Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 73)
- Language
- German
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syrischen Versionen wird anstatt des M a s t i x baumes der P i s t a c i e n bäum und statt der Steineiche der Granatbaum genannt und in der älteren kommen dabei die Wortspiele in ungezwungener Weise heraus165). Diese Namen von Bäumen, welche in Gärten gezogen wurden, können ganz gut im Grundtexte vorgekommen sein. Die Pistacie hiess daי wie im Syrischen und Neuhebräischen pasteka, der Granatbaum rimmon. An ersteres Wort klingt das Verb pasak (abtrennen, mit Hinzufügung des Objectes rösch: enthaupten) 166), an letzteres das Verb rum (Hiphil har im abheben, wegnehmen) an167). Der griechische Vertent schaute wol zunächst nach lautverwandten Baumnamen aus, für die er dann, um die Wortspiele des Originals auch in der üebersetzung darstellen zu können, die entsprechenden Verba wählte. Auf den Mastix wurde er dadurch geführt, dass er pasteka in mastiche verwandelte, das im Aramäischen Mastix bedeutet168) und es dann durch die griechischeVocabel ayivog wiedergab; für rimmon, das nach der palästinischen Pronunciationsweise, bei der der M-Laut zu einem B ausfloss, etwa ri(m)bon gesprochen wurde169), setzte er das ähnlich lautende 7zqlvog. Die Paronomasien des griechischen Textes verbieten demnach nicht die Annahme, dass die Susanna-Schrift ursprünglich in 165) P. 54, 55, 58, 59 תחית פסתקא — ד נפסוק רישך — תחיה רומנא — ורומח א אחיד בידיד.. 166) Vgl. das sprichwörtlich gewordene פסיק רישיד ולא ימות (Succa 33 b und Parallelst.) 167) Wenn auch דרים gerade nicht in der speciellen Bedeutung, die es hier haben soll, vorkömmt, — mit anderen Objecten findet es sich in derselben vgl. Jes. 57. 14, Ezech. 21, 31 — so kann der Verf. des zu bildenden Wortspiels halber sich dieses Ausdrucks bedient haben, wie in Gen. 40, 19 נשא in diesem Sinne gebraucht wird, damit dadurch im Vergleiche mit v. 13 ersichtlich werde, wie ähnliche Träume doch in ganz entgegengesetzter weise gedeutet werden mussten. Nach der Peschittho war רומח, das v. 54 mit qoiicpaia wiedergegeben wird, das an רמץ anklingende Wort. 168) In Gen. rab. c. 91 wird לט (Gen. 43,11) durch מצטיבי wiedergegeben, wofür Aruch (sv. 11) מסטיכי(לטaö%tyr\) hat. Buxtorf (col. 1230) kennt dieses Wort erst aus Maim. Berach. 9, 6. In Beza 33 b bezeichnet מוסתקי nach Jizchaki das Harz, das aus dem Mastixbaume gewonnen wird. Kappaport erblickt in משתוקא (Meg. 18 a) eine Anspielung auf den Mastix (s. Rabbinowicz Variae lect. z. St.) 169) Trankei Einl. in d. jerus. Talmud 8a.