Mannheim
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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 77

    77 derart geschmälert werde, daß sie keine so hohe Kontribution zahlen könnten. Mit dem Hinweis darauf, daß in Wien und sogar in Rom die Juden an Sonn- und Feiertagen in ihren Gassen jegliche Ware verkaufen dürften, baten sie, es möge dies …

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 78

    78 war — nicht beobachtet und mußte daher i. J. 1672 und dann wieder 1. J. 1675 erneuert werden.61) Die gleichen Schwierigkeiten wie mit dem jüdischen Sonntagsverkauf ergaben sich mit der Beobachtung auch der übrigen erwähnten Verordnungen.…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 79

    79 Schwächung erfuhren, daß den jüdischen Beschwerden auf Fürsprache der Hofkammer in Wien wenigstens teilweise Gehör geschenkt wurde, andernteils dadurch, daß über die wirkliche Beobachtung der ergangenen Befehle keine hinreichende Kontrol…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 80

    80 offenbar das Wachstum des jüdischen Hasses allem Christlichen gegenüber, der übrigens auch an den Talmudkommentaren einen ausgezeichneten Nährstoff fand, die den Christenhaß für verbindlich und durch die Gebote der Lehre Mosis und seiner…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 81

    81 sollten. Die konfiszierten Bücher wurden in die erzbischöfliche Residenz übertragen und P. Melchior Hanel S. J. wurde mit ihrer Durchsicht betraut. Dieser stellte fest, daß die konfiszierten Talmudexemplare zwar nicht den geheimen rabbin…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 83

    83 All dies sowie der unausgesetzte und stets wachsende jüdische wirtschaftliche Druck führte dazu, daß der Antisemitismus in der nachweißenbergischen Zeit eher stieg denn fiel. Eine symptomatische Äußerung der judenfeindlichen Stimmung auf…

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 84

    84 an. Die Statthalter waren von diesem Vorfall sehr unangenehm berührt und rügten in ihrer Zuschrift an die Hauptleute des Prachiner Kreises, daß nicht auch die Sänger des „neuen Liedes" festgenommen worden seien; sie ordneten eine Untersu…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 85

    85 schließlich auch zu, es könne in Prag nachgedruckt sein —, das kam durch die amtliche Untersuchung nicht heraus. Das Appellationsgericht, das sich zuguterletzt mit dieser Angelegenheit befaßte, konnte lediglich das Erkenntnis aussprechen…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 86

    86 schaftliche Stärke der Prager Judenschaft, die den verachteten Juden Schutz vor der äußersten Auswirkung des antisemitischen Programms bot, vor gewaltsamer Vertreibung. Die Juden ließen im Bewußtsein der Gewichtigkeit dieses ihres Wertes…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 87

    87 7) Über die Erwerbung der sog. Liechtensteinhäuser vgl. namentlich V. V o j t i § e k, im zitierten Artikel (Kalendäf Sesko-zidovsky XXXV, S. 32 f.) und K. Spiegel 1. c. S. 107—15. 8) K. Spiegels Behauptung 1. c. S. 107, der Erwerb der L…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 88

    88 Prager Synagogen mit ihren Schulen, welche unter den Juden — nicht bloß den böhmischen — keinen eben schlechten Ruf genossen. Von einem tschechischen oder deutschen Charakter des Prager Ghettos — wie oben zitiert — läßt sich lediglich in…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 89

    89 23) Reskript vom 28. Feber 1631 (Orig. in J 4/10 st.); mittels Dekret der Statthalter vom 17. März 1631 wurde zwecks Durchführung des kaiserlichen Befehls eine besondere Kommission aus Mitgliedern der böhmischen Kanzlei und der böhmische…

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 90

    90 gleich weggegangen wären und der Richter die Juden abgemahnt hätte, so „hätte leicht ein Mord geschehen können, und wenn dazu das gemeine Volk zusammengelaufen wäre, weiß der liebe Gott, was daraus geworden wäre und wo es ein Ende genomm…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 91

    91 woll practicabl", daher wäre es gefährlich, „daß eiusmodi odio et mediis difficilibus in utilitätem judaeorum die Christen praegravirt werden solten." Schließlich „sei die moratoria ein modus conservandorum provincialium oder incolarum, …

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 92

    …ham Lichtenstedt mit seinem Schwager Moses am 25. Juni 1624 vom Kaiser ein Privilegium particulare, bis auf Widerruf in Leitmeritz wohnen und sich hier einkaufen zu dürfen. *ö) Dekret der Statthalter vom 12. August 1641 in J 4/1 st.: „damit . . . an …

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 93

    93 dürfen; 3. daß sie zu ihren Diensten keine christlichen Personen verwenden dürfen. 62) Kardinal Harrach an die Statthalter dd. 14. Juli 1664 in J 4/14 st.; Konzept der statthalterischen Zuschrift an den Erzbischof dd. 24. Mai 1664 in J 7…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 94

    94 in 8°) der Pisnicka novä erliegt in J 7/63 n., wo auch die Akten über den Sturm gegen die Juden in Strakonitz zu finden sind. Die Pisnicka novä besteht aus drei Teilen; der erste: „Poslys mne vse stvofeni" (= Hör mich alle Kreatur) wurde…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 95

    95 2. Kapitel. Versuche einer Reduktion der Prager Juden zur Zeit der großen Pest i. J. 1680. Die Furcht vor der Pest i. J. 1677. — Das Einbrechen der Pest vom Balkan her in den Jahren 1678—80. — Errichtung einer Infektionskommtssion und Vo…

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 96

    96 jüdische Konkurrenz besonders empfindlich in Mitleidenschaft gezogen waren. Das Privilegium Ferdinands II. vom 8. April 1627 für die Prager Altstadt, welches die Rückkehr der Liechtensteinhäuser in Christenhand verbürgen sollte, wurde zu…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 97

    97 Toren erhielten zwar unverzüglich vom Altstädter Rat den strengen Befehl, keine fremden Juden und andre verdächtige Personen in die Stadt einzulassen, aber weil sich diese Vorkehrung als unzureichend erwies, stellte der Altstädter Magist…