Mannheim
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  1. 1877-01-01 · III. (1877) · page 29

    fragte61). Diese abgebrochene, in solcher Kürze unverständliche Notiz erhält ihren klaren Sinn, wenn man die noch erhaltenen anderen Bruchstücke der alten Halacha, der sie entnommen ist, mit in Betracht nimmt. In der b. Gemara62) treten näm…

  2. 1877-01-01 · III. (1877) · page 30

    des Inculpaten ermittelt wurde. Wir hätten hier also beiläufig denselben Fall vor uns wie in dem Susanna-Buche. Zwei Männer geben vor Gericht Zeugniss ab, dass in einem Garten eine verbrecherische That verübt worden ist, sie werden aufgefor…

  3. 1877-01-01 · III. (1877) · page 31

    dem eingekerkerten Jojachin, wie gegenüber den losen Verführern, die mit aufdringlicher Keckheit ihr nahe treten66). Dennoch hat das Gemälde, das in der Susanna-Schrift vor uns entrollt wird, eine ganz andere Färbung und erblicken wir an ih…

  4. 1877-01-01 · III. (1877) · page 32

    …uf eine Lücke, die nur zum Scheine ausgefüllt ist. Im Septuagintaltexte fehlt am Anfänge ein ganzes Stück, das schon zu Origenes Zeit durch die entsprechenden Verse aus Tbeodotion supplirt war71). In diesem Stücke muss, wie aus dem noch übrig gebli…

  5. 1877-01-01 · III. (1877) · page 33

    Personalien mitgetheilt werden, werden diese hier erst da, wo man sie schon längst kennen soll, angegeben 73), was sicherlich nicht geschehen wäre, wenn bereits von ihr wäre gesprochen worden. Die Thatsache, dass so frühzeitig schon in alle…

  6. 1877-01-01 · III. (1877) · page 34

    sten auch andere Frauen zu verführen suchten und dabei Erfolg hatten, wird aber früher nichts erzählt und noch weniger davon, dass sie mit ihren lüsternen Anträgen auch an die Töchter Israels, d. i. der zehn Stämme herangegangen waren, darü…

  7. 1877-01-01 · III. (1877) · page 35

    aber nichts mehr mit ihm werden, als der Geschichte einen Anfang zu geben, nach welchem dann bei Theodotion auch in dieser selbst Manches verändert werden musste. Wir lernen also zunächst Susanna kennen. Sie erscheint als eine Tochter Chelk…

  8. 1877-01-01 · III. (1877) · page 36

    31 allerdings noch in dem jüngeren Eingangsstücke—, dass ״in jenem Jahre“ zwei Aelteste aas dem Volke zu Richtern erwählt wurden79) und zwar von der Sorte derer, von welchen der Herr schon gesagt, dass Frevel aus Babylon ausgegangen, von de…

  9. 1877-01-01 · III. (1877) · page 37

    dotion darum sehr oft in das Haus Joakims84). Susanna macht gewöhnlieh am Mittage, wenn das Volk, das zu Gericht herbeigekommen, das Haus verlässt, in dem an dasselbe anstossenden Garten einen Spaziergang. Da sehen sie die beiden Aeltesten …

  10. 1877-01-01 · III. (1877) · page 38

    33 kommen aber, nachdem sie auseinander gegangen waren, wieder in den Garten zurück. Jetzt müssen sie, da es für diese unerwartete Rückkunft keine Ausrede giebt, sich gegenseitig die geheim gehaltene Absicht gestehen und verabreden nun eine…

  11. 1877-01-01 · III. (1877) · page 39

    mit ihr sprechen könne, sie begegnen aber einander, gestehen sich bald gegenseitig, was sie so früh hinausgeführt habe, nahen sich, nachdem sie dazu sich verabredet, Susanna, die gerade nach gewohnter Weise im Garten umherwandelt, und attaq…

  12. 1877-01-01 · III. (1877) · page 40

    35 geht in den Garten zu einer Zeit, in der sie sich in demselben allein glaubt, um daselbst ein Bad zu nehmen. Aber die Aeltesten sind da irgendwo verborgen und überraschen sie mit ihrer Anwesenheit, als sie eben ihre Dienerinnen ausgesend…

  13. 1877-01-01 · III. (1877) · page 41

    36 da sie doch so wie so dem Tode nicht entgehen könne96), sondern sie schreit auch laut auf. Auch die Aeltesten machen Lärm und einer von ihnen öffnet die geschlossene Thüre. Die Hausleute, zu deren Ohren das Geschrei gedrungen, kommen her…

  14. 1877-01-01 · III. (1877) · page 42

    ז 3 werde"). Sie erscheint in Begleitung ihrer Eltern, ihrer Kinder wie auch ihrer Diener und Dienerinnen 100). Auf Befehl der beiden Aeltesten wird ihr der Schleier vom Gesichte abgezogen, als ob bereits gegründete Indicien dafür vorhanden…

  15. 1877-01-01 · III. (1877) · page 43

    …es Gotteslästerers und auf diesen Fall schränken dies auch die Decisoren ein (Maim. H. Akum H, 10, Abraham b. David und Simson von Sens zu Sifra Emor, Abschnitt 19 Ed. Weiss 104 b). 103) V. 36—40. Der Inhalt der Aussage hat bei Theodotion die seiner frühe…

  16. 1877-01-01 · III. (1877) · page 44

    Die Aussage, die aus dem Munde zweier Männer stammte, welche ein so ungetrübtes Vertrauen genossen, dass man sie zu Richtern bestellt batte, musste, da sie auch in ganz bestimmter Weise hervortrat und nach dem Wortlaute des biblischen Geset…

  17. 1877-01-01 · III. (1877) · page 45

    ״Ich mag an dem Blute, das hier vergossen werden wird, keine Schuld tragen“, ruft er mit lauter Stimme aus und stellt dem Volke das Unrecht vor, das hier begangen werden soll106). Ob nun die Ver- Sammlung jetzt in das Gerichtshaus zurückkeh…

  18. 1877-01-01 · III. (1877) · page 46

    besonders eine Frage vorgelegt, auf deren Beantwortung er sich früher nicht vorbereiten konnte108). Es soll nämlich jeder von ihnen, nachdem er zuvor durch strenge Rede eingeschüchtert worden100), darüber Auskunft geben, unter welchem Baume…

  19. 1877-01-01 · III. (1877) · page 47

    durch ihre ,widersprechenden Angaben selbst gerichtet, die sträfliche Verläumdung liegt klar zu Tage. Das Volk jubelt dem klugen Richter zu. Die Todesstrafe, die früher über Susanna ausgesprochen worden, wird nun an den beiden Männern vollz…

  20. 1877-01-01 · III. (1877) · page 48

    zwar gerade nicht darauf hin, dass es in der Absicht ihres Verfassers gelegen war, diesem Gedanken Gestalt und Ausdruck zu geben, doch ist die wol schon in früherer Zeit hinzugekommene Schlussbemerkung als ein directes Zeugniss dafür anzuse…