Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 76% known words query
- IRI
…/2720904-2720933-2720934--0686-2721928- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
68 dem Geringen Gefallen habe, zeigt die allgemein verbreitete Sitte, dass Ton der täglichen Mahlzeit, was auch immer auf den Tisch kommen mag, vor dem Genuss der Gerichte Weihgaben abgesondert werden, die zwar nur klein sind, aber diesem Kleinen wird eine über Alles grosse Würde beigelegt. öv z§ &sioxuzq) ys zaiv sv f]taTv yaioovza [löliata zbv &sbv Siaxsifisvw xa&aQwc, azs avyysvsZ neyvxozi. sv yovv 'EmdccVQty Tvqosysyqanzo' äyvbv %Qrj vaoto dvwSsog svzbg lovza 260 s'fifisvar ayvsiTj & süxi (pgovsTv oöict. C. 20 oxi de ov x<p svöyx(p %aiqsi o %)sbg xwv frvöiaiv aXXa xip xv%6vxi, SrjXov ix xov zijg xa%y faieoav zooyijg, xav onoia zig ovv avxij Ttaqaxs&ri, zavzTjg 7tQO zcav dnoXavffsav nävxag anäqys<si>ca (jlixqov fisv, aXXct z^ fiixQty zovzq navxbg \xaXXov fxsydX^ zig 265 sozi zip.ii. Wer die deutsche Uebersetzung dieses Abschnittes, ohne auf das Griechische30) zu achten, in Einem Zuge liest, wird sich von zwar nicht raschem, aber doch stetigem Gedankenfortschritt vorwärts geführt und gegen das Ende hin das logische Band zwischen den einzelnen Sätzen eher straffer angezogen als gelockert fühlen; am allerwenigsten wird ihmin den Sätzen (S. 66) cdie- Gottheit sieht mehr cauf die Gesinnung der Opfernden als auf die Menge des Geopferten. cMan muss also die Gesinnung reinigen, ehe man opfern geht,3 die Bündigkeit der Schlussfolgerung etwas zu wünschen lassen. Und dennoch ist, wie ein Blick auf das Griechische zeigt, jenes 'Also (zoivvv Z. 250)3 von dem Satz (Z. 181 fiäXXov zb öaipöviov nqbg zb zav &vovz(av ij&og jj nqbg zb zatv \h)of.isvm> nX^d-og ßXsnsi), aus welchem es einen so regelrechten Schluss zieht, durch nicht weniger als 69 Zeilen getrennt — wohl ein schlagender und jeden anderen entbehrlich machender Beweis, dass diese 69 Zeilen nicht von Theophrastos herrühren, dessen wohlgefugten Syllogismus sie so rücksichtslos zerreissen, sondern wiederum einen jener Zusätze des Porphyriös bilden, zu denen er sich in dem Epilog bekennt. Trotz seines Strebens nach einheitlichem Ebeninaass (s. oben S. 34) ist er also hier einmal dem gewöhnlichen Schicksal der Compilatoren verfallen und' hat es nicht verhindern können, dass die Nähte seiner zusammengestückten Arbeit grell hervorgucken-, wahrscheinlich schrieb er den Zusatz in seinem Brouillon