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299 meindeeinkünften beanspruche, dürfe auch die gesamte Bevölkerung des Königreichs verlangen, daß sie nicht über ihre bisherige, nahezu unerträgliche Steuerlast hinaus auch noch zur Tragung des durch die Emigration der Prager Juden entsta…
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300 sie der Ausweisungskommission einen binnen sechs Wochen vorzulegenden näheren Bericht und Vorschlag ab. Gleichzeitig konnte sie es sich aber nicht versagen, den Juden einen neuen Peitschenhieb zu versetzen. Sie sperrte ihnen das Grenzge…
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301 diesem Grunde drängte sie die ihr unterstehende Ausweisungskommission gar nicht, den von der Kaiserin abverlangten Reduktionsplan vorzulegen und das mit 6 Wochen befristete Gutachten, in welcher Weise eine Bonifikation zu Gunsten der du…
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302 rechnen konnten, gingen sie auf eigene Faust vor und ließen durch ihre Handlungsdiener und geworbene Leute den Juden die hereingebrachten Waren auf der Gasse und sogar in christlichen Lagerräumen, wo dieselben sie häufig einlagerten, ge…
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303 Der Graf Wallis möge daher instruiert werden, daß die Juden an ihrem Rechte nicht zu verkürzen seien. Diesem Ersuchen entsprach der Hofkriegsrat mit einem an den Grafen von Ogilvy als stellvertretenden Kommandierenden in Prag gerichtete…
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304 Prag kamen, nur auf Grund eines vom Stadthauptmanne ausgestellten Erlaubnisscheins betreten. Zwecks Verhinderung von Brand, Einbruch und Plünderung der Synagogen und der Häuser wurde vom Stadtkommandanten eine militärische Bewachung der…
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305 Hofkanzlei in Wien einen vorläufigen Plan vor, wie die Entfernung aller Juden in Böhmen in der in Aussicht genommenen sechsjährigen Frist durchgeführt werden könnte. Darnach sollte die Ausschaffung in der Weise erfolgen, daß in jedem Re…
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306 ausgeholfen. Wie der Ersatz für den Entgang an Steuern und Gaben zu beschaffen sei, müßten die maßgebenden Stellen erwägen. Keinesfalls sei daran zu denken, daß die übrige Bevölkerung dafür aufkommen könnte, da ihr Wohlstand durch Krieg…
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307 halten keine Wohnungen, sondern lediglieh Gewölbe, Kammern und ähnliche Räume, die den Juden ausschließlich als Magazine und Verkaufslokalitäten gedient haben. Nach der Abwanderung der Juden sind sie nahezu wertlos geworden und höchsten…
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308 der gesamten Bevölkerung durch ihre Vertreibung zugefügten und weiterhin zu befürchtenden Schaden hinwies und die eindringliche Bitte stellte, für sie bei der Monarchin Fürsprache einzulegen. Mit der Note vom 9. Jänner 1747 übermittelte…
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309 um die Wohlfahrt der böhmischen Länder besorgten Stände eine Änderung des Vorgehens der Kaiserin gegen die Juden dringend verlangen, konnte Maria Theresia nicht achtlos vorübergehen. Allein zu einer, wenn auch nur teilweisen Revision ih…
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310 Abschaffung der Juden unmöglich ist, empfehle es sich, zur Beschränkung der Ausbreitung und des Einflusses derselben auf ein der übrigen Bevölkerung erträgliches und nützliches Maß alle im Lande befindlichen Juden mit Rücksicht auf die …
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311 mehr als 200—300 Juden täglich in die Stadt gekommen waren, nahm im Feber, welcher einen vorzeitigen Frühling brachte, der Zufluß derart zu, daß täglich durchschnittlich 500 Juden die Stadttore passierten. Um die Waren nicht alltäglich …
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312 deuten abgewiesen, daß die Prager Emigranten sich Warenniederlagen in jenen Städten anlegen können, in denen sie übernachten dürfen. Mit einem anderen Reskripte vom 20. April drückte Maria Theresia der Statthalterei ihr Befremden aus, d…
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313 und alleiniger Vertreter der Prager Judenschaft auf, die seit der Emigration eigentlich keine Gemeinde bilden dürfe. Eine vom Kourimer Kreisamte über Weisung der Statthalterei eingeleitete Untersuchung ergab jedoch, daß nach dem Auszuge…
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314 darin neuerdings über den von der Statthaltern nicht nur geduldeten, sondern auch geförderten Handel der Juden in Prag, der ihnen schweren Schaden zufüge, denunzierten die Statthalter und die Hauptleute der der Hauptstadt benachbarten K…
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315 Die Handels- und Gewerbsleute der Kleinseite gaben gemeinsam zu Protokoll, daß sie „das quästionierte Memorial weder bei Ihrer Majestät eingereichet, noch davor ehender einige Wissenschaft gehabt hätten." Ansonsten sagten die Perückenma…
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316 liehen Handelsleute schwer schädigen würde, könne jedoch dieser Jüdische Handel nicht sein, denn sonst hätte der von der Kaufmannschaft angestellte Aufpasser Topiczowsky längst schon eine Anzeige erstattet, was jedoch bisher nicht gesch…
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317 Gleichzeitig brachte sie der Kaiserin den grauenvollen Zustand der Judenstadt zur Kenntnis mit der Bitte um Weisung, was weiter zu geschehen habe, um die Judenstadt vor gänzlichem Verfall zu retten. Darauf erhielt sie mit dem Reskripte …
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318 An der dem kaiserlichen Kommissär erteilten Instruktion interessieren uns hier lediglich die Fragepunkte 39 und 40, welche er auf Grund der in Prag gewonnenen Informationen zu beantworten hatte. Sie lauten: „39. Nachdem von Steigerung d…