Mannheim
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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 339

    339 mußte. Manche Koliner wandten sich gleich an die dritte Instanz, was oft eine Strafandrohung zur Folge hatte. Die Festsetzung der Kontributionsquote für die Gemeindemitglieder war nicht nur in Kolin, sondern in ganz Böhmen der Anlaß zu …

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 340

    340 Finanzlage der Gemeinde zu erreichen. Die Kreisanleger hätten „dazumal" die Umlage höher genommen, weil einige Koliner Kontribuenten Subkontrahenten der Tabakpachtung waren, was durch die am 1. I. 1765 errichtete kgl. Pachtung aufgehört…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 341

    341 Summe der Zuschläge wurde auf jeden Kontributionsgulden gleichmäßig verteilt. Die Ausfälle in einer größeren Gemeinde wurden auf die Kontribuenten der Gemeinde, dagegen die Ausfälle in den Dörfern, wo nur wenige Juden wohnten, wurden au…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 342

    342 sei Spezereihändler, zahle 50 fl., während er doch als Gemeindekassier ein ,,Salarium" genieße und ein Haus wie wenige in der Gemeinde habe, er sollte 200 fl. bezahlen. Löbl Hersch, 1764 verwitwet, habe eine Witwe, deren Mann reich war,…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 343

    343 Überlegung es unbillig erscheine, der Koliner Gemeinde zu ihren eigenen namhaften Abgängen und Zuschlägen noch die Kreiszuschläge aufzubürden, weshalb sie von diesen befreit werde. Aber am 18. III. schränkte die Judenkommission die Befr…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 344

    344 zusehends verschlechterte, erschien den Ältesten die Aufnahme einer neuen Anleihe, die sich ihnen unter günstigen Bedingungen bot, als einzige Rettung. Dazu war jedoch die Bewilligung der Behörde erforderlich. Bevor die Koliner Juden vo…

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 345

    345 Kontribuenten leer ausgegangen war, beschloß der Vorstand, die alten Darlehensschulden unter allen Umständen einzutreiben, eventuell Bodengrund (Felder) und Schulsitze der Säumigen zu versteigern oder sie selbst in Haft zu nehmen, um da…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 346

    346 größer als die Vorteile waren, da man die „Ehrenkassiere" nicht so leicht kontrollieren konnte und auch ihre Auslagen nicht unbeträchtlich waren. Diese Ehrenkassiere glaubten auch das Recht zu haben, einen Teil des einkassierten Geldes …

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 347

    347 waren 100 fl. jährlich gesichert. An Stelle der Vorsteher, die abgedankt hatten (Joachim Ephraim und Abraham Maternowsky) traten Simon Levi, Israel Guttman n,55) Saudek Markus S k u t s c h36) und Jesaja Benatek. Inzwischen war auf Anor…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 348

    348 wird, den Viktual-Perdon gegen 300 fl. Entgelt und die Einkassierung der Kontribution für 40 fl. Jahresgehalt an Salomon Chille (= S. Sohn des Jechiel) und F o g e s (Josef) Beer K o w e i n i t z vergeben.69) Gleichzeitig wurde von ihn…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 349

    349 kungskreise besser, da sie außer der Synagogenverwaltung noch die Armenversorgung und eine gewisse Jurisdiktion hatten. Die ihrem Namen vorausgesetzte Ehrenbezeichnung war nebst dem Rabbititel „Haaluf" (der Fürst). Voraussetzung für die…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 350

    350 leicht hat ein Mißverständnis sie auseinander gebracht, vielleicht hat der Rabbiner zusehr für die Ältesten Partei genommen und sich dadurch in Gegensatz zu den Schulvätern gestellt. Wieweit dieser Gegensatz gediehen war, sieht man aus …

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 351

    351 in Kolin sollte es nicht anders werden. Der Schulvater Abraham Raudnitz hatte am Versöhnungstage 1767 an Stelle seines verstorbenen Schwiegervaters Markus S kutsch68) ehrenhalber das Neilah-Gebet vorgebetet. Der Rabbiner wollte ihn, obw…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 352

    352 dieren zu lassen, überdies der Regierung die Einführung einer 5. Schulvaterstelle vorzuschlagen. Die Verhandlungen zwischen den Ältesten und den Schulvätern haben nicht zur Versöhnung geführt. Die Schulväter haben vielmehr am 22. X. an …

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 353

    353 Die Judenkommission beauftragte die Landesjudenschaft mit der Untersuchung dieser Angelegenheit. Diese sandte ein Schreiben mit der Abschrift des Memorandums der Schulväter an die Ältesten und forderte beide Parteien auf, zum 30. X. nac…

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 354

    …ie Koliner Gemeinde wurde verständigt, daß am 8. II. der Primator der Landesjudenschaft Falk Lederer und der Deputierte Joachim Popper gemeinsam mit dem Koliner Richter die Untersuchung vornehmen werden. Die Kommission begann am 8. Feber ihre Tätigkeit. …

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 355

    …liche Winkelzusammenkunft auf gleicher Weise gesprengt worden. Die Kammerbuchhalterei mit dem Primator Falk Lederer und Joachim Popper von der Landesjudenschaft sollte die nächste Untersuchung in K o 1 i n abhalten, da bei einer Kommissionstagung in Prag…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 356

    356 geschlossen naehhause transportiert wird". Am 13. IV. soll der Koliner Gemeindevorstand und Gemeindevertreter nach Prag kommen. Die Untersuchung wurde von der Landesjudenschaft am 13. IV. in Prag durchgeführt. Von Kolin waren erschienen…

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 357

    357 Darlehenskassiere sollten für die Rückstände haften und in 2—3 Jahren alles einkassieren und verrechnen, sonst sei ihre Kaution verfallen. Die Unwirtschaft in der Koliner Gemeinde ergebe folgende Berechnung: die Gemeinde habe 2000 fl. j…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 358

    358 trolle zu stellen und setzt zu diesem Zweck folgende Normen fest: Jede Quittung der Gemeindekassa muß von 2 Ältesten und 3 Gemeindeältesten unterschrieben sein; wenn sie über 5 fl. ist, muß sie vom Primator, 2 Ältesten und 2 Gemeindeält…