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  1. 1861-01-01 · 1861 · page 50

    4S anderspreehen menschlicher und göttlicher Zeugen; und aus Rücksicht wiederum für diese andere Klasse von Lesern beschränkt sich Severus darauf, ein für alle Mal in der Einleitung die Ausbeutung'heidnischer* Autoren, gleichsam als liege d…

  2. 1861-01-01 · 1861 · page 51

    …nd die Burg Antonia nicht eben so gut mit den erforderlichen Legionen hätten besetzt werden können wie das unterworfene Alexandria und die Lasel Pharos, warum die flavischen Kaiser, welche mit den Grossthaten der Julier ihre eigenen Leistungen im bri…

  3. 1861-01-01 · 1861 · page 52

    50 ihn unter allen Umständen zu zerstören. Auch über diese Vorfrage giebt nun Josephus freilich eine Auskunft, welche zu der Rolle passt, die er den Titus durchweg spielen lässt. Drei Ansichten, erzählt er {Bell. VI, 4, 3), seien im Kriegsr…

  4. 1861-01-01 · 1861 · page 53

    51 liehen. Demgemäss sagen denn auch die einleitenden Verse von jedem der drei Flavier so viel Gutes, als ein gewandter Dichter sagen konnte; am meisten von Vespasianus, der damals den Thron inne hatte und dessen Laufbahn Stoff genug auch f…

  5. 1861-01-01 · 1861 · page 54

    52 cseien doch von denselben Urhebern ausgegangen; die Christen seien aus den Juden entstanden; rsei erst die Wurzel fortgeschafft, so werde auch der Stamm leicht zu Grunde gehen. Solcherweise 'ward, nachdem auf göttlichen Wink alle Gemüthe…

  6. 1861-01-01 · 1861 · page 55

    …us unter den 'heidnischen* Schriftstellern, aus denen geschöpft zu haben er in der Einleitung cgesteht3, vorzüglich den Tacitus für die einschlageuden Theile der römischen Kaisergeschichte ausgebeutet hat, setzen die folgenden Zusammenstellungen a…

  7. 1861-01-01 · 1861 · page 56

    …r jede grössere oder kleinere Aenderung ist der Grund unschwer einzusehen, sogar weshalb gleich zu Anfang videbaiur des Tacitus in credebatur geändert wurde*, nämlich deshalb, weil videri ohne Dativ bei Severus und seinen Zeitgenossen die Bedeutun…

  8. 1861-01-01 · 1861 · page 57

    …rzustellen ist bis auf den heutigen Tag nicht gelungen. Diese Beispiele erweisen also, dass Severus aus den Annalen des Tacitus diejenigen Nachrichten über die neronische Regierung fast wörtlich ausgezogen hat, welche in Beziehung stehen zu den Ch…

  9. 1861-01-01 · 1861 · page 58

    … die Wahrscheinlichkeit noch höher zu steigern. Zuvörderst der Widerspruch gegen Josephus kann für die Annahme dass wir Tacitus vor uns haben nicht anders als empfehlend sein. Tacitus hat es verschmäht, aus den josephischen Schriften sich da zu be…

  10. 1861-01-01 · 1861 · page 59

    …e auch hier dem Severischen Text eine Fassung gegenüberstellen, die, fern von der Vermessenheit verbürgen zu wollen was Tacitus geschrieben hat, nur anschaulich machen soll, wie wenige und von welcher Art diejenigen Severischen Worte sind, welche …

  11. 1861-01-01 · 1861 · page 60

    …rzählung nöthig, eben um eine Unterstellung des Ersinnens, wie Sigonius sie gewagt hat, von vornherein auszuschliessen. Tacitus hat natürlich, nachdem er einmal auf den Gang der Debatte im Kriegsrath sich eingelassen, darüber nicht gerüchtweise so…

  12. 1861-01-01 · 1861 · page 61

    …igin zu Karthago verliehenen Corporationsrechte sind (Ulpianus fr. 22, 6). Sacrare aedem für consecrare findet sich bei Tacitus auch Annal. II, 49, während Severus sonst von dem jüdischen Tempel nicht sacrata sondern das gewöhnliche sacra aedes (I…

  13. 1861-01-01 · 1861 · page 62

    …e gebrochen hat, welche selbst Josephus nicht zu bemänteln vermag und daher möglichst rasch erzählt {Bell. HI, 10, 10). Tacitus nun aber und der ihm folgende Severus hatten keine Aufforderung, die Gutmüthigkeit der flavischen Dynastie herauszustre…

  14. 1861-01-01 · 1861 · page 63

    61 erfahren hatten. Unbekannt war dieser Gesichtspunkt auch dem Josephus nicht; das zeigen die Worte, welche er seine Minorität im Kriegsrath sprechen lässt, cman werde von allen Orten her sich um den Tempel schaaren (oben S. 50)\ Aber das …

  15. 1861-01-01 · 1861 · page 64

    62 durch eine dicht übertünchte. Die erste Interpolation liegt offen, weil sie zu einem auffallenden sachlichen Fehler geführt hat. Jeder Geschichtskundige weiss, dass Antiochos der Grosse nicht der Bruder sondern der Sohn des Kallinikos wa…

  16. 1861-01-01 · 1861 · page 65

    …tte bei Sidonius Carm. VII 80 sind von J. F. Gronovius Observ. IV c. 25 besprochen; die vierte bei Eutropius IV 2 weist Theodor Mommsen nach. Dazu kommt dann noch die Scipioneninschrift bei Orelli 557, auf welcher die wunderlich gräcisirende Form in noch …

  17. 1861-01-01 · 1861 · page 66

    64 sung angegeben, die selbst zu formuliren Severus sich nicht einmal die Mühe genommen sondern wörtlich, wie De Prato nachweist, aus Hilarius abgeschrieben hat. Dagegen der eigentliche Kern des Werks, die alttestamentliche Geschichte, blei…

  18. 1861-01-01 · 1861 · page 67

    65 Bedrückung zu einer geistigen Knechtschaft umgedeutet werden soll, muss das geistige Moment klar bezeichnet werden; Hinzufügung eines Genetivs zu captivitas ist uuerlässlich, mag man nun für peccati sich entscheiden, das De Prato vorschl…

  19. 1861-01-01 · 1861 · page 68

    …wahrten sie ihren Sonderglauben mittels schrankenloser Anwendung der Interpretationsweise, in welcher Kirchenlehrer wie Origenes ihnen vorangegangen waren. Zur Zeit als der Priscillianismus in Spanien und Aquitanien aufkam, d. h. in der zweiten Häl…

  20. 1861-01-01 · 1861 · page 69

    …ände einer anziehenden, von allem Solöken und Fremdartigen freien historischen Schrift den Verehrern des Sallustius und Tacitus dargeboten werde; und allerdings musste schon diese Absicht dem Severus den Vorsatz eingeben, auf den Boden der geschic…