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138 gegen die Moldau zu eine Umfassungsmauer zu errichten sei, warnte jedoch vor einer Bedrückung der Juden. Noch vor der endgültigen Entscheidung des Kaisers begannen die Juden mit der Erneuerung des Ghettos; übrigens hatten sich einzelne …
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139 mischen Kanzlei gedungenen Zimmergesellen den Auftrag gab, an den jüdischen Häusern alle hölzernen Baubestandteile einzureißen, da kam es zu einer stürmischen Zusammenrottung der Juden, welche die Amtskommission mit Schimpfworten trakti…
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140 Hausherren, die, ähnlich wie in andern Kirchspielen der Altstadt, den Juden Unterkunft geboten und von ihnen im vorhinein den Mietzins erhoben, bzw. von ihnen Geld zum Bau ihrer neuen Häuser geliehen hatten, mit der Verpflichtung, in di…
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141 des anstößigen Vorfalls —, indem er einerseits die gegen den Notar von St. Georg sprechenden Zeugenaussagen zu entkräften suchte, anderseits ausführte, daß keine Obrigkeit verpflichtet sei, auf ihren Gründen Juden zu dulden, am 1. Feber…
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142 bestraft, mochte er auch nur der Vollstrecker des Befehls sein; er hätte jedoch wissen sollen, daß gegen das ausdrückliche Verbot der Statthalter keine Gewalttat unternommen werden dürfe. Seine ironische Bemerkung aber, daß die Statthal…
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143 zitierten Artikel von V o j t i s e k stützt sich zum Großteil S. L. Lieben, Die Prager Brandkatastrophe von 1689 und 1754, im Jahrbuch der jüdischliterarischen Gesellschaft (Frankfurt a, M.), Jg. XVIII (1927) S. 175—83; Li e b e n biet…
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…. h. die Notwendigkeit, die jüdischen Häuser auszukaufen) aus dem wege geraumet", schreibt der Altstädter Rat an Kaiser Leopold I. gegen Ende Juni 1689 (vgl. Anm. 9). «) Original dd. präs. 1. Juli 1689 in CDK IV T 1, 4 ex 1689, Abschrift in J 4/21. …
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145 19) „... höchst nöthig wehre eine haubtcomniission zu dessen allen besserer bewerekstellung angeordnet und hierzu zu observierung einer jeden interesse angeordnet und von jeder instantz gewisse subjecta verordnet werden möchten." 20) Ab…
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…allerdings die Bemerkung nicht versagen: „ob wir nun zwar aus wichtigen und erheblichen Ursachen tarn respectu temporis pacifici als bellici gnädigst gern gesehen hetten, daß gedachte Judenschaft, wann es füglich hette geschehen können, auf ein and…
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147 4S) Das geschah am 14. Jänner 1690. 44) Note der böhm. Kammer an die Statthalter vom 16. Jänner 1690. Nach der Aufforderung der böhm. Kanzlei lehnte die böhm. Kammer die Mitarbeit am Reduktionswerk mit der Note vom 26. Jänner ab: am gle…
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148 breiteten die Verwalter der Alten Synagoge dem Kaiser eine Supplik um Erlaubnis zur Benützung dieser Synagoge, indem sie darauf hinwiesen, es sei dies die älteste Prager Synagoge, von Stein gebaut und mit Ziegeln gedeckt; ihr Wert übers…
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149 4. Kapitel. Die Beendigung der Ghettoerneuerung nach dem Brande d. J. 1689. Der Torbau in der Judenstadt und der Kampf der Juden um die Synagogen; Erneuerung des Reduktionsprogramms (1699—1703). Die Verschleppung der völligen Wiederhers…
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150 schaftlichen Beweggründen bestimmt. Die Katastrophe, welche die Prager Juden durch die Feuersbrunst an ihrer unbeweglichen und an ihrer beweglichen Habe erlitten hatten, war äußerst empfindlich, und ihre schmerzlichen wirtschaftlichen F…
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151 nach Ablauf eines vollen Vierteljahrhunderts seit dem Brande, i. J. 1714, als sich das Ghetto mit seinen 310 Häusern bereits dem Stande vor iem Jahre 1689 näherte, fand die Reduktionskommission in der Judenstadt noch recht viel Brandste…
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152 Vorgehen wandten sich gleich am 6. Oktober die Judenältesten an die Statthalter mit der Bitte um Schutz und um die Erlaubnis, die Tore an den Stellen erbauen zu dürfen, wo die alten Tore gestanden. Es ist interessant, daß der Altstädter…
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153 im Hinblick auf das königliche Dekret vom 6. Juli 1652'— war also das Verlangen, zu verhindern, daß die neuen Tore an der Stelle der alten Tore gebaut würden und so das Ghetto in jenem Umfang verwahrten, den es vor dem Jahre 1689 gehabt…
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154 der vom Magistrate der Judengemeinde auferlegten Geldbuße auf; den Juden wurde gestattet, Tore auf eigene Gefahr aufzubauen. Der Altstädter Magistrat, der seine oberwähnte knappe Replik gleichzeitig mit einer Relation der Judenkommissio…
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155 Gegenteil die Sache ganz verkehrt schilderte, verschwieg sie freilich auch, daß zwischen dem Dekret v. J. 1652 und der Verordnung \\ J. 1690 kein Widerspruch besteht und daß letzten Endes Geist und Ziel beider Verordnungen im Wesen über…
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156 Altstädter Rat zur Kenntnis gebracht mit der Aufforderung, in die verordnete Kommission einen Vertreter zu entsenden, der die Rechte der Altstadt wahrnehmen sollte. Der Altstädter Rat ergriff die Gelegenheit und legte seinen Standpunkt …
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157 vischen Haus; — bezüglich dieses Viertels erklärte das Memorandum, daß es wahrscheinlich der ältesten Judensiedlung auf Altstädter Boden angehöre.16) Den Juden, welche ihre Häuser bei der alten Synagoge hatten, beantragte das Memorandum…