Mannheim
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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 158

    158 keit hatte daher den unverhohlenen Beigeschmack bittrer Resignation und Hoffnungslosigkeit und es spiegelte sich darin auch der unerfreuliche wirtschaftliche Zustand der Prager Städte jener Zeit, der das verliehene Recht wertlos machte.…

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 159

    159 Befehl diese Synagoge nicht bloß erneuert, sondern sogar einen neuen Rabbiner dabei angestellt hätten. Die Statthalter beauftragten natürlich sofort die Judenkommission, diese Beschwerde zu untersuchen, Der Bericht der Reduktionskommiss…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 160

    160 umfangreiche Klageregister gegen den Altstädter Hauptmann verfolgte zweifellos zunächst den Zweck, die Aufmerksamkeit von der Frage der Alten Synagoge und der Aufhebung von sieben Synagogen abzulenken. Die Juden mußten sich doch trotz i…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 161

    161 stein erklärten die Statthalter summarisch, der Wahrheitsbeweis sei den Juden nicht gelungen. Die Entscheidung, die in der Frage der alten Synagoge mit Hofdekret vom 10. Dezember 1693 erfloß, war den Juden nicht günstig. Die Juden wurde…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 162

    162 lung der abgebrannten Schule. Sie wurden jedoch mit ihrem Gesuch abgewiesen, ebenso wie sechs Jahre später,34) im Jahre 1702. Erst i. J. 1707, als die Verwalter der Popper-Schule, Mardochei Wiener und Liebermann Marcus, zum drittenmal i…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 163

    … von den Statthaltern eine Vortragsbewilligung hatte, die des Bunem Eger, die des Dr. Mayer im Eckischen Hause, die des David Oppenheimer und die des Moses Eisenstadt. Davon wurden i. J. 1708, wie wenigstens der Altstädter Hauptmann nach dem Ergebnis der Er…

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 164

    164 tion der Zahl der Prager Judenschaft — es wird davon noch die Rede sein — zum Gesuch der Verwalter der Popper-Synagoge ablehnend und beantragten überdies nach dem Vorschlag des Appellationsgerichtes, im Ghetto eine Visitierung aller Syn…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 165

    165 des XVIII. Jahrhundertes war schon so weit gediehen, daß die jüdische Bevölkerung zahlenmäßig fast schon die christliche Bevölkerung der Altstadt überwog, freilich unter den schwierigsten Unterkunftsverhältnissen, denn in einem Judenhau…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 166

    166 Stellen gäbe, und sich dort neue Häuser aufbauen. Baubeiträge könnten ihnen die in den Liechtensteinhäusern wohnhaften Juden leisten, da diese ihre Häuser ohne irgendwelches Entgelt in vollen Besitz und unumschränktes Nutzungsrecht erha…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 167

    167 jedoch den Juden noch ein recht umfangreicher Baublock im Sprengel der Heiligenkreuzkirche und des Cyriakenklosters belassen sowie ein Häuserblock auf dem Nebenrecht des St. Georgsklosters. Falls die Judenkommission in den Jahren 1689 u…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 168

    168 in die größeren Gassen mündeten, so gebaut sein sollten, um Fuhrwerke durchzulassen; die übrigen sollten bloß als Pforten für den Verkehr zu Fuß eingerichtet sein, dem in den Toren ein kleineres Türchen dienen sollte. Gegen die Moldau z…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 169

    169 Menschen erklärt; — diese Phrase kehrt zu jener Zeit im Zusammenhang mit der Judenreduktion natürlich stereotyp wieder. Das vorherrschende Reduktionsmotiv des Memorandums bildet die jüdische Konkurrenz, also ein wirtschaftlicher Beweggr…

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 170

    170 rung ihres Antrags hervorgeht, stellte es sich die Kommission v. J. 1700 so vor, die jüdischen Ehen würden sich keineswegs erst durch die Bewilligungsverweigerung, wovon dort überhaupt keine Rede ist, sondern bereits durch die abschreck…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 171

    171 Statthalter stellten nun einerseits den Antrag, es möge zum Zweck des Häuserauskaufs beim Altstädter Magistrat eine eigene Kommission errichtet werden, welche unter Zuziehung von Bausachverständigen einen gerechten Preis festsetzen soll…

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 172

    172 in der Judenfrage nicht wenig verletzt, denn sie durften mit Recht annehmen, daß die Judenfrage vor allem Gegenstand ihrer Kompetenz sei; das gab — wenn auch indirekt — sogar das Gutachten der Judenkommission zu, wenn es den ursächliche…

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 173

    173 terischen Memorandums vom November 1700 ausgeschieden und selbständig gelöst werden, da die diesbezüglichen Erhebungen der böhmischen Kammer noch längere Zeit währen würden. An diesen Antrag schloß die Hofkammer die Fürbitte, es möge de…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 174

    174 den Bau eines Judentores hart am Klostergebäude, sodaß die Statthalter ihre Bewilligung zur Errichtung dieses Tores zeitweilig suspendierten. Noch unmittelbar vor Weihnachten des Jahres 1702 verordneten die Statthalter, daß die Juden di…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 175

    …. in ansehung der^den 25. Septembris bevorgestandenen criminalexecution des studiosi Johann Fitzthumb von Studenten und allerhand pöwl der jüdischen gemeinde angedroheten invasion"; weiter sagt dann derselbe Bericht, daß der Sicherheit der Juden för…

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 176

    176 steckhung bedrohet und einig angelegtes gewestes feyer in die judenheyser an zweyen orthen befunden und das corpus delicti einem löblichen Altstetter magistrat überreichet worden", was auch in dem Bericht der Statthalter an den Kaiser v…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 177

    177 solche neu aufgebaute Pforten und Türe auf Kosten besagter Juden einreißen und wegräumen lassen und berührten Prag-Altstädtern davon Kenntnis geben ..." — Doch, wie aus den späteren Verhandlungen hervorgeht, wurden diese zur Zeit der Sc…