbürtige Stellung einnahmen und nicht zur Gottes Verehrung gerechnet wurden. Seit ihrem Aufkommen im nachepischen Zeitalter sind die Sühnungsceremonien als ein gleichsam…

  8. 1866-01-01 · 1866 · page 110

    108 Abstellung der einmal eingeführten, aber von der Vernunft verworfenen Thieropfer begreiflich zu inachen, glaubt er an die Eingebungen des Gaumens erinnern und den Einfluss desselben auch in der Wahl der Thiergattungen nachweisen zu müss…

  9. 1866-01-01 · 1866 · page 111

    …ne frühere sittenschildernde Nachricht über das Volk; und auch die wohl zahlreicheren Forscher, welche mit Josephus und Hugo Grotius (zu Lucas 3, 14) glauben, dass der epische Beschreiber von Xerxes' Zug gegen Griechenland, Chörilos*) aus Samos ein Zei…

  10. 1866-01-01 · 1866 · page 112

    …chos aus Soloi, ein Mitschüler des Theophrastos, in einem Dialog, dessen Echtheit37) nicht zu bestreiten ist, sogar dem Aristoteles eine Schilderung seines Umgangs mit einem Juden in den Mund gelegt und den Gründer des Peripatos mit Anerkennung von de…

  11. 1866-01-01 · 1866 · page 113

    111 nun Alles, was die reisenden Kaufleute, die heimkehrenden Krieger Alexander's und auch dessen philosophische, der semitischen Sprachen sicherlich unkundige, Begleiter dem Theophrastos von den Juden erzählen konnten, mit den Mängeln der …

  12. 1866-01-01 · 1866 · page 114

    112 Missverständnisse ohne jeglichen Anhalt im wirklichen jüdischen Ritus dasteht. Denn es ist rein aus der Luft gegriffen, dass die Juden, wie Z. 365 zu lesen ist, ""Honig* über die zu verbrennenden Opferstücke gegossen hätten. Das Verbot …

  13. 1866-01-01 · 1866 · page 115

    113 sich das Verhältniss bei den Juden. Das jeden Morgen und jeden Nachmittag dargebrachte Gemeindeopfer, welches den täglichen» Tempeldienst eröffnete und beschloss und auch durch die feierlichsten ausserordentlichen Festopfer nicht verdrä…

  14. 1866-01-01 · 1866 · page 116

    114 (Extravaganten), mit hinlänglicher Deutlichkeit38) enthalten. Man % ging von den Grundsätzen aus, dass einerseits bei jedem Opfer die Veranstalter desselben zugegen sein müssen, und dass andererseits die Volksgemeinde durch die Priester…

  15. 1866-01-01 · 1866 · page 117

    115 Aeschylos lässt die Klytämnestra*) zu den Erinyen sagen: rMancli rFeueropfer auf dem Heerde bracht' ich dar Bei Nacht, wo keiner cGottheit ausser euch man naht'5 jedes Nachtopfer hatte für den Griechen etwas Düsteres. Bei den Juden hing…

  16. 1866-01-01 · 1866 · page 118

    116 Meopfehren' gehalten hat, werden von anderer Seite her und zum Theil auf verstecktere Weise einige griechische Localculte in den folgenden Sätzen (Z. 377—410) angegriffen, welche sich zunächst mit dem Ursprung der Menschenopfer beschäft…

  17. 1866-01-01 · 1866 · page 119

    …seitigung des ursprünglichen Menschenopfers (s. oben S. 57), die stellvertretende Ceremonie vollzogen, deren Einsetzung Euripides am Schluss seiner Iphigenia in Taurien*) auf Gebot der Athene geschehen lässt; einem Manne ward am Halse die Haut mit e…

  18. 1866-01-01 · 1866 · page 120

    118 genauer chronologischen Feststellung freilich die Mittel fehlen, später fiele als die Criminalklage auf Unfrömmigkeit (aasßtiaj, welche der durch seine Anklage des Phokion berüchtigte Hagnonides unmittelbar gegen Theophrastos gerichtet …

  19. 1866-01-01 · 1866 · page 121

    …es 'Erzeugers Apollon;a wohl um die schaffende Gnade des Gottes zu versinnlichen, war aus dem Dienst dieses Altars, wie Aristoteles*) berichtet, jegliche Spur zerstörender Kräfte entfernt; kein Thier ward dort geschlachtet, und sogar die Mehlopfer wur…

  20. 1866-01-01 · 1866 · page 122

    120 geopfert.3 Den Ursprung der Verwirrung erklärt auch hier die Annahme, welche schon in einem ähnlichen Falle, (s. oben S. 68) nöthig wurde. Porphyrios hatte in dem Brouillon seiner theophrastischen Excerpte einen eigenen Zusatz den frühe…