Mannheim
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  1. 1877-01-01 · III. (1877) · page 69

    64 Der Zweck derselben bestand einerseits darin, die Nützlichkeit einer in Einzelnheiten eingehenden Inquisition der Zeugen darzuthun, weshalb Daniel dieAeltesten in ähnlicher Weise verhört, wie etwa zur Zeit, als diese Schrift verfasst wur…

  2. 1877-01-01 · III. (1877) · page 70

    hatte es lange vergebens versucht, die pharisäische Ansicht über die Strafbarkeit der Lügenzeugen zur Geltung zu bringen. Sein Sohn liess sich, wie er es dem Vater ausdrücklich erklärte, nur deshalb hinrichten, damit die Verkehrtheit der sa…

  3. 1877-01-01 · III. (1877) · page 71

    kundiger Rachsucht oder Bosheit eines Verbrechens beschuldigt, das er nicht begangen hatte, die Richter fanden die Aussagen der Zeugen glaubhaft und verurteilten den Beklagten. Als er aber zur Richtstätte hinausgeführt wurde, bekannten sieh…

  4. 1877-01-01 · III. (1877) · page 72

    von Alexander Jannai begünstigten Sadducäern, (94—89 ante) einmal die Erbitterung seiner Gegner in dem Masze gegen sich erregt hatte, dass s…

  5. 1877-01-01 · III. (1877) · page 73

    …arz, das aus dem Mastixbaume gewonnen wird. Kappaport erblickt in משתוקא (Meg. 18 a) eine Anspielung auf den Mastix (s. Rabbinowicz Variae lect. z. St.) 169) Trankei Einl. in d. jerus. Talmud 8a.

  6. 1877-01-01 · III. (1877) · page 74

    hebräischer Sprache dargestellt war. Auch eia Passus, an dem ein Uebersetzungsfehler sich bemerkbar macht, führt auf dieselbe Vermutung170). Der Theodotion’sche Text ist so gestaltet, dass er sich ohne Mühe hebräisch wiedergeben lässt. Begr…

  7. 1877-01-01 · III. (1877) · page 75

    II. Zur Geschichte der Juden in Frankfurt a. M. von G. Wolf. Wem gehören die Juden? Es ist das eine Frage, die heute kaum mehr verstanden wird. Unsere Zeit, in der allenthalben daran gearbeitet wird, die Rechte des Menschen in unverkürztem …

  8. 1877-01-01 · III. (1877) · page 76

    Erzkanzler des deutschen Reiches, der Erzbischof von Mainz, glaubte auf sie Ansprüche zu haben und ebenso die Stadt Frankfurt selbst, da sie ihr verpfändet resp. verkauft wurden. Wir wollen hier eine Episode schildern: Am 10• Juny 1212 erli…

  9. 1877-01-01 · III. (1877) · page 77

    Nachkommen nach aller der wisse und gewonheidt, als sie bisher gegebin und gehalten sind, vnd des zu mehrer Sicherheit und Rechten vrkund so han wir vnsser königlich Ingesigel an diesen brief gehangen. Datum anno XLIX feria sexta ante diem …

  10. 1877-01-01 · III. (1877) · page 78

    Willen des allerdurchlauchtigsten Fürsten vnd Herrn vnsers lieben Gnedigen Herrn, Herrn Carls, Römischen Kaisers vnd Königs zu Beheimb vnd mitt Wissen, Willen vnd Verhengnisse der Erbaren wysen Lute, Rudolfs, Dechans, Reinhard Custos, Gerha…

  11. 1877-01-01 · III. (1877) · page 79

    Nahmen die 900 Pfvndt Geldes, die wir vnd vnser Stifft vff den Jvden hatten vnd vns nutzen ermögten vnd den angenenten Burgern schaden, die solde (?) wir yn geben vnd antworten vnd die brieven sie werden fanden, yn geantwortet oder nit, so …

  12. 1877-01-01 · III. (1877) · page 80

    75 Frankfurt auch fremde Juden in die Stadt zu ziehen• Am Mittwoch nach dem Frohnleichnamstag des Jahres 1372 verkaufte Carl IV. den Rest der Juden, wegen ״merklich nutz unser und des Reichs den Bürgermeistern, Schöffen, Rath und Bürgern de…

  13. 1877-01-01 · III. (1877) · page 81

    Ansuchen (!), aus Vergessenheit (II) oder in anderer Gestalt, etwas ausgienge und gethan wurde, dass dasselbe alles und jedes keine Kraft noch Macht haben vnd die genannten von Frankfurt, ihre Nachkommen, noch die Jüdischheit daselbst dem k…

  14. 1877-01-01 · III. (1877) · page 82

    heit zu Frankfurt mit vnsserem Kays, Monitoribus inen nach lat eines vnsseres Kays. Camergerichtsgeschworner Roten Relation darüber fürbracht verkündt umb bezahlung des obgenanten an- Schlages ersucht, aber diesselb Judischheit demselben Mo…

  15. 1877-01-01 · III. (1877) · page 83

    78 vnd andern Juden zu gemeiner Notturfft vnd Nutz anschlagen möchten, sich vffs Recht gezogen vnd darauff Rechts?; hutz gethan haben. So mit vrtheil die genanten Bürgermeister vnd Rath derselben Stadt Frankfurt vff ihren inbrachten gewalt …

  16. 1877-01-01 · III. (1877) · page 84

    solle. Ime auch daruff derselben Handlung Copey nach vnsseres Cammergerichts Ordtnung Termin erkandt densselben nach Dr. Rechlinger von wegen der von Frankfurt den 12. Tags Martii nechst ein schriftlich Exception articulirt vnd darnach den …

  17. 1877-01-01 · III. (1877) · page 85

    80 Jung vnd Alt, Reich vnd Arm mit iren Erben vnd Guethern Nutzungen vnd mit allen Diensten, Geldern vnd Geuellen dem obgenanten Bürgermeister vnd Rath zu Frankfurt dermassen zugestelt hat, dass diesselben Juden von wegen des heiligen Reich…

  18. 1877-01-01 · III. (1877) · page 86

    81 Golds allen Ständen des Reiches die obgemelten von Frankfurt bei solieher Zustellung vnd Declaration zu beschirmen vnd zu handhaben ernstlich gebotten hat. Item dass Bürgermeister vnd Rath obgemelter Stadt veber die jährliche Stewer vnd …

  19. 1877-01-01 · III. (1877) · page 87

    82 Tages Aprilis nechst darnach ein schriftlich replic eingelegt, alsso lutend: ״Woilgeborener gnädiger Herr Rom. Kayss. Majestät Cammerrichter zu repliciren wider etlich vermeinte Exceptiones jüngst von wegen der fürsichtigen Ersamen vnd w…

  20. 1877-01-01 · III. (1877) · page 88

    Woilgeboren gnädiger Herr röm. kayss. Maj. Cammerrichter wider des hochgelehrten Herren Christoph Müller Dr. vnd kayss. Maj. Fiscalgenerals gegen Herren Bürgermeister vnd Rath der Statt Frankfurt am letzten Tag Aprilis des eilften Jahres fü…