Mannheim
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  1. 1859-01-01 · 1859 · page 20

    18 fahren, wenn wir auf dem Gebiete des Nichtdemonstrabein das Wahrscheinliche aufsuchen. So gründet sich, um das eklatanteste Beispiel zu geben, die einzig mögliche Erklärung der Sphären- und Plänetenbewegungen auf zwei Hypothesen, den Epi…

  2. 1859-01-01 · 1859 · page 21

    19 Was diese selbst nun betrifft J)> so schreitet sie trotz der eingestreueten, scheinbar vom Ziele abfuhrenden Themata dennoch sehr methodisch fort, so dass wir unseres Autors eigenem, besonnenen Gange getrost folgen können. Alle entständl…

  3. 1859-01-01 · 1859 · page 22

    …Welt dem Zufalle zuschreibt. Wir begnügen uns, meint M., was diese Ansicht betrifft, mit der Widerlegung, die schon aus Aristoteles gegen dieselbe folgt. „Ein Zweig dagegen aus dem Stamme der Ansicht über die Ewigkeit der Welt" ist die zweite (Aristot…

  4. 1859-01-01 · 1859 · page 23

    21 mau auch auf sie die göttliche Providenz sich ausdehnen lassen. Ja auch die organischen Einzelwesen sind insoweit der göttlichen Providenz theilhaftig, als sie Kräfte haben, das ihnen Nützliche zu erlangen und das Schädliche abzuwehren. …

  5. 1859-01-01 · 1859 · page 24

    22 zusammen, weshalb ihnen denn auch das Vergehen von ..Seiten ihrer Materie kommt, wenn diese nämlich die Form nicht länger festzuhalten im Stande ist. Nun aber ist es dem Menschen allein von allen sublunarischen Dingen gegeben, des Stoffe…

  6. 1859-01-01 · 1859 · page 25

    23 der Theorie zu gelangen, und also keinen selbstständigen Theil des höchsten Gutes ausmachten^ Aber der gegen Aristoteles ausgesprochene Tadel betrifft doch nur einen formalen Uebelatand, der ganz wohl von dem grossen Stagiriten hätte beseit…

  7. 1859-01-01 · 1859 · page 26

    24 höchsten Grad der Vollkommenheit hat derjenige erreicht, oder, um mit M. zu reden, um den Thron des Königs verweilt, wer all sein Denken auf Vervollkommnung in göttlichen Dingen richtet, sich, mit Abwendung vom Irdischen, ganz der Gotthe…

  8. 1859-01-01 · 1859 · page 27

    25 mittheilen und, was ihre nähere Begründung angeht, sich auf das Gebot: „Du sollst den Ewigen Deinen Gott lieben u. s. w." verlassen musste1), ein Gebot, das, wie Maimoni wiederholentlich auseinandersetzt 2), den Menschen zur philosophisc…

  9. 1859-01-01 · 1859 · page 28

    26 mehr die eingebildeten, für Viele eine Schwächung ihres philosophischen Eros und damit auch ihrer philosophischen Kraft zur Folge. Hält man das Alles fest, meint M., so wird es einleuchtend, warum die Schrift, welche von Kindern, Frauen …

  10. 1859-01-01 · 1859 · page 29

    27 Existenz und ihr Wirken vorstellbar zu machen, bisweilen aber zu ihrer Bezeichnung Attribute von Thieren hergeholt, um ihre niedere Stufe gegen Gott anzudeuten. Doch ist das bis jetzt Angeführte keinesweges der einzige Grund für die mann…

  11. 1859-01-01 · 1859 · page 30

    28 die Kede sein. Diese letztere aber ist aufzufassen als eine Einwirkung (yatf) Gottes unter Verinittelung der wirkenden Intelligenz (des ^?i?isn ^DW, vovg 7toiijuiy.bg, oder theologisch ausgedrückt des zehnten Engels) zunächst auf das Erk…

  12. 1859-01-01 · 1859 · page 31

    29 Organisation der Einbüdungskraft kommen sie nicht bis zur prophetischen Ekstase. Umgekehrt aber auch ist eine Stufe gedenkbar — und auf ihr stehen vor Allem die eingebildeten Propheten — auf der das Denkvermögen, sei es aus angeborener U…

  13. 1859-01-01 · 1859 · page 32

    30 denn überhaupt die Homonymität des Wortes "jx^ö festzuhalten ist, wenn man nicht auf die falsche Meinung kommen will, dass Hagar, Manoali und ähnliche nicht dazu vorbereitete Menschen eine prophetische Vision gehabt hätten. Verfolgen wir…

  14. 1859-01-01 · 1859 · page 33

    31 reiner Geist die Mittheilungen des Geistes erhielt, so dass naturgemäss auch die subjektive Notwendigkeit, in Bildern zu reden, für ihn nicht vorlag. In letzter Zurückfuhrung nun beruht darauf auch die grössere Heiligkeit der Thora im Ve…

  15. 1859-01-01 · 1859 · page 34

    32 ausdrückt, durch prophetische Eingebung, noch auch durch Unterricht eines Lehrers darauf geführt worden zu sein, sondern lediglich durch sorgfältige Erwägung der prophetischen Stellen, der Worte der talmudischen Weisen, nebst dem, was di…

  16. 1859-01-01 · 1859 · page 35

    …s oberhalb und unterhalb der Ausdehnung." \ Offenbar nämlich findet er in diesen Worten die meteorologische Theorie des Aristoteles, nach welcher man eine zwiefache Art von Dunst, den feuchten (ar^tg) und den trockenen (avad-Vfuiaaie) zu unterscheiden…

  17. 1859-01-01 · 1859 · page 36

    34 nur heissen, dass jede eine ihr eigentkümliche Richtung der Bewegung habe, c) Die Bewegung der Chajot geschehe mit der Schnelligkeit des Blitzes, und zwar, wie aus den Ausdrücken 2W1 NW"i hervorgeht, kehrten sie wieder im Kreise zurück, …

  18. 1859-01-01 · 1859 · page 37

    35 Als dritte Vision endlich erwähnt der Prophet einen Himmel und über ihm die Gestalt eines Thrones wie über diesem eine menschenähnliche Gestalt. Die Menschengestalt selbst aber wird als getheilt vom Propheten dargestellt. M. nun versteht…

  19. 1859-01-01 · 1859 · page 38

    36 enthalten sei: „Lass mich deine Wege sehen, damit ich dich kennen lerne," deren andere aber in den Worten liege: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen." Die erste Bitte nun sei, wie leicht einzusehen, auf die Erkenntniss Gottes durch die A…

  20. 1859-01-01 · 1859 · page 39

    …er Weise als letzter Grund für die Naturgesetze wie für die Wunder angenommen wird, gegeben ist. Wohl ist daher nach M. Aristoteles im Rechte, von festen und nicht alterirbaren 1) More II, 5, 7. 2) More I, 27. 3) Arist. de an. II, 7. 4) More II, 25. o…