Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2418846-2418851--0509-2419398- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sten auch andere Frauen zu verführen suchten und dabei Erfolg hatten, wird aber früher nichts erzählt und noch weniger davon, dass sie mit ihren lüsternen Anträgen auch an die Töchter Israels, d. i. der zehn Stämme herangegangen waren, darüber kann nur in dem in der Septuaginta weggelassenen und von Theodotion überhaupt nicht bearbeiteten Theile der Erzählung etwas berichtet worden sein. Die Thatsache selbst setzen auch die Worte: ״Du, der du in Tagen der Missethat alt geworden bist“73), die Daniel an den ersten der Verläumder richtet, voraus. Gewiss sollte also da, wo von den Töchtern Israel’s und Juda’s die Rede ist, im Allgemeinen gesagt werden: Was du bei anderen Frauen mit Glück versuchthast, das ist dir bei Susanna nicht gelungen. Weil aber bei einersolchen Fassung der Rede wieder die Verunglimpfung der babylonischen Judäerinnen, die man vermeiden wollte, zu Tage getreten wäre, so spitzte man die Antithese dahin zu, dass durch dieselbe ein Unterschied zwischen Töchtern Israeli und Töchtern Juda’s statuirt wurde. Ja es wurde dadurch, dass nicht Susanna allein, nicht die sondern überhaupt eine Tochter Judas — den Substantiven sind keine Artikel vorgesetzt — als standhaft in der Tugend bezeichnet wird, sogar eine Glorification aller Judäerinnen erzielt. Diejenigen, die die Susanna- Schrift der Sammlung der deutero-kanonischen Schriften einreihten, haben also auf dieselbe Weise, in der die Hagadisten aus sämmtlichen Frauen der Tradition Chaldäerinnen gemacht haben, auch hier Alles ausgeschieden, was die babylonischen Judäerinnen hätte in Schatten stellen können. Den Eingang der Erzählung75) wie er im Theodotion’schen Texte gegeben ist und von da auch in die leere Stelle der Septuagintaibibel hineingetragen wurde, werden wir daher nicht für ursprünglich halten können. Er enthält nur Personalangaben über Susanna und Joakim, die dem Inhalte der Erzählung entnommen und angepasst sind, bezweckt sollte Th. S. fievat wfiikovv v/,ilv. dXX3 ov &uyarrjQ :loväa v7ti^1uve vrjv dvofiiav vittiv. 3iGQarjX, 5cal exeivat (poßov{1€vat fhftllovGav v(uvy dXX3 ov &vydz1fjQ 3Iövöa v7t8f.1e1ve tjj v vögov v^imv 6v dvo^iia viteveynetv. 74) 7t€7tCcX(Xl(jQ(.l£V€ fjfUGQlüV XCtXüJV (v. 52.) 75) V. 1-5.