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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 238

    238 namentlich in den frühzeitigen Judenehen gesucht — der Jude darf nach dem Gesetze Mosis nicht im Zölibat leben —, in der Befreiung der Juden von der Militärpflieht und im Zuzug zahlreicher fremder, namentlich polnischer Juden. Ähnlich w…

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 239

    239 tung der ihnen verliehenen Privilegien das Anrecht auf sie verwirkt haben, und der Forderung, die Juden sollten aus Böhmen völlig vertrieben oder durch ihre Reduktion der Zustand v. J. 1618 wiederhergestellt werden. Diesem Antrag gesell…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 240

    240 außerhalb der königlichen Herrschaften (und königlichen Städte) saß, nicht ohne Mitwirkung und Zustimmung der böhmischen Stände durchführen, die diese Frage direkt und indirekt anging, da sie mit der Landesberna und den obrigkeitlichen …

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 241

    241 waren. Der Antrag war in der Absicht begründet, die Juden nicht derart zu schwächen, daß sie vielleicht nichtmehr imstande wären, den bisherigen Kontributionsanteil zu tragen. Das Landtagsplenum machte sich den Standpunkt der Landtagsko…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 242

    … befreunden konnte, den Stand v. J. 1618 zur Reduktionsgrundlage zu machen. Daher betonte die Kommission wieder, Kaiser Leopold I. habe den durch die österreichische Reduktion vertriebenen Juden gestattet, sich in Böhmen niederzulassen, und machte a…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 243

    243 zu erweitern oder zu erhöhen, und ihnen anbefohlen, auf ihre eigenen Kosten eine genaue Ghettokonskription durchzuführen. Die Entscheidung betreff der Judenehen wurde als eine Interimsverfügung dargestellt: sie hatte offensichtlich den …

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 244

    244 ligung kein Haus der Prager Judenstadt erweitert oder erhöht werden dürfe, und machte kein Hehl daraus, daß diese Konskription die Reduktion und Stabilisierung einer streng festgesetzten Zahl Familien im Ghetto bezwecke; es schrieb auch…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 245

    245 den Weinbergen um Prag befinde— sie gab freilich zu, daß dies der Blattern halber geschehe —, namentlich aber führte sie darüber Klage, daß trotz des ausdrücklichen Verbotes — die Zählung war auf ortsübliche Weise in den Synagogen verme…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 246

    246 samkeit des Kommerzkollegs der Handel mit ausländischen Tuchen. Deshalb wurde i. J. 1727 die Einfuhr dieser Tuche untersagt und der Ausverkauf ihrer Vorräte binnen Halbjahresfrist anbefohlen. Die Regierungsedikte, welche den Juden auch …

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 247

    247 mer sowie die Fürbitte der Wiener Juden für ihre Glaubensbrüder in den böhmischen Ländern veranlaßten zu Anfang des Jahres 1728 die Hofkammer, sich der Juden energisch anzunehmen und gegen die antisemitischen Verordnungen der böhmischen…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 248

    248 sich mit Entschiedenheit sowohl gegen die Berechtigung der jüdischen Beschwerden als auch gegen den sachlichen Inhalt der Fürsprachen der böhmischen und der Hofkammer. Ihr Memoriale vom 11. Mai 1728 beschäftigte sich mit der jüdischen F…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 249

    249 trat natürlich nicht mit einem Schlage ein. Für den Anfang genügte wenigstens soviel, daß der judenfeindliche Feldzug zum Stillstand kam. Der Antisemitismus der politischen Behörden unterlag auch diesmal wie so oft vordem den Interessen…

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 250

    250 übereinstimmten, daß die jüdische Beschwerde wegen des Verbots ihres Salzhandels nicht berechtigt sei, gaben die Vertreter der böhmischen Hofkanzlei in der Frage des jüdischen Handels mit fremden Tuche nach. Rat Germetten nahm sich in d…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 251

    251 müsse, namentlich betonte er die Entfernung der fremden Juden, wies jedoch nicht bloß darauf hin, daß ein Verbot der Judenehen denn doch allzu gewaltsam sei und dem Naturrecht zuwiderlaufe, sondern auch auf andere bedenkliche Folgen die…

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 252

    252 errichten. Nur die mährischen Vertreter waren bereit, Kapital in der Glatzer Manufaktur anzulegen; diesem Anerbieten traten nachträglich auch die Delegaten aus Böhmen bei, jedoch unter der Voraussetzung, daß sie sich vorher mit eigenen …

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 253

    253 ihnen sollte kein anderer Jude diesen Handel betreiben. Überdies sollte den jüdischen Handelsleuten zur Pflicht gemacht werden, auch heimische Erzeugnisse aus einer beliebigen Manufaktur abzunehmen, jeder jüdische Handelsmann sollte dah…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 254

    254 auch bereit, eine gewisse Beschränkung der freien Eheschließung in dem Sinne zuzugeben, daß den Juden allzufrühe Eheschließungen verboten und zur Eheschließung ein bestimmtes Vermögen vorgeschrieben würde; sie hatten selbst dagegen nich…

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 255

    255 Prager bezw. der böhmischen Judenschaft stoßen würde. Und so wurde denn die Prager Ghettokonskription, die i. J. 1726 als Einleitung zur umfassenden Reduktionsaktion gedacht war, zum Epilog der Reduktionsbestrebungen der Regierung Kaise…

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 256

    256 und Witwen erscheinen in dieser Eigenschaft), des weiteren ihre 1.587 Frauen und 4.255 Kinder (2.227 männlichen und 2.028 weiblichen Geschlechts), insgesamt also 8.177 Personen. Dazu kamen 1.483 Dienstpersonen (darunter 1.199 Weibsperso…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 257

    257 Königreich Boheimb". Die Denkschrift ist nicht datiert, aber nach dem sachlichen Zusammenhange ins Jahr 1718 zu setzen, nicht 1721, wie irrtümlich, vermutlich nach dem Registraturzeichen (CDK, IV T 1, 21 ex 1721), A. P r i - b r a m ann…