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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 47

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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durch ihre ,widersprechenden Angaben selbst gerichtet, die sträfliche Verläumdung liegt klar zu Tage. Das Volk jubelt dem klugen Richter zu. Die Todesstrafe, die früher über Susanna ausgesprochen worden, wird nun an den beiden Männern vollzogen, die falsches Zeugniss gegen sie abgegeben112) und ״unschuldiges Blut gerettet an diesem Tage“. Wie einer Fabel gewöhnlich ihre Moral, so folgt im Septuagintaltexte dieser Erzählung, die mit den zuletzt angeführten Worten schliesst 113), ein Mahnspruch, der eine allgemeine Lehre aus ihr ab־־ leitet und zur Anwendung derselben auffordert. ״Darum“ lautet er, ״sind die Jünglinge in ihrer Einfalt die Geliebten Jakobs. Auch wir wollen Acht haben auf die wackeren Jünglinge, denn sie werden gottesfürchtig sein und walten wird in ihnen der Geist der Erkenntniss und der Einsicht in allen Zeiten“ 114). Der Inhalt der Susanna-Schrift weist ihm in Erinnerung gebracht (M. Synhedrin 6, 2, Semach. 2, 6). So wie Josua dort zu dem Schuldigen in Paranomasien spricht, so thut es hier Daniel. 112) V. 60—63. Nach S. wurden sie erwürgt (xal ecpl/LiioOav avrotig), welche Strafe (חנק) auch nach dem talmudischen Rechte den der Lüge überführten Zeugen in einem solchen Falle zukam. Andere Texte lassen sie den Tod durch Steinigung erleiden (Fritzsche S. 143), wozu die Anm. 104 erörterte Angabe stimmt. Plessner S. 32 befindet sich in einem doppelten Irr“ turne, da 1) in der Septuaginta nichts davon berichtet wurde, dass sie zum Flammentode verurteilt wurden, sondern nur, dass Feuer vom Himmel herabgefallen und 2) wenn auch Susanna die Tochter eines Priesters Hilkia gewesen wäre, die Lügenzeugen durch Erwürgung aus dem Leben zu schaffen waren. (M. Synh. 11, 1 vgl. R. Lipmann Heller zur St.). Das Herabstürzen von einer Höhe (S. ib. xca e^ayojyövreg eqQtxpav dg (paqayya) kam allerdings nur bei der Steinigung vor (M. Synh. 7. 4), doch lässt der Yertent dies hier geschehen, um einen passenden Platz für das Feuer zu schaffen, das der Engel Gottes auf die Hingerichteten herniederwirft (ib.).!!ף jn xh. v 63, 64 wird, um die Geschichte vollends abzurunden, hinzugefügt, dass Susannas Eltern, ihr Mann und ihre Verwandten über den glücklichen Ausgang dieses Prozesses sehr erfreut waren und Daniel von dieser Zeit an grosses Ansehen im Volke hatte. Der letzte Vers bildet zugleich auch die Brücke zur Verbindung der Susanna-Erzählung mit der von Bel und dem Drachen. Dass dieses Stück Zuthat des Bearbeiters ist, ergiebt sich auch daraus, dass Joakim, welcher während der ganzen Geschichte so gut wie abwesend ist, mit einem Male in das Dankgebet der anderen Angehörigen Susannas einstimmt. 114) S. 63, 64 dtd rovxo 01 V€0)T€Q0t äya7crjrol :'Iaxcoß ev Tff d7tlÖTrjT1 adrwv. Kal rj^elg (pvXaoowiied'a dg vlovg övvarovg vsw-

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