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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 258

    …ik der Deputierten der böhmischen Judenschaft an den Kaiser (dd. präs. 12. Juli 1725), die sich auf das Reskript Kaiser Leopolds I. vom 30. März 1675 berief, demzufolge vorläufig auch jene Juden ungeschoren bleiben sollten, die sich erst nach dem Jah…

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 259

    259 13) „die abgeforderte diesfällige berichte und tabellen... aber so groß und weitschichtig seynd, daß man sie zur commission in körben hat abholen lassen müssen ..." 14) Bisher hatte die Regierung darauf bestanden, die Konskription müsse…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 260

    260 Name der Ehefrau, der ledigen Kinder, des Gesindes und die Gesamtzahl uer Mitglieder der betreffenden Familie. 18) Von ihrer Delegierung wurden die Mitglieder der Zählungskommission mit Dekret der Statthalter vom 19. Oktober 1726 verstä…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 261

    261 rischer begriff, sambt beygefügten allerunterthänigsten anmerckungen jener beschwerungen, welche der allergetreüesten Juderischaft des königreichs Boheimb und der demselben incorporirten landen Mähren und Schlesien, nunmehro seit einige…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 263

    263 Das Exil der Prager Judenschaft von 1745—1748. Von Dr. J. B e r g 1. Mit dem Dekrete vom 18. Dezember 1744 ließ Maria Theresia den Befehl ergehen, daß die Juden in Böhmen bis Ende Jänner 1745 die Hauptstadt Prag und bis Ende Juni des ge…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 264

    2G4 ligen Räumung Prags bestand und sie durchführen ließ, ungeachtet aller Beteuerungen gänzlicher Schuldlosigkeit seitens der Betroffenen, entgegen allen noch so begründeten Warnungen und Vorstellungen der böhmischen Statthalterei in Prag …

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 265

    265 wertvolle Arbeit hierüber verdanken wir dem verdienten G. Wolf, dem die Möglichkeit geboten war, die Akten der böhmischen Hofkanzlei zu benützen. Wenn ich mir erlaube, die hier folgenden Ausführungen, welche sich mit dem Exil der Prager…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 266

    266 des Landes. Hier fanden sich auch die meisten der früheren Gemeindevorsteher und viele andere einflußreiche und angesehene Männer zusammen, die unter der von einem Teil der Glaubensgenossen allerdings stark angefeindeten, allein zielbew…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 267

    267 gäbe. Immer wieder waren sie genötigt, um Beistellung militärischer Assistenz einzuschreiten, um den alltäglich in der Früh zur Abwicklung von Geschäften nach Prag wandernden und am Abend zurückkehrenden und auch auf dem Lande ihrem Erw…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 268

    268 blieb es kein Geheimnis, daß auf Bitten der Nikolsburger Judenschaft Benedikt Levi Gumperz in Nymwegen die drei großen Judengemeinden Hollands, Amsterdam, Rotterdam und Haag, veranlaßt habe, eine neuerl…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 269

    269 führen, oder war doch die endliche Einsicht, daß die Vertreibung der Juden der christlichen Bevölkerung nicht weniger Schaden bringen müsse als jenen selbst, Siegerin geblieben über ihren bisherigen Starrsinn? Fremde Interventionen ware…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 270

    27C Stadt aufs Land verschleppt wurden. Das Reskript vom 15. Mai hatte, indem es die Auswanderungsfrist auf unbestimmte Zeit erstreckte, eine weitere Belebung des Handels im Gefolge. Von da an gestalteten sich die Handelsbeziehungen zwische…

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 271

    271 zu nehmen und keineswegs zuzulassen, daß einem oder dem andern, von wem es immer sein möge, das mindeste Unbild widerfahren möge, gestalten solches nicht nur an denen Verbrechern selbsten, sondern auch in denen Städten an denen Magistra…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 272

    272 forderung genüge zu leisten. Doch bitten sie um eine vierwöchige Frist, um eine Sammlung bewirken zu können.8) Diese Antwort legte die Ausweisungskommission der Statthalterei mit dem Beifügen zur Schlußfassung vor, daß sie sich billiger…

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 273

    273 befänden, stehe auch das öffentliche Interesse in Frage. Handel und Wandel seien auf einem bedenklichen Tiefpunkte angelangt. Das Ausweisungsedikt sei in fast ganz Europa bekannt geworden und habe zur Folge gehabt, daß den Juden aller K…

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 274

    274 Seit dem Dekrete vom 15. Mai, welches man im Inlande und zum Teil auch im Auslande bei der bisherigen Einstellung Maria Theresias als eine ganz außerordentliche Konzession betrachtete, die geeignet wäre, die auch in höchsten Amts- und H…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 275

    275 Empfinden oft genug in Widerstreit mit seiner Amtspflicht stand, wenig erbaut gewesen sein. Man hatte hier, wenn auch nicht die erbetene endgültige Entscheidung über das weitere Schicksal der Juden, so doch wenigstens die Ermächtigung e…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 276

    276 geringe Anzahl von Familien, die ursprünglich in entferntere Landesteile abgewandert waren, kam bald wieder in die Nähe Prags zurück und vermehrte hier so noch weiter die ohnehin schon unerträgliche Wohnungs- und Nahrungsnot. Dies alles…

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 277

    277 durch widriges Bezeigen der Schuld und Verantwortung eines etwan dardurch entstehenden Auflaufs keinerdings teilhaftig machen solle." In Karlsbad wiederum hatten sich, ohne die, Kur zu gebrauchen, auf Grund des Statthaltereipatents vom …

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 278

    278 zur Zeit des in der Altstadt alljährlich stattfindenden St. Wenzelsmarktes, bot sich den verwunderten Pragern das unerwartete Schauspiel, daß eine große Menge von Juden mit Waren beladen aus allen Richtungen zu den Toren hereinzog, welc…