Mannheim
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  1. 1866-01-01 · 1866 · page 63

    61 cin Nothzeiten aufgekommene Nahrung, den Menschen wohl nicht Späterhin den Massstab abgeben für das was sie essen sollen, vielmehr da es nur als nachträgliche Folge aus dem Essen und der cWeihgabe entstanden ist, darf es wohl nicht nöthi…

  2. 1866-01-01 · 1866 · page 64

    62 cdass TIieophrastos den nach wahrer Frömmigkeit Strebenden cdas Opfern lebendiger Geschöpfe untersagt; er macht dafür noch folgende andere Gründe geltend: Kaplans Erstlich, weil, wie gesagt, nur in Zeiten da ungewöhnliche Noth Theounser …

  3. 1866-01-01 · 1866 · page 65

    63 wählen, dieses ihnen Schaden zufügt, da sie ihres Lebens verlustig geheD. Denn das Opfer ist und heisst eine fromme Handlung. Fromm aber ist Niemand, der mit fremdem Gut seinen Dank entrichtet, mag er auch nur Früchte oder Pflanzen ohne …

  4. 1866-01-01 · 1866 · page 66

    64 geschieht auf Grund unserer eigenen Mühe [und kann daher nicht für eine Beeinträchtigung der Bienen gelten; denn da die Mühe gemeinschaftlich ist], muss. es auch der Nutzen sein-, die Bienen nämlich sammeln den Honig aus den Pflanzen, wi…

  5. 1866-01-01 · 1866 · page 67

    65 Geschlechts richten. Mag es immerhin einige Menschen geben, die, wie es bei Homer (Ilias 9, 154) heisst, an cSchaafvieh reich und an Hornvieh* sind, das darf nicht in Betracht kommen, erstlich, weil vi…

  6. 1866-01-01 · 1866 · page 68

    66 folg, dass es den Göttern wohlgefälliger ist als das Kostspielige. Denn sonst hätte wohl nicht die Pythia den Spruch gethan, dass jener Thessaler, welcher Stiere mit vergoldeten Hörnern und Hekatomben dem pythis.ehen Gotte darbrachte, ih…

  7. 1866-01-01 · 1866 · page 69

    67 nicht kostbare. Jetzt aber glauben die Menschen allerdings, dass ein sauberes Gewand um einen unreinen Leib angelegt der zum Opfern erforderlichen Reinheit nicht genüge, wenn hingegen Leute sauber zwar an ihrem Leibe wie in ihrer Kleidun…

  8. 1866-01-01 · 1866 · page 70

    68 dem Geringen Gefallen habe, zeigt die allgemein verbreitete Sitte, dass Ton der täglichen Mahlzeit, was auch immer auf den Tisch kommen mag, vor dem Genuss der Gerichte Weihgaben abgesondert werden, die zwar nur klein sind, aber diesem K…

  9. 1866-01-01 · 1866 · page 71

    69 an den Rand der theophrastischen Erzählung von dem Hermionenser Zusatz des Porphvrios. (Z. 176), zu welcher er die ähnlichen von dem Arkader Klearchos und dem Delpher Dokimos als Parallelen fügen wollte; und bei der Reinschrift, die er s…

  10. 1866-01-01 · 1866 · page 72

    …nen Citate blos aufgereiht, aber nicht verwerthet sind, sticht gar sehr von Allem ab, was einem der besten Zöglinge des Aristoteles zugetraut werden darf; die wirklich theophrastischen Citate aus Hesiodos, welche oben (S. 57 Z. 70) vorkamen, und die a…

  11. 1866-01-01 · 1866 · page 73

    71 behandelt hat, darf man zuversichtlich seinen Eigennamen jenem Plural unterlegen und die Fundgrube des Porphyrios entdeckt zu haben glauben. Auf-das Vollständigste genügt nun allen diesen Anforderungen der von Athenäos*) erwähnte Freigel…

  12. 1866-01-01 · 1866 · page 74

    72 Aeschyios. eine (Z. 232—237) zeigt den Aesehylos bei allem Bewusstsein von seiner Dichiergewait, die sich auch hier in einem treffenden Gleichniss äussert, doch von der Ueberzeugung durchdrungen, dass auf dem Gebiete des religiösen Cultu…

  13. 1866-01-01 · 1866 · page 75

    73 sondern die Handvoll Mehl eines delphischen Bauern für das frömmste Opfer. * Erst nach vollzogener Absonderung aller dieser zum Theil werthvoller, aber insgesammt von fremder Hand eingelegter und daher störender Zusätze lässt sich Theoph…

  14. 1866-01-01 · 1866 · page 76

    74 Libationen zuerkennt und sie der Oel- und Weinspende als die einfachere vorzieht (s. unten S. 79). — Eine dritte Reihe von syllogistischen Beweisen gegen die Thieropfer (Z. 159—173) wird aus dem Satz entwickelt, dass ein wohlfeiles und j…

  15. 1866-01-01 · 1866 · page 77

    75 die zum Opfer tauglichen, verhältnissmässig selten seien (Z. 162 bis 171), und das grössere Gefallen der Gottheit an einfachen Opfern erhärtet er durch eine Orakelerzählung, deren anmuthige Einkleidung (Z. 1.74—180) noch mehr ins Licht g…

  16. 1866-01-01 · 1866 · page 78

    76 Gleichklang, dessen deutsche Nachbildung einer treuen Uebersetzung versagt ist, die Gesinnung der Opfernden — to twv &vovtmv fi&og (Z. 181) — und die Menge des Geopferten — 16 rav xh)o{xsvwv nXrjfrog — einander gegenüber, um zunächst die…

  17. 1866-01-01 · 1866 · page 79

    …nder Reiz ist in der griechischen Fassung so gross 31), dass man ohne Verwunderung wahrnimmt, wie der christlich fromme Alexandriner Clemens, trotzdem ihm die grosse Anzahl ähnlicher Bibelverse bekannt war, doch von diesem Distichon sich besonders tief…

  18. 1866-01-01 · 1866 · page 80

    78 kein eigentliches Opferthier war, den Göttern geweiht wurden, nicht um die agynazcc,-welche z. B. Eumäos, als er zur Bewirthung seines noch unerkannten Herrn ein Schwein geschlachtet hatte, cden ewigen Göttern opferte (Odyssee 14, 446);J…

  19. 1866-01-01 · 1866 · page 81

    79 cnachdem man sich zuerst der.Kräuter bedient, die dann eingeführten alten Opfer aus den jährlichen Feldfrüchten bestanden 'haben.3 Wohl weil Theophrastos' reiches Detail mit den mythischen Episoden verwebt war, die Porphyrios nach der An…

  20. 1866-01-01 · 1866 · page 82

    80 Nicht war Jenen ein Ares Gott noch war es der Aufruhr, Weder der thronende Zeus noch Kronos oder Poseidon, Sondern die thronende Kypris; unter Kypris versteht er sein kosmisches Princip der 'Liebe/ Jene nun suchten die Gnade der Göttin m…