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279 Besorgnis, es könnte Ihre Majestät davon erfahren und darüber ihr Mißfallen äußern. Graf Kolowrat schlägt darum vor, die Statthalterei möge vor allem kundmachen lassen, daß alle Emigranten, welche vom Lande in die Nähe der Hauptstadt zu…
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280 boten und um irgendeine gnädigst beliebige Resolution gebeten werden, welche allenfalls so unüberlegt und unzweckmäßig ausfallen könnte, wie jene vom 31. August, sondern es sollte ihr durch Stellung eines konkreten Antrags auf allmählic…
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281 zu constituieren hätten, mit desto mehrerer Verläßlichkeit und uninteressierter Sincerität geschehen möge, seind wir der weiteren alleruntertänigst unvorgreiflichen Meinung, daß dero königliches Gubernium narh eingeholtem vorläufigen Gu…
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282 langt. Allein die weitere Duldung über den Sommer hinaus habe dazu geführt, daß jetzt mit dem beginnenden Winter von einer Emigration überhaupt nicht die Rede sein könne. Und deshalb handle es sich gegenwärtig nur um die Frage, ob man d…
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283 und die g^nze Angelegenheit den Intentionen Ihrer Majestät gemäß zu regeln. Am 9. November 1745 legte der Oberstkanzler Graf Harrach das Votum der Hofkanzlei der Kaiserin in einem persönlichen Vortrage vor. Wenn etwa, was allerdings nic…
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284 fähr zur selben Zeit die Rückkehr in diese Städte weigerte und sogar den Auftrag gab, es möge ihr ein Vorschlag ausgearbeitet werden, „wie angefangen werden könnte, selbte aus dem Land gleich zu bringen." Unter diesen Umständen ist es d…
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285 kreuze befestigtes Plakat gefunden wurde, dessen Inhalt die Statthalter des Ungehorsams gegen Ihre Majestät zieh und sie als Patrone der Feinde der Christenheit verhöhnte, den Juden abei mit Mord und Totschlag drohte, wenn sie nicht als…
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286 weiß dieses Schreiben nichts zu berichten. Es ist dies einigermaßen verständlich. Denn das Vorgehen der Prager Behörden in der Judenfrage entsprach, namentlich in der letzten Zeit, keineswegs den Intentionen der Kaiserin und die Herren …
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287 Diese Erwägungen leitet die Hofkanzlei mit der Versicherung ein, daß sie die Juden nie gefördert, sondern stets darauf hingearbeitet habe, eine Reduktion derselben in Zahl und Geltung, wie dies schon im Jahre 1738 in Schlesien geschehen…
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288 worfen werden kann, welche Familien noch künftig am wenigsten nützlich, mithin auszuschaffen oder hingegen wegen ihres nutzbaren Handels und Wandels auf längerhin zu dulden wären." Dergestalt würde man, meint die Hofkanzlei, in wenig Ja…
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289 brachten. Allein auch ihre Lage scheint sich einigermaßen gebessert zu haben. So gings ohne besondere Klagen und Zwischenfälle bis in den März des Jahres 1746. Um die Mitte dieses Monats stellte Salomon Koref, der sich schon im vergange…
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290 Dienst des Staates gestellt, die Heeresausrüstung besorgt und sich willig allen Steuern und Abgaben unterzogen haben. Die jüdischen Krankeninspektoren seien vor den Statthaltern erschienen und hätten mit Tränen in den Augen gebeten, „wo…
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291 allerhöchsten Verbot in gedachter Stadt Prag seithero verschiedene Juden, um daselbst zu wohnen, eingelassen worden seien. Wir sind ctahero bewogen worden, dem dermalen das Militärkommando zu Prag führenden Generalen Grafen von Wallis m…
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…n als gesperrt zu betrachtenden Landstädte: Bunzlauer Kreis: Nimburg und Melnik, Königgrätzer?i Königgrätz, Chrudimer?? Chrudim, Pardubitz, Caslauer?? Caslau, Kuttenberg, Deutschbrod, Koufimer „ Koufim, Kosteletz an der Elbe, Bechiner w Budweis, P…
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293 Es ergab sich jedoch, daß die Hofkanzlei in dieses Verzeichnis auch Städte wie Koufim, Tabor, Neuhaus, Pisek, Schüttenhofen, Wodnan, Mies, Klattau, Rokitzan und Laun aufgenommen hatte, in denen Juden schon seit altersher seßhaft waren. …
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294 nun auch Angehörige der Familie Frankel und ihres Anhanges zugesellt hatten,10) die vielen Krüppel und Kranken in der Stadt, unter welch letzteren sich auch einige blatterkranke Kinder und mehrere Wöchnerinnen befanden. Auch sie sollten…
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295 hatte eine gewisse Ernüchterung in der Bevölkerung Prags platzgegriffen, namentlich in jenen Kreisen, deren Erwerb durch die Abwanderung bedroht erschien. Vor allem waren es die Lebensmittelhändler und die Bierverleger, welche einen jäh…
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296 gänzlich verzehrt hätten. Sie legten eine „Spezifikation, was die Prager jüdischen Emigranten bei ihrem Abzug zurücklassen müssen" vor. welche nachstehende interessante Angaben enthält: Grundbücherlich versicherte Schuldforderungen, Wec…
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297 berechtigt sei die Frage, wie der Verlust wettgemacht werden soll, den das ganze Königreich infolge der Ausweisung der Juden durch den Wegfall von Steuern, Gaben und Gefällen erleide, welche diese bisher getragen haben. Bei den ohnehin …
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298 der Industrie, um das Handelswesen, namentlich um den Export und Import, der besonders in der Prager Judenschaft außerordentlich tüchtige Vertreter habe, während in der christlichen Kaufmannschaft kaum zwei oder drei vorhanden seien, di…